Rechtsgrundlage für Eurotest und Eurosicherheitstest geschaffen

EU verabschiedet gemeinsame Trainingstests für die gegenseitige Anerkennung der professionellen Skilehrer in Europa

Nach jahrelanger Arbeit und Vorbereitung hat die Europäische Kommission im Mai 2019 die gemeinsamen Trainingstests (Eurotest und Eurosicherheitstest) für die Berufsskilehrer angenommen, um die Anerkennung ihrer Qualifikationen zu erleichtern. Die Kommission hat somit zum ersten Mal die Gelegenheit der überarbeitete Richtlinie über Berufsqualifikationen (2015) genutzt und mit den Mitgliedstaaten und einschlägigen Interessengruppen zusammengearbeitet, um den Zugang professioneller Skilehrer zu Tätigkeiten in anderen Mitgliedstaaten zu erleichtern und gleichzeitig das hohe Niveau an Fähigkeiten und Kenntnissen über die erforderlichen Sicherheits- und Umweltfragen zu gewährleisten. Der Deutsche Skilehrerverband war in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München von Anfang an mit dabei und konnte in der EU seine Position vertreten und maßgeblich dazu beitragen, das gemeinsame Ziel der wichtigsten Berufsskilehrerverbände in Europa auch zu erreichen.

Die gemeinsamen Tests harmonisieren die nationalen Vorschriften nicht und sind daher für die Mitgliedstaaten freiwillig. Sie bieten Skilehrern, die die Prüfung zum Berufsskilehrer in einem Land bestanden haben, die Möglichkeit, ihren Beruf in einem anderen, betroffenen Mitgliedsstaat unter den gleichen Bedingungen auszuüben wie die Inhaber einer in diesem Mitgliedstaat erworbenen beruflichen Qualifikation. Die Tests bauen auf der zuvor verabschiedeten Absichtserklärung von elf EU-Mitgliedstaaten auf, das in einem Pilotprojekt einen gemeinsamen Eurotest und Eurosicherheitstest eingeführt hatte. Die im Memorandum vereinbarten Bestimmungen wurden als Grundlage für die neue Verordnung zur Einführung der gemeinsamen Trainingstests berücksichtigt, insbesondere in den technischen Teilen, in denen beschrieben wird, wie die Tests organisiert werden sollten.

Alle EU-Bürger und somit nicht nur diejenigen aus Mitgliedstaaten, die den Skilehrerberuf regulieren, die eine im Anhang der Verordnung aufgeführte Qualifikation besitzen oder sich in der Ausbildung befinden (jeder Mitgliedstaat hat eine geeignete Qualifikation und eine ausstellende Institution identifiziert), sind berechtigt, am Eurotest und am Eurosicherheitstest teilzunehmen. Nachdem ein Kandidat die Tests bestanden hat, sollte jeder Mitgliedstaat anerkennen, dass der erfolgreiche Abschluss ihm den Zugang zu den beruflichen Tätigkeiten als Skilehrer unter den gleichen Bedingungen ermöglicht wie den Inhabern von in diesem Mitgliedstaat erworbenen Berufsqualifikationen.

Der Deutsche Skilehrerverband freut sich sehr, dass die jahrelange Arbeit nun mit der Verabschiedung eines delegierten Rechtsaktes durch die EU zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte.