Deine Begeisterung für den Schneesport, Deine überdurchschnittlichen Fertigkeiten auf dem jeweiligen Sportgerät sowie insbesondere der unbedingte Wunsch und die grundlegende Eignung, Menschen diese Begeisterung zu vermitteln, sind die Basis für Deine Tätigkeit als professioneller Schneesportlehrer. Wenn Du als Schneesportlehrer haupt- oder nebenberuflich in einer gewerblichen Ski-/Snowboarrdschule möchtest arbeiten , bist Du beim Deutschen Skilehrerverband genau richtigt. Deine möglichen Wege vom Berufswunsch zum ausgebildeten Schneesportlehrer beschreibt Dir unser Ausbildungssystem.

 

 

Der Deutsche Skilehrerverband ist der erste Sportverband in Europa, der als Bildungseinrichtung nach DIN ISO 29990 zertifiziert wurde. Die DIN ISO 29990:2010 ist ein Qualitätsmanagement-System für die Aus-, Fort- und Weiterbildung, das den Lernprozess und seine Verbesserung in den Mittelpunkt stellt.

Der DSLV wünscht Dir viel Erfolg bei Deiner Ausbildung.


Wie ist die neue Ausbildung ab der Wintersaison 2019-20 strukturiert?

Mit Beginn des Winters 2019-20 ändert sich die Ausbildungsstruktur für professionellen Schneesportlehrer in den Disziplinen Ski Alpin, Snowboard, Skilanglauf und Telemark. Situationen erfolgreich und sicher meistern, steht bei der Ausbildung im Vordergrund. Künftige Schneesportlehrer sollten ihren Sport sowohl überdurchschnittlich gut beherrschen als auch die Bereitschaft mitbringen, andere Menschen betreuen, begeistern und motivieren zu können. Wir vermitteln Erlebnisse und dafür müssen wir die Initiative und auch die Verantwortung für unser Handeln als Schneesportlehrer übernehmen. Das DSLV-Ausbildungssystem basiert auf der Ausbildungs-, Prüfungs- und Gebührenordnung für Fachsportlehrer im freien Beruf in Bayern (BayAPOFspl). Die Grundprinzipien unserer Ausbildung sind:

EINFACHE UND VERSTÄNDLICHE STRUKTUR
Wir haben mit der neuen Struktur die für alle Disziplinen einheitliche und aufeinander aufbauende Systematik der vergangenen Jahre konsequent weiterentwickelt. In leicht verständlichen Schritten kann der Ausbildungsteilnehmer seinen Weg gehen, solange er möchte. Dabei geht nichts, was er erreicht hat, verloren, sondern baut kontinuierlich aufeinander auf, bis er am Ende sein persönliches Leistungsziel erreicht hat.

INTENSIVERE AUSBILDUNG FÜHRT ZU BESSEREN ERGEBNISSEN
Wir wollen unsere Ausbildungsteilnehmer auf allen Ebenen intensiv und bestmöglich ausbilden und betreuen, damit sie am Ende ihres Ausbildungsziels dieses auch erfolgreich abschließen können. Zu viel Eigentraining, wie es in den vergangenen Jahren gefordert wurde, hat auch immer das Risiko, dass am Ende die Prüfung doch nicht bestanden werden kann.

INNOVATIVE UND MARKTGERECHTE AUSRICHTUNG
Der wintertouristische Markt fordert von den modernen Ski- und Snowboardschulen, dass ihre Angebote alle möglichen Disziplinen umfassen. Neben der vertikalen Struktur, also die Ausbildung innerhalb einer Disziplin, gibt es im DSLV auch die horizontale Struktur, also die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen. Der Staatlich geprüfte Schneesportlehrer ist zusätzlich zu seinem Schwerpunkt Ski Alpin oder Snowboard in mindestens zwei weiteren Schneesportarten ausgebildet.

QUALITATIV UND EMOTIONAL HÖCHSTE ANSPRÜCHE
Die Qualität gehört zu den entscheidenden Faktoren im Wettbewerb. Für den DSLV, als zertifizierten Lerndienstleister, ist der qualitativ höchste Anspruch die Vorgabe. Hinzu kommt, dass zusätzlich zur Qualität das damit verbundene Erlebnis, sei es in der Ausbildung oder im Unterricht, einen ebenso hohen Stellenwert genießt. Wir vermitteln Erlebnisse, die ein Leben lang wirken.

NATIONALE UND INTERNATIONALE POSITIONIERUNG
Im europäischen Binnenmarkt und für die rasch zusammenwachsenden weltweiten Märkte benötigen wir ein Qualifikationssystem, das sich leicht mit den wichtigsten internationalen Skilehrerverbänden vergleichen lässt sowie einfache Bezeichnungen und verständliche Strukturen. Im nationalen Wettbewerb will der DSLV seine Position weiter festigen.

PROFI-SKI-/SNOWBOARDSCHULEN ÜBERNEHMEN AUSBILDUNGSVERANTWORTUNG
Unsere Mitgliedsschulen fördern ihre Lehrkräfte auf ihrem Ausbildungsweg. Nicht-qualifizierte Lehrkräfte ein zusetzen oder ausschließlich auf Hilfskräfte zu vertrauen, darf keine Option für uns Schneesport-Profis sein. Der DSLV setzt auf die Verantwortung und die Kompetenz seiner professionellen Schneesportschulen bei der Ausbildung. In allen Ausbildungsstufen des DSLV wird Unterrichtserfahrung gefordert und je besser diese in den Ski-/Snowboardschulen gefördert und weiterentwickelt wird, umso besser vorbereitet kommt der Teilnehmer dann auch zur Ausbildung und Prüfung beim DSLV.

Wie erfolgt der Einstieg in die Ausbildung?

Zum Einstieg in die Ausbildung empfehlen wir, Kontakt mit einer der zahlreichen professionellen Schneesport-Schulen in Deutschland, einer DSLV Profi-Schule aufzunehmen und Dich zu bewerben. Eine Auflistung aller Profi-Skischulen im DSLV, je nach gewünschter Region, gibt es unter dem Menüpunkt „Profi-Schule“. Durch das Heranführen an das Unterrichten, kompetente Begleitung durch den Skischulleiter und erste Praxiserfahrungen steigerst Du sukzessive deine Kompetenzen und wirst auf die Ausbildungen und Prüfungen im DSLV vorbereitet. Die Einstiegsqualifikation Level 1 kann durch die Teilnahme am Ausbildungslehrgang 1, dem Ausbildungslehrgang 2 und Prüfung erreicht werden.

Den Teilnehmern, die ein 50-stündiges Praktikum in einer Profi-Schule nachweisen können, wird auf Wunsch die Teilnahme am Ausbildunglehrgang 1 erlassen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit ohne Praktikum mit dem Ausbildungslehrgang 1 einzusteigen.

Wie gestaltet sich der weitere Ausbildungsweg?

Die Ausbildung im DSLV ist gestaffelt in aufeinander aufbauenden Levels von Level 1 über Level 2 und Level 3 bis zur staatl. Ausbildung (staatlich nur bei Ski Alpin und Snowboard) und kann prinzipiell als duale Ausbildung (Wechsel zwischen praktischer Tätigkeit in der Profi-Schule und Besuch der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge) angesehen werden.
Nach erfolgreichem Besuch jeden Levels erfolgt die Praxistätigkeit in einer Schneesportschule. Nach Ableisten der notwendigen Praktikumsstunden kannst Du mit dem Besuch der Ausbildung des jeweils nächsthöheren Levels beginnen.

Einen detaillierten Beschrieb der Ausbildungsinhalte und -dauer findest du hier: TUM_Ausbildung_Schneesportlehrer_160201