Augen auf beim Abfahrtslauf

Der DSLV gibt Tipps zu Kollisionsvermeidung und sicherer Fahrweise

Gerade in der Hochsaison herrscht reger Betrieb auf den Skipisten. Eine zentrale Bedeutung spielt deshalb die Anpassung des eigenen Fahr und Verhaltensstils, um Kollisionen zu vermeiden. Die Überschätzung des persönlichen Fahrkönnens ist der maßgebliche Hauptgrund für Unfälle. Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) weist deshalb ausdrücklich auf die Verhaltensregeln der Fédération Internationale de Ski (FIS) hin.

  • Die Zahl der Skisport-Unfälle ist in den letzten Jahren gleichbleibend bis minimal rückläufig, trotzdem ist vor allem bei viel Pistenbetrieb Rücksicht und Vorsicht geboten.
  • Die zehn FIS‐Verhaltensregeln sind die Basis für alle Schneesportler. Durch ein angepasstes persönliches Verhalten trägt jeder zu einem sicheren Pistenerlebnis bei.
  • Erstversorgung im Ernstfall: Mit dem richtigen Verhalten bei Unfällen können Menschenleben gerettet werden. Die wichtigsten Maßnahmen sind: Absetzen des Notrufs, Absicherung der Unfallstelle und Betreuung der Verletzten.
  • Der DSLV betont die Bedeutung von passender und funktionierender Ausrüstung, insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsbindung.

Zahl und Schwere der Unfälle beim Skisport nicht gestiegen
Vom absoluten Beginner bis hin zum Experten: jeder hat seine eigene Fahr- und Verhaltensweise. Eine Einschätzung anderer auf der Piste ist meistens nur schwer möglich. Allgemeine Rücksichtnahme und ein vorausschauender, rücksichtsvoller Fahrstil tragen somit zu einem sicheren Skitag bei. Des Weiteren empfiehlt der DSLV nur Pisten zu befahren, die dem eigenen Fahrkönnen entsprechen, um sich und andere Skifahrer nicht zu gefährden. „Es ist erfreulich, dass die Zahl der Skiunfälle in den vergangenen fünf Jahren nicht gestiegen ist. Mit einem situativ angepassten Verhalten und mehr gegenseitiger Rücksichtnahme könnten viele Unfälle dennoch vermieden werden“, stellt Peter Hennekes, Hauptgeschäftsführer des DSLV und selbst Staatlich geprüfter Skilehrer, fest. Das Verletzungsrisiko nimmt aufgrund der körperlichen Belastung im Tagesverlauf zu. Deshalb ist es insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sinnvoll, regelmäßig Pausen einzulegen. Die meisten Unfälle ereignen sich infolge eines Sturzes oder einer Kollision mit einem Objekt und bei stark wechselnden Schneebedingungen auf der Piste.

Die FIS-Verhaltensregeln als Grundlage für eine sichere Fahrt

Hin und wieder schockieren Meldungen über Unfälle und Zusammenstöße auf Skipisten mit teils schwerwiegenden Folgen für die Beteiligten. Wie solche Szenarien vermieden werden können, erklärt Hennekes: „Grundlage für eine sichere Fahrt ist zum einen die richtige Einschätzung des persönlichen Fahrkönnens und zum anderen eine vorausschauende Fahrtaktik, die sich an den zehn Verhaltensregeln des Internationalen Skiverbandes, die überall an den Liftkassen und -stationen aushängen, orientieren sollte. Hat man die
FIS-Regeln erst einmal verinnerlicht und passt sein Verhalten auf der Piste daran an, sorgen sie für ein hohes Maß an Fahr- und Verhaltenssicherheit.“

Einen rechtsverbindlichen Gesetzes- oder Verordnungscharakter haben die Regeln nicht, ein Verstoß kann somit nicht direkt mit einem Bußgeld geahndet werden. Dennoch fordern die FIS-Verhaltensregeln jeden Wintersportler dazu auf, das Fahrtempo dem eigenen Können, den Witterungs-, Gelände- und Schneeverhältnissen sowie der Verkehrsdichte im gesicherten Pistenraum und abseits davon anzupassen. Die Verhaltensgrundsätze der FIS bewähren sich international bereits seit vier Jahrzehnten und Gerichte orientieren sich in ihrer Rechtsprechung eng daran: „Werden die Regeln von allen eingehalten, verringert sich das Risiko erheblich, andere Schneesportler durch das eigene Verhalten zu gefährden oder selbst Opfer der Fahrlässigkeit oder Rücksichtslosigkeit Anderer zu werden“, betont Hennekes. „In den Ski- und Snowboardkursen werden schon unsere jüngsten Gäste mit diesen Regeln konfrontiert und lernen spielerisch das angemessene Verhalten. Auch erfahrene Schneesportler sollten sich einem Fahrsicherheitstraining im Rahmen von Kursangeboten der Ski- und Snowboardschulen anschließen. Ein besseres persönliches Fahrkönnen fördert die individuelle Sicherheit in entscheidendem Maße.“

 

Die FIS-Regeln im Detail

  1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
    Jeder Skifahrer und Snowboarder sollte sich so verhalten, dass er niemanden gefährdet oder einschränkt.
  1. Beherrschung der Geschwindigkeit und Fahrweise
    Jeder Wintersportler sollte seine Geschwindigkeit und Fahrweise beherrschen und jederzeit anpassen können.
  1. Wahl der Fahrspur
    Der von hinten kommende Skifahrer oder Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Schneesportler nicht gefährdet.
  1. Überholen
    Überholt werden darf nur mit genügendem Abstand.
  1. Einfahren und Anfahren
    Bevor Weitergefahren wird, ist ein gewissenhaftes Umschauen in alle Richtungen wichtig.
  1. Anhalten
    Anhalten nur an breiten, übersichtlichen Stellen und wenn unbedingt nötig.
  1. Aufstieg und Abstieg
    Skifahrer oder Snowboarder, die aufsteigen oder zu Fuß absteigen, sollten den Rand der Abfahrt benutzen.
  1. Beachten der Zeichen
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierungen und Signale beachten.
  1. Hilfeleistung
    Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung angehalten.
  1. Ausweispflicht
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Unfallkunde und Erste Hilfe beim Schneesport

Sollte es trotzdem einmal zu einem Unfall kommen, ist schnelle und richtige Hilfe essentiell, denn im Ernstfall kann durch die Erstversorgung ein Menschenleben gerettet werden. Dazu gehören insbesondere das Absetzen eines Notrufs, die Absicherung der Unfallstelle und die richtige Betreuung der Verletzten. Hennekes betont: „Sollte die Situation den Helfer überfordern oder es nicht möglich sein, Erste-Hilfe-Maßnahmen umzusetzen, ist es umso wichtiger einen sofortigen Notruf mit der europäischen Notrufnummer 112 abzusetzen.“ Dies sollte den Erstversorgern immer möglich sein. Das Absichern der Gefahrenstelle ist außerdem von hoher Bedeutung. Bei ausbleibender Hilfe kann der strafrechtliche Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung erfüllt sein, es sei denn eine Eigengefährdung oder Aufsichtspflicht liegt vor.

Weitere Präventionsmaßnahme: Die richtige Ausrüstung für den Wintersport

Wer auf der Suche nach einem unvergesslichen Skierlebnis ist, sollte unbedingt richtig vorbereitet sein. Hennekes stellt fest: „Funktionsfähiges Material und einwandfreie Ausrüstung sind Grundvoraussetzung für eine sichere Fahrt.“ Eine gewissenhafte Vorbereitung auf die Skisaison und das Tragen eines Helmes während der Fahrt sind daher die ersten Maßnahmen. Außerdem empfiehlt der DSLV, das gesicherte Skigelände nur mit geeigneter Sicherheitsausrüstung und der nötigen Erfahrung zu verlassen oder in Begleitung von entsprechend für diesen Einsatzbereich ausgebildeten Schneesportlehrern bzw. Berg- und Skiführern zu verlassen.

SKI FAHREN und unterrichten – unser neuer Skilehrplan

Im Sommer 2018 traf sich das halbe Ausbilderteam Ski Alpin des DSLV im neuen Ausbildungszentrum in Grainau mit Max Holzmann, dem Vorstand für Ausbildung, Peter Hennekes dem Hauptgeschäftsführer des DSLV, weiteren Mitarbeitern aus der Geschäftsstelle und einem Medienexperten. Sie alle waren dem Ruf einer Email gefolgt, die wenige Wochen zuvor an das gesamte Ausbilderteam des DSLV versandt worden war. Das Treffen damals war das „Kick-off-Meeting“ zum neuen Lehrplan des DSLV, wie es im modernen Projektmanagement heißt. Jeder der Anwesenden war daran interessiert, diesen neuen Lehrplan, der nun vorliegt, mit zu begleiten. Damals war noch nicht klar, wann und in welcher Form dieser veröffentlicht werden würde. So begann ein eineinhalb Jahre andauerndes Projekt mit vielen tausend Arbeitsstunden für zahlreiche Experten des Schneesports, die alle ein bestimmtes Ziel im Kopf hatten: Der neue Lehrplan soll ein möglichst einfaches Modell für die Schneesportpraxis des deutschen Skilehrwesens der Profi-Schulen werden, welches aber auch zugleich noch alle Entwicklungen und Erkenntnisse des Verbandes aus den vergangenen Jahren in einem Buch vereint. Ein ganz profaner Grund, warum es Zeit war, sich an die Arbeit zu machen, war offensichtlich: Der Lehrplan aus dem Jahr 2012 war bereits während der laufenden Saison ausverkauft. Der Gedanke an eine Neuauflage war schnell verworfen worden, da sich in den vergangenen Jahren bereits viele Weiterentwicklungen seitens des Verbandes ergeben hatten, die in unterschiedlichen Formen veröffentlicht worden waren.

Allein die Reihe „Besser unterrichten“ wurde inzwischen schon in überarbeiteter Form neu aufgelegt und auch hier haben sich intern schon weitere Modifikationen angekündigt. Alle Beteiligten waren sich schnell einig: Es ist an der Zeit, ein neues, umfassendes Lehrbuch auf den Weg zu schicken, welches alle bisher erschienenen Materialen, die für den Profiskilehrer wichtig sind, beinhaltet.

Das Ergebnis ist nun ein Lehrbuch mit 368 Seiten, bei dem 5 Projektleiter, 1 Bildredakteur und 18 Autoren nahezu 18 Monate gearbeitet haben. Die Inhalte werden durch über 200 Bilder illustriert, welche in allen 8 Kapiteln anschaulich und praxisnah verdeutlichen, was für das Unterrichten auf Schnee entscheidend ist. Der neue Lehrplan ist zudem auch ein Ergebnis aus zahlreichen Rückmeldungen nach Praxisstationen, die in den letzten zwei Saisonen mit Skischulleitern geführt wurden. Allein im Anschluss an das Forum Profi-Schule 2019 sind etliche Anregungen dieser Experten sofort in die bestehenden Entwürfe eingearbeitet worden. Skilehrer, Trainer und aktive Rennläufer wurden ebenfalls zu diversen inhaltlichen Themen befragt. Dieser neue Lehrplan ist „von Experten die aus der Praxis kommen für Experten die in der Praxis arbeiten“, geschrieben worden. Das war von Anfang klares Ziel und wurde in allen Kapiteln bestmöglich umgesetzt.

 

Zum Produkt …

Nun zur brennendsten aller Fragen: Was steckt denn drin im neuen Skilehrplan? Was ist denn neu? Was ist anders?

Gleich zu Beginn findet man zwei Kapitel, welche sich voll und ganz mit den Grundlagen des Lehrens und Lernens im allgemeinen und dann mit den methodisch/didaktischen Eigenheiten des Skiunterricht im Speziellen befassen, die dabei dem Leser alle wichtigen Grundbegriffe einfach und anschaulich erläutern. Die Schneesportphilosophie ist weiterhin in vier Lernebenen mit jeweils fünf Lernzielen unterteilt. Die einzelnen Bezeichnungen dieser Bereiche wurden angepasst und jeweils passende Lernziel-Schwerpunkte beschrieben, die dem Skilehrer helfen werden, sich beim Unterrichten auf einzelne wichtige Kernelemente des Skifahrens zu konzentrieren. Zu dem „A-O-V“ Prinzip, welches sich mit dem Stellen von Aufgaben, dem Organisieren des Kursbetriebes und der dabei wichtigen inhaltliche Vermittlung von Inhalten beschäftigt, wurde das Modul „Q“ für Unterrichtsqualität hinzugefügt. Somit wird der Fokus beim Unterrichten nicht nur auf Ablaufen liegen sondern es soll zudem gewährleistet werden, dass dieser auch lernwirksam und nachhaltig ist.

Beim Thema Fahrphilosophie wird der Begriff der regulativen Bewegungen als Grundlage des Skifahrens behandelt, wobei unterschieden wird zwischen Gleichgewichtsregulation, welche eine eher reaktive Komponente darstellt und der Belastungsregulation, welche dann schon ein aktives Verhalten impliziert. Die darauf basierenden Hauptbewegungen Kanten und Drehen werden in sich noch nach Teilbewegungen unterteilt und es wird im weiteren Verlauf beschrieben, welche Dominanz einer Bewegung bei welchen Fahrsituationen entscheidend sein kann. Statt den bisher bekannten Bewegungsspielräumen treten nun die Bewegungsvariablen Timing, Umfang und Richtung auf, die dann den Ausschlag geben für die Merkmale optimalen Kurvenfahrens.

Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Schaubilder, die dem Leser an allen wichtigen Stellen sofort eine klare Darstellung zur Ausführung einer Bewegung oder einer Übung bzw. eines Spiels mitgeben. Auch beim Themenbereich der „Grundlagen des Unterrichtens“ wird immer wieder ein bestimmtes Schema und ein zielgerichteter Ablauf mit Wiedererkennungswert durch einfache und klar strukturierte Diagramme veranschaulicht.

Im Anschluss an die Kapitel der Fahrphilosophie und der Schneesportphilosophie ist dem Unterricht mit Kindern ein eigenes großes Kapitel gewidmet, indem man auf 33 Seiten alles findet, was  für altersgemäßen Skiunterricht wichtig ist. Flankiert werden diese Kernelemente des neuen Lehrplans durch eigene Kapitel zu den Themen „Ausrüstung im Skisport“, „Skitourengehen auf gesicherten Pisten“ und „Erste Hilfe im Schneesport“, die das neue Lehrbuch vervollständigen und zu einem geballten Fundus zum Thema Skiunterricht machen.

Um diesem Skilehrplan auch bis kurz vor Erscheinung noch den letzten Schliff zu verleihen, haben zahlreiche Autoren auch bis in den September hinein noch Inhalte angepasst, Bilder zu Inhalten abgestimmt und unzählige Male die verfassten Texte durch verschiedene Korrekturschleifen laufen lassen. Doch dennoch hat der Druckfehlerteufel zugeschlagen: Trotz aller Aufmerksamkeit ist den Autoren folgender Fehler leider nicht aufgefallen. In den Schaubildern „Bewegungen“ und „Hauptbewegungen“ auf den Seiten 115, 134 und 160 steht unter Hauptbewegungen die Teilbewegung „Kantenbewegungen“. Richtigerweise muss es, wie im Fließtext ausführlich beschrieben, selbstverständlich „Kantbewegungen“ heißen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Autor: Andreas Pixner

Expertentipp für den ersten Skitag

Viele Verletzungen auf der Piste lassen sich durch Prävention vermeiden? 

Eine allgemeine gute konditionelle und koordinative Voraussetzung durch ganzjähriges Bewegung und Sporttreiben, konsequentes Aufwärmen vor der ersten Abfahrt und auch nach längeren Liftfahrten je nach Außentemperatur, taktisch kluge Einstellung bei den ersten Abfahrt (nicht gleich 100%, sondern vor- und umsichtiger Spur- und Tempowahl bei den ersten Abfahrten), zum Einstieg die blauen und roten Pisten bevorzugen, nicht gleich die anspruchsvollsten Pisten befahren, Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder nehmen, durch Selbstüberschätzung gefährdet man sich selbst und andere

Welche Trainingstipps und Übungen sind für Wintersportler empfehlen geben?

Stärkung der Alltagsmotorik, der Ausdauer und des Gleichgewichtsgefühls, die eigene Bewegung (z.B. Treppensteigen) den Mobilitätshilfen (z.B. Fahrstuhl) vorziehen, oder auch regelmäßig beim Zähneputzen auf einem Bein stehen das Gleichgewichtsgefühl trainieren. Grundsätzlich gilt: regelmäßiges Sport treiben 2 bis 3 mal pro Woche z.B. Langlaufen bringt dem Schneesportler in Form. Untrainiert vom Bürostuhl auf die Piste ist sicher nicht die beste Lösung. Wenn es allerdings nicht anders geht, muss man sich beim Skifahren oder Snowboarden auf seine eigene körperliche Leistungsfähigkeit einstellen und die Belastung entsprechend reduzieren und häufiger Pausen einlegen.

Wie muss man sein Equipment vor dem Start der Saison präparieren?

Ja, auf alle Fälle. Nicht nur präparieren, sondern auch kontrollieren. Die Kontrolle der Funktion und Einstellung der Sicherheitsbindung steht an erster Stelle, ein gut präparierter Ski oder Snowboard mit gut geschliffenen Kanten lässt sich leichter fahren und es bringt mehr Freude. Passform Helm/Schneebrille und auch Skischuhe sind zu überprüfen, Vorsicht bitte bei Helmen, denn der Helm bietet nur Schutz wenn seine Schale und sein Innenleben in Takt ist, durch Stürze auf den Kopf oder sonstige heftige Erschütterungen kann die Schutzfunktion des Helms erheblich beeinträchtigt werden. Und immer wieder der Hinweis, dass der Helm durch die Schneebrille am Kopf zusätzlich fixiert werden sollte. Das Tragen einer Sonnenbrille in Verbindung mit dem Helm bietet nicht den vollen Schutz.

Was muss man am ersten Skitag der Saison beachten?

Neue Situation, kalte Temperaturen, noch wenig Bewegungserfahrung auf dem Schnee, schnellere Ermüdung führt zu mangelnder Aufmerksamkeit und erhöht am Ende das Risiko. Dagegen hilft Aufwärmen durch lockere Gymnastik, weniger Risiko, reduziertes Tempo, häufigere Pausen, den Tag im Schnee einfach genießen. Von der Fahrtaktik her eher umsichtig fahren, sich an die unterschiedlichen Situationen (Schnee, Wetter, Sicht, Gelände, Frequentierung) auf den Pisten wieder gewöhnen, an erster Stelle steht, wieder eigene Sicherheit gewinnen. Professionelle Ski-/Skilanglauf und Snowboardschulen haben eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten zum Einstieg in den Schneewinter, vom Einsteiger- über den Wiedereinsteigerkurs bis zu ein- oder halbtätigen Kursen zum Technik- oder Taktik-Update.

Bei ersten Anzeichen von Müdigkeit eine Pause einlegen, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (kein Alkohol, zumindest nicht wenn es anschließend wieder auf die Piste geht, es verändert die Selbsteinschätzung und erhöht das Risiko für alle.)

Vorbereitungstipp von Pia Vogt

Tipps und Tricks, die helfen die perfekte Ausrüstung zu finden!

Ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Suche nach dem passenden Ski ist zum einen das persönliche Fahrkönnen und zum anderen die körperlichen Voraussetzungen, wie Körpergröße und Fitness. Um aber einen kleinen Anhaltspunkt zu haben empfehlen wir Erwachsenen Einsteigern einen Ski, der zehn Zentimeter kürzer ist als sie selbst. Für diejenigen, die sich bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden, reicht eine Längendifferenz von fünf Zentimetern aus. Um als ambitionierter Skifahrer voll auf seine Kosten zu kommen, empfiehlt sich einen All Mountain Ski der mindestens die eigene Körperlänge, tendenziell sogar bis zu fünf Zentimeter darüber hinaus, besitzt. Kinderski sollten ca. zehn Zentimeter kürzer sein als das Kind groß ist, dies betrifft die Zone zwischen Nasenspitze und Kinn.

Was die Skibreite betrifft, raten wir dem Durchschnittsfahrer eine Mittelbreite von 90 Millimetern. Reine Slalom- und Riesenslalomski sind erfahrungsgemäß nur was für sehr sportliche Skifahrer. Das noch viel bedeutsamere Material eines Skifahrers ist ein optimal sitzender, funktionaler Skischuh, da nur ein solcher eine ideale Kraftübertragung garantieren kann. Bestenfalls wird dieser Schuh im Sportfachhandel speziell auf deinen Fuß angepasst, um für einen angenehmen Tragekomfort und Halt zu sorgen. Eine Faustregel besagt, „dass für die Anpassung eines Schuhs die selbe Geldsumme eingeplant werden sollte, wie der neu gekaufte Skischuh kostet.“ Ein angepasster Schuh mag teurer sein, ist seine Investition aber definitiv wert!  – Pia Vogt

Vorbereitungstipp von Christiane Bauer

Wie geht man den ersten Skitag der Saison am besten an?

„Um am ersten Skitag der neuen Saison nicht in brenzlige Situationen zu geraten, ist eine gute Vorbereitung ein Muss. Hierzu zählt neben frisch präpariertem sowie perfekt eingestelltem Material auch die körperliche Fitness.

Hat man diese Vorbereitungsaufgaben erledigt, steht dem Spaß auf der Piste nichts mehr im Weg. Doch gleich mit Vollgas in die neue Skisaison starten ist nicht ratsam. Unsere Grundregel hierbei: Man sollte sich, sowohl in Bezug auf das Tempo als auch dem Schwierigkeitsgrad der Piste, selbst wohl und vor allem sicher fühlen. Da unser Körper die neue Belastung am ersten Tag noch nicht gewohnt ist, sollten ausreichend Erholungszeiten eingeplant und die Fahreinheit nicht allzu lang gestaltet werden. Ebenso empfehlenswert ist es, sich mit dem Pistenplan des jeweiligen Skigebietes vertraut zu machen, um die richtigen Routen für das persönliche Fahrkönnen gut auswählen zu können. Ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit hilft ebenfalls, mögliche Gefahrenstellen, wie Engstellen oder steile Abschnitte auf den Pisten, zu erkennen und diese unfallfrei zu passieren.“ – Christiane Bauer

Mit Power auf der Piste – Ernährungstipps für einen energiereichen Skitag

Wie in allen Sportarten spielt auch beim Skifahren die Ernährung eine entscheidende Rolle. Sie ist Grundlage für Ausdauer- und Krafteinheiten und beeinflusst die Konzentration sowie die Leistungsfähigkeit. Worauf beim Skifahren besonders geachtet werden sollte, was ein absolutes „No-Go“ ist und mit welchen einfachen Tricks das Energielevel aufrecht erhalten werden kann, erklärt Lisa Horst, Staatlich geprüfte Skilehrerin im Deutschen Skilehrerverband (DSLV) und Ausbilderin Ski Alpin.

• Ein vollwertiges Frühstück mit Müsli, Vollkornbrot und Eiweißprodukten ist die Grundlage für einen perfekten Skitag.
• Auf fettreiche Mahlzeiten am Mittag auf der Skihütte und Alkohol auf der Piste sollte verzichtet werden.
• Bei Ermüdungserscheinungen Pausen einlegen und im Zweifelsfall den Skitag beenden.
• Kleine Snacks zwischendurch füllen den Energiespeicher schnell wieder auf, besonders mit Kindern viele kurze (Trink-)Pausen einlegen.

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Neues Ausbildungszentrum

Eine neue Adresse schafft Raum für neuen Mut, neue Ideen, neue Möglichkeiten –
eine neue Adresse schafft Raum für eine neue Zeit.

Am 06. Oktober 2017 wird das Ausbildungszentrum des Deutschen Skilehrerverbands (DSLV), An der Kandahar 11 in 82491 Grainau, direkt neben der Talstation der Alpspitzbahn eröffnet. In traumhafter Lage an der berühmten Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen, wird zukünftig Theorie und Praxis des Schneesports vereint. „Mit großer Vorfreude haben wir auf die Fertigstellung gewartet, nach nur einem Jahr Bauzeit ist es jetzt so weit. Das Ausbildungszentrum ist ein Meilenstein für den Verband und gleichzeitig ein Signal für den Wintersport in Deutschland“, so Wolfgang Pohl, Präsident des DSLV. Neben den Ausbildungen des DSLV wird im neuen Gebäude auch die Geschäftsstelle des Verbands ihren neuen Sitz haben. Beim Bau wurde grundsätzlich auf in der Region ansässige Unternehmen gesetzt.

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