Expertentipp für den ersten Skitag

Viele Verletzungen auf der Piste lassen sich durch Prävention vermeiden? 

Eine allgemeine gute konditionelle und koordinative Voraussetzung durch ganzjähriges Bewegung und Sporttreiben, konsequentes Aufwärmen vor der ersten Abfahrt und auch nach längeren Liftfahrten je nach Außentemperatur, taktisch kluge Einstellung bei den ersten Abfahrt (nicht gleich 100%, sondern vor- und umsichtiger Spur- und Tempowahl bei den ersten Abfahrten), zum Einstieg die blauen und roten Pisten bevorzugen, nicht gleich die anspruchsvollsten Pisten befahren, Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder nehmen, durch Selbstüberschätzung gefährdet man sich selbst und andere

Welche Trainingstipps und Übungen sind für Wintersportler empfehlen geben?

Stärkung der Alltagsmotorik, der Ausdauer und des Gleichgewichtsgefühls, die eigene Bewegung (z.B. Treppensteigen) den Mobilitätshilfen (z.B. Fahrstuhl) vorziehen, oder auch regelmäßig beim Zähneputzen auf einem Bein stehen das Gleichgewichtsgefühl trainieren. Grundsätzlich gilt: regelmäßiges Sport treiben 2 bis 3 mal pro Woche z.B. Langlaufen bringt dem Schneesportler in Form. Untrainiert vom Bürostuhl auf die Piste ist sicher nicht die beste Lösung. Wenn es allerdings nicht anders geht, muss man sich beim Skifahren oder Snowboarden auf seine eigene körperliche Leistungsfähigkeit einstellen und die Belastung entsprechend reduzieren und häufiger Pausen einlegen.

Wie muss man sein Equipment vor dem Start der Saison präparieren?

Ja, auf alle Fälle. Nicht nur präparieren, sondern auch kontrollieren. Die Kontrolle der Funktion und Einstellung der Sicherheitsbindung steht an erster Stelle, ein gut präparierter Ski oder Snowboard mit gut geschliffenen Kanten lässt sich leichter fahren und es bringt mehr Freude. Passform Helm/Schneebrille und auch Skischuhe sind zu überprüfen, Vorsicht bitte bei Helmen, denn der Helm bietet nur Schutz wenn seine Schale und sein Innenleben in Takt ist, durch Stürze auf den Kopf oder sonstige heftige Erschütterungen kann die Schutzfunktion des Helms erheblich beeinträchtigt werden. Und immer wieder der Hinweis, dass der Helm durch die Schneebrille am Kopf zusätzlich fixiert werden sollte. Das Tragen einer Sonnenbrille in Verbindung mit dem Helm bietet nicht den vollen Schutz.

Was muss man am ersten Skitag der Saison beachten?

Neue Situation, kalte Temperaturen, noch wenig Bewegungserfahrung auf dem Schnee, schnellere Ermüdung führt zu mangelnder Aufmerksamkeit und erhöht am Ende das Risiko. Dagegen hilft Aufwärmen durch lockere Gymnastik, weniger Risiko, reduziertes Tempo, häufigere Pausen, den Tag im Schnee einfach genießen. Von der Fahrtaktik her eher umsichtig fahren, sich an die unterschiedlichen Situationen (Schnee, Wetter, Sicht, Gelände, Frequentierung) auf den Pisten wieder gewöhnen, an erster Stelle steht, wieder eigene Sicherheit gewinnen. Professionelle Ski-/Skilanglauf und Snowboardschulen haben eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten zum Einstieg in den Schneewinter, vom Einsteiger- über den Wiedereinsteigerkurs bis zu ein- oder halbtätigen Kursen zum Technik- oder Taktik-Update.

Bei ersten Anzeichen von Müdigkeit eine Pause einlegen, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (kein Alkohol, zumindest nicht wenn es anschließend wieder auf die Piste geht, es verändert die Selbsteinschätzung und erhöht das Risiko für alle.)

Vorbereitungstipp von Pia Vogt

Tipps und Tricks, die helfen die perfekte Ausrüstung zu finden!

Ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Suche nach dem passenden Ski ist zum einen das persönliche Fahrkönnen und zum anderen die körperlichen Voraussetzungen, wie Körpergröße und Fitness. Um aber einen kleinen Anhaltspunkt zu haben empfehlen wir Erwachsenen Einsteigern einen Ski, der zehn Zentimeter kürzer ist als sie selbst. Für diejenigen, die sich bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden, reicht eine Längendifferenz von fünf Zentimetern aus. Um als ambitionierter Skifahrer voll auf seine Kosten zu kommen, empfiehlt sich einen All Mountain Ski der mindestens die eigene Körperlänge, tendenziell sogar bis zu fünf Zentimeter darüber hinaus, besitzt. Kinderski sollten ca. zehn Zentimeter kürzer sein als das Kind groß ist, dies betrifft die Zone zwischen Nasenspitze und Kinn.

Was die Skibreite betrifft, raten wir dem Durchschnittsfahrer eine Mittelbreite von 90 Millimetern. Reine Slalom- und Riesenslalomski sind erfahrungsgemäß nur was für sehr sportliche Skifahrer. Das noch viel bedeutsamere Material eines Skifahrers ist ein optimal sitzender, funktionaler Skischuh, da nur ein solcher eine ideale Kraftübertragung garantieren kann. Bestenfalls wird dieser Schuh im Sportfachhandel speziell auf deinen Fuß angepasst, um für einen angenehmen Tragekomfort und Halt zu sorgen. Eine Faustregel besagt, „dass für die Anpassung eines Schuhs die selbe Geldsumme eingeplant werden sollte, wie der neu gekaufte Skischuh kostet.“ Ein angepasster Schuh mag teurer sein, ist seine Investition aber definitiv wert!  – Pia Vogt

Vorbereitungstipp von Christiane Bauer

Wie geht man den ersten Skitag der Saison am besten an?

„Um am ersten Skitag der neuen Saison nicht in brenzlige Situationen zu geraten, ist eine gute Vorbereitung ein Muss. Hierzu zählt neben frisch präpariertem sowie perfekt eingestelltem Material auch die körperliche Fitness.

Hat man diese Vorbereitungsaufgaben erledigt, steht dem Spaß auf der Piste nichts mehr im Weg. Doch gleich mit Vollgas in die neue Skisaison starten ist nicht ratsam. Unsere Grundregel hierbei: Man sollte sich, sowohl in Bezug auf das Tempo als auch dem Schwierigkeitsgrad der Piste, selbst wohl und vor allem sicher fühlen. Da unser Körper die neue Belastung am ersten Tag noch nicht gewohnt ist, sollten ausreichend Erholungszeiten eingeplant und die Fahreinheit nicht allzu lang gestaltet werden. Ebenso empfehlenswert ist es, sich mit dem Pistenplan des jeweiligen Skigebietes vertraut zu machen, um die richtigen Routen für das persönliche Fahrkönnen gut auswählen zu können. Ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit hilft ebenfalls, mögliche Gefahrenstellen, wie Engstellen oder steile Abschnitte auf den Pisten, zu erkennen und diese unfallfrei zu passieren.“ – Christiane Bauer

Magazin SNOWSPORT digital

Die Ausgabe des Magazins SNOWSPORT 2/2018-19, die Mitte Oktober erscheinen wird, kann digital auf Tablet und Smartphone gelesen werden.
Wenn Du die gedruckte Version nicht mehr empfangen und das Magazin nur noch digital lesen möchtest, kannst Du im Login-Bereich unter dem Menüpunkt „Persönliche Daten ändern“ die Druckausgabe abbestellen.

Mit Power auf der Piste – Ernährungstipps für einen energiereichen Skitag

Wie in allen Sportarten spielt auch beim Skifahren die Ernährung eine entscheidende Rolle. Sie ist Grundlage für Ausdauer- und Krafteinheiten und beeinflusst die Konzentration sowie die Leistungsfähigkeit. Worauf beim Skifahren besonders geachtet werden sollte, was ein absolutes „No-Go“ ist und mit welchen einfachen Tricks das Energielevel aufrecht erhalten werden kann, erklärt Lisa Horst, Staatlich geprüfte Skilehrerin im Deutschen Skilehrerverband (DSLV) und Ausbilderin Ski Alpin.

• Ein vollwertiges Frühstück mit Müsli, Vollkornbrot und Eiweißprodukten ist die Grundlage für einen perfekten Skitag.
• Auf fettreiche Mahlzeiten am Mittag auf der Skihütte und Alkohol auf der Piste sollte verzichtet werden.
• Bei Ermüdungserscheinungen Pausen einlegen und im Zweifelsfall den Skitag beenden.
• Kleine Snacks zwischendurch füllen den Energiespeicher schnell wieder auf, besonders mit Kindern viele kurze (Trink-)Pausen einlegen.

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Neues Ausbildungszentrum

Eine neue Adresse schafft Raum für neuen Mut, neue Ideen, neue Möglichkeiten –
eine neue Adresse schafft Raum für eine neue Zeit.

Am 06. Oktober 2017 wird das Ausbildungszentrum des Deutschen Skilehrerverbands (DSLV), An der Kandahar 11 in 82491 Grainau, direkt neben der Talstation der Alpspitzbahn eröffnet. In traumhafter Lage an der berühmten Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen, wird zukünftig Theorie und Praxis des Schneesports vereint. „Mit großer Vorfreude haben wir auf die Fertigstellung gewartet, nach nur einem Jahr Bauzeit ist es jetzt so weit. Das Ausbildungszentrum ist ein Meilenstein für den Verband und gleichzeitig ein Signal für den Wintersport in Deutschland“, so Wolfgang Pohl, Präsident des DSLV. Neben den Ausbildungen des DSLV wird im neuen Gebäude auch die Geschäftsstelle des Verbands ihren neuen Sitz haben. Beim Bau wurde grundsätzlich auf in der Region ansässige Unternehmen gesetzt.

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