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skilehrerverband | dslv wiki | skilehrer level 3

Überblick

Ausbildungslehrgang Risikomanagement 1
Theoretische und praktische Grundlagen im Variantenskilauf, in der Kameradenhilfe und Beurteilung der Lawinengefahr. Ziel ist das sichere Unterrichten und Betreuen auf Pisten und in Pistennähe

Skilehrer Level 3, Ausbildungsteile 1 und 2 sowie Prüfungslehrgang
Die Ausbildung beinhaltet die motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie das theoretische Wissen. Der Schwerpunkt liegt auf dem souveränen Unterrichten gemäß der DSLV Schneesport Philosophie in allen Lernebenen. Der Könner unter den Schneesportlehrern meistert durch umfangreiche Erfahrung und Wissen geschickt die unterschiedlichen Situationen und trifft eigenständig die geeigneten Entscheidungen. Der Skilehrer Level 3 darf durch einen Staatlich geprüften Schneesportlehrer zur eigenständigen Erteilung von Skiunterricht auf Pisten und in Pistennähe eingesetzt werden. Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Qualifikation „Skilehrer Level 3“ verliehen. Mit der Aufnahme als Mitglied im DSLV erhält der Absolvent einen entsprechenden Ausweis.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der höchsten Qualifikationsstufe Skilehrer Level 3 im DSLV sowie durch das von der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der TUM genehmigte Lehrverhältnis mit einem Ausbildungsmentor sind die Voraussetzungen zum Einstieg in die Ausbildung zum Staatlich geprüften Skilehrer, gemäß Ausbildungs-, Prüfungs- und Gebührenordnung für Fachsportlehrer im freien Beruf in Bayern (BayAPOFspl) vom 01. September 2013 erbracht.

Voraussetzung und Ziele

Die Ausbildung und Prüfung zum Skilehrer Level 3 führt, aufbauend auf Level 1 und 2, zur höchsten verbandsinternen Skilehrerausbildung im Deutschen Skilehrerverband. Mit Bestehen der Prüfung zum Skilehrer Level 3 erhält man die international anerkannte ISIA-Marke. 

Zudem ist der Level 3 Skilehrer ein verpflichtender Bestandteil der Ausbildung zum staatlich geprüften Skilehrer. 

Die Ausbildung Level 3 besteht in der Summe aus 9 Tagen Ausbildung. Welche sich aus
Ausbildungsteil 1 (5 Tage) und Ausbildungsteil 2 (4 Tage) zusammensetzen.

Die Prüfung umfasst 2 Tage, in welchen die motorischen und methodischen Fertigkeiten und Fähigkeiten abgeprüft werden.

Lehrgangsziel
Ziel der Ausbildung zum Skilehrer Level 3 ist die Vermittlung von, auf dem Skilehrer Level 2 aufbauenden und vertiefenden Fertigkeiten und Fähigkeiten in Motorik und Methodik in Theorie und Praxis. 

Zulassungsvoraussetzungen

  1. Vollendung des 18. Lebensjahres
  2. Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe von 9 UE (Unterrichtseinheiten), welcher nicht älter als zwei Jahre darf
  3. Ärztliches Zeugnis (nicht älter als drei Monate), dass die körperliche und gesundheitliche Eignung für die gewählte Ausbildungsrichtung bescheinigt
  4. Vorlage eines amtlichen erweiterten Führungszeugnisses (nicht älter als 3 Monate)
  5. Nachweis der Qualifikation Skilehrer Level 2 (falls kein DSLV Mitglied)
  6. Nachweis des Praktikums (§3 APO Skilehrer Level 3)
  7. Ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  8. Bearbeitungsnachweis der Online Theorieprüfung

Lehrgangsinhalt und -plan Risikomanagement 1

Inhaltsbeschreibung Risikomanagement 1

Lehrgangsablauf RM 1
Im Rahmen der verschiedenen praktischen und theoretischen Ausbildungseinheiten zum Skilehrer Level 3 wird eine praktische und theoretische Ausbildung im Bereich Fertigkeiten im Risikomanagement durchgeführt, die in Form eines spezifischen Basislehrgangs mit vier Tagen Dauer angeboten wird.

Lehrgangsziel
Im Basislehrgang Risikomanagement 1 werden den Teilnehmern grundlegenden Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis in den Bereichen Risikomanagement im alpinen Skilauf, Kameradenhilfe und Beurteilung der Lawinengefahr vermittelt.

Zulassungsvoraussetzungen

  1. Vollendung des 18. Lebensjahres
  2. Nachweis der Qualifikation Skilehrer Level 2 (falls kein DSLV Mitglied)
  3. ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift

Inhalte

  1. Kameradenhilfe/Suche mit dem LVS-Gerät – Wirkungsweise, Gegenseitigkeitsprobe, Suchstrategien und Suchverfahren, Signalsuche, Grobsuche Feinsuche, Punktortung, Schaufelstrategien
  2. Führungstaktik beim Variantenfahren – Organisationsregeln und Organisationsformen beim Variantenfahren, Auf- und Abstieg ohne Ski, Abbremsen von Stürzen
  3. Beurteilung der Lawinengefahr, Orientierung und Tourenplanung – Kartenkunde, Bestimmung von Hangsteilheit und Exposition, praktisches Orientieren, Tourenplanung für das Variantenfahren, Gefahrenstellen erkennen und Checkpunkte festlegen, Routenfindung
  4. Beurteilung der Lawinengefahr, Risikomanagement – Risikomanagement beim Variantenfahren, Anwendung der empfohlenen Standards innerhalb des DSLV

Zu erwerbende Kompetenzen, Kenntnisse und Fähigkeiten

  1. Kenntnisse zum Risikomanagement beim Variantenfahren, Beherrschen der empfohlenen Standards beim Variantenfahren nach dem Faltblatt „Achtung Lawinen“
  2. Beherrschen der 3×3-Filtermethode
  3. Beherrschen des Kontrollinstruments (Snow Card) zur quantitativen Beurteilung der Lawinengefahr
  4. Beherrschen der Funktion und der Kontrolle der LVS-Geräte
  5. Beherrschen der Kameradenhilfe mit dem LVS-Gerät
  6. Kenntnisse geländeangepasster Organisationsformen beim Variantenfahren unter laufender Berücksichtigung der Faktoren Sicherheit u. Erlebniswert
  7. Kenntnisse über führungstechnische und -taktische Maßnahmen beim Befahren schwieriger Geländeabschnitte
  8. Kenntnisse über führungstechnische und -taktische Maßnahmen beim Auf- und Abstieg ohne Ski
  9. Kenntnisse der wichtigsten Maßnahmen zur Orientierung im Gelände (Karte einnorden, Bestimmung des eigenen Standorts im Gelände)
  10. Kenntnisse zum Messen von Hangsteilheiten, -expositionen und Geländeformen, vorbereitende Tourenplanung für das Variantenfahren unter Ausnutzung aller relevanten Informationsquellen
  11. Kenntnisse zu Gefahrenstellen erkennen und Checkpunkte im Gelände festlegen

Individuelle Voraussetzungen

  1. Sicheres und zügiges Fahren im Gelände
  2. Allgemein guter Fitnesszustand, um den Umfang und die Intensität der Inhalte zu realisieren.

Ausrüstung

  1. All-Mountain- bzw. Freeride-Ski werden empfohlen
  2. Kleiner Rucksack für Notfallausrüstung (LVS-Gerät*, Lawinensonde, Lawinenschaufel, 1.Hilfe Set)
  3. Digitales LVS-Gerät (3-Antennengerät)
  4. Helm – Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, bei sicherheitsrelevanten Ausbildungsinhalten einen Helm zu tragen.
  5. Zusätzlich empfehlen wir das Tragen eines Rückenprotektors.

Beim Termin in Garmisch-Partenkirchen, wird an einem der Ausbildungstage eine Skitour durchgeführt. Bitte beachten Sie dies bei der Zusammenstellung Ihrer Ausrüstung.
Zusätzlich zu der in der Ausschreibung aufgeführten Ausrüstung werden benötigt:
Tourenski, bzw. Splitboard, mit Fellen und Harscheisen.

Literatur

  1. Alpin-Lehrplan 4, Skibergsteigen – Freeriding, BLV-Verlag, 4. Auflage 2007
  2. DSLV Lehrplan „Freeriden einfach“, 1. Auflage 2011
  3. Faltblatt „Achtung Lawinen“ (erhält jeder LG-Teilnehmer vor Ort)

Lehrgangsinhalt für Ausbildung Teil 1

Inhaltsbeschreibung Teil 1 
Im ersten Ausbildungsteil zum Skilehrer Level 3 werden innerhalb der 5 Ausbildungstage die motorischen und methodischen Kompetenzen für das erforderliche Niveau angeeignet und trainiert. 
Im Bereich der methodischen Kompetenzen werden die Lernebenen rot und schwarz aufbereitet. Der Fokus liegt auf der Trennung zwischen Erarbeitungs- und Verbesserungsthemen. 
Im Bereich der motorischen Kompetenzen werden die skitechnischen Fertigkeiten und Fähigkeiten, hinführend auf das Level 3 Niveau ausgebildet und in den vorherrschenden Situationen angewendet. 

Motorik

Technik
Hinführend auf das Level 3 Niveau werden zunächst die Hauptbewegungen nochmals mit allgemeinen Aufgabenstellungen vertieft. Im Weiteren werden die Bewegungsvariablen in der vorherrschenden Situation angepasst, um damit auch das Bewegungsverständnis zu schärfen. Das individuelle Training der Skitechnik steht im Vordergrund. Diese soll speziell durch mögliche Prüfungsaufgaben verfeinert werden. 

Fahren nach vorgegebenen Linien (Riesentorlauf)
Einführung in die neue Prüfungssituation „Fahren nach vorgegebenen Linien“. Technik und Taktik für rennsportliches Fahren werden hinführend erarbeitet und individuell trainiert. Durch den vorgegebenen Kurs steht speziell die Anpassung der Hauptbewegungen mittels Bewegungsvariablen im Vordergrund. 

Freie Abfahrt 
Darstellung der Anforderungen entsprechend dem Level 3 Niveau mit Aufzeigen der Prüfungssituation. Das Augenmerk liegt auf der Technik und Taktik für eine sportlich-kontrollierte Fahrt in anspruchsvollem Gelände. 

Methodik 

Unterrichtsstruktur – Start – Weg – Ziel
Der Level 3 – Skilehrer soll einen strukturierten und variablen Unterricht in den Lernebenen rot und schwarz gestalten können. Beim Level 3 liegt nun der Fokus darauf, den Bezug zur vorherrschenden Situation (Wetter, Piste, Schnee, etc.) herzustellen und den Unterricht daran anzupassen. Ein weiterer Aspekt liegt auf dem “speziellen Verbessern” der Skischüler anhand der beobachteten Fehlerbilder. 

Erarbeiten und Verbessern
Zur Schulung wird im Lehrgang die Struktur (Start „Intro“ – Weg – Ziel) in den beiden Lernebenen rot und schwarz auf Level 3 – Niveau ausgebildet. Der Unterschied zwischen den beiden Unterrichtsarten “Erarbeiten und Verbessern” wird systematisch erarbeitet und mittels Kurzlehrversuchen (Teilnehmerinnen und Ausbilderin) geschult. 

Workshops 
In Kleingruppen werden Indoor- Workshops für unterschiedliche Kompetenzbereiche selbstständig in Heimarbeit vorbereitet und im Nachgang mit der Gruppe unter Leitung des Ausbilders besprochen. 

BBB Beobachten – Beurteilen – Beraten  
Beobachten – Beurteilen – Beraten in der Lernebene rot, mit Schwerpunkt des individuellen Beratens in Hinblick auf die Bewegungsvariablen. In Kleingruppen wird das Erkennen des Fehlerbildes und die damit verbundene Korrektur intensiv geschult. Der Fokus liegt hier auf der Zuordnung des Fehlerbildes zu einer Kurvenphase und einer Hauptbewegung. Dies bildet die Grundlage für intensives individuelles Training des Skischülers über mehrere Abfahrten, um bestmöglich am Fehlerbild des Skischülers zu arbeiten. Das Ergebnis ist kundenorientiertes und hochwertiges Unterrichten. 

Theorie 

Fachvorträge
Vortrag 1: Die motorischen Fähigkeiten mit Anpassung der Bewegungsvariablen 
Vortrag 2: Das Unterrichten – methodische Grundsätze des DSLV 

Lehrgangsinhalt für Ausbildung Teil 2

Inhaltsbeschreibung Ausbildung Teil 2 
Im Teil 2 der Ausbildung zum Level 3 werden innerhalb der 4 Tage die erlangten Fertigkeiten und Fähigkeiten im Bereich der Motorik und Methodik verfestigt und optimal auf die Prüfung vorbereitet. 
Von elementarer Bedeutung in der Motorik ist das Trainieren der skitechnischen sowie fahrtaktischen Fertigkeiten und Fähigkeiten in den Bereichen der Skitechnik, der Freien Abfahrt und dem Fahren nach vorgegebenen Linien. 
Im Bereich der Methodik werden die Themen der Lernebenen Rot und Schwarz nochmals aufbereitet und die Unterscheidung zwischen Erarbeitungs- und Verbesserungsthemen erarbeitet und vertieft. Neben selbständigem Arbeiten in Workshops werden in diesem Ausbildungsblock vermehrt Lehrproben mit individuellem Feedback durchgeführt, womit eine optimale Vorbereitung für die Prüfung gegeben ist. 

Motorik

Technik 
Der Lehrgang dient als Vorbereitungslehrgang für die anstehende Level 3 – Prüfung. Es erfolgt ein Training der möglichen Prüfungsaufgaben mit Videoanalyse und individuellem Feedback. 

Fahren nach vorgegebenen Linien (Riesentorlauf) 
Vorbereitung auf die Skilehrerprüfung im Fach „Fahren nach vorgegebenen Linien“ auf Level 3 – Niveau.  
Es werden Referenzzeiten nach Level 3 Prüfungsniveau vorgegeben und Zeitläufe absolviert. Neben Videoanalysen (Einschätzung des persönlichen Fahrkönnens) werden individuelle Feedbacks im Hinblick auf Fahrtechnik und Fahrtaktik durch die Ausbilder gegeben. 

Freie Abfahrt 
Vorbereitung auf die Skilehrerprüfung im Bereich „Freie Abfahrt“ auf Level 3 – Niveau. 
Durch Videoanalysen wird die Einschätzung des persönlichen Fahrkönnens aufgezeigt und durch individuelle Feedbacks speziell die Anforderungen auf Level 3 – Niveau trainiert. Großes Augenmerk wird auf die situativ angepasste Technik, die Fahrtaktik und dem sportlich kontrollierten Tempo mit Sicherheitsreserven gelegt.

Methodik 

Strukturiertes und qualitatives Unterrichten 
Der Skilehrer Level 3 soll einen strukturierten und variablen Unterricht in den Lernebenen Rot und Schwarz in unterschiedlichen Situationen gestalten und durchführen können. 

Lehrprobentraining 
Vorbereitung auf die Prüfung Level 3 im Bereich der „unvorbereitete Lehrproben“ durch Training von ausgewählten Themen in der Lernebene Rot und Schwarz mit individuellem Feedback durch den Ausbilder. 

Theorie 

Fachvortrag
Vortrag 3: Bewegungsanalysatoren 

Wahlstationen

Methodik – Motorik 
Es wird eine Wahlstation zwischen Methodik und Motorik angeboten. 
Methodik – Lehrprobentraining 
Motorik – Skitechnik 

Allgemeine Informationen zur Prüfung

Inhalt Prüfungseröffnung

  1. Ablaufplan Prüfung mit Gruppeneinteilung Lehreignung 
  2. Ausgabe Liftkarten und Startnummern 
  3. Prüfungskriterien

Die Teilnahme an der Prüfungseröffnung ist generell verpflichtend.
Achtung: Bei Nichterscheinen am Eröffnungsabend erfolgt ausnahmslos keine Zulassung zu den weiteren Teilen der Prüfung. 

Der genaue Treffpunkt wird vor Lehrgangsbeginn durch das Ausbildungszentrum des DSLV per Mail bekannt gegeben. 

Prüfungsergebnis:

Die Prüfung ist bestanden, wenn 

  1.  die Prüfungsbereiche methodisch-didaktische Fertigkeiten, motorische Fertigkeiten mit jeweils mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurden. 
  2.  in der Technik der Durchschnitt der Noten aus den beiden Prüfungsaufgaben mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde. 
  3.  die Prüfungsaufgabe Freie Abfahrt mit mindestens mit der Note „ausreichend“ absolviert wurde 
  4.  die Prüfungsaufgabe Fahren nach vorgegebenen Linien mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde. 

  Die Note „ausreichend“ ist ab einem Notenschnitt von einschließlich 4,50 erreicht. 

Prüfungsinhalt

Inhaltsbeschreibung Prüfung  
Die Prüfung Skilehrer Level 3 führt zur höchsten verbandsinternen Qualifikation im Deutschen Skilehrerverband, die auch zum Erhalt der ISIA-Marke berechtigt. 
Sie ist obligatorischer Bestandteil der Ausbildung zum Staatlich geprüften Skilehrer. Es handelt sich um einen reinen Prüfungslehrgang ohne Ausbildungsinhalte. Es werden zur Überprüfung der methodischen und motorischen Kompetenz folgende Fächer abgeprüft 

Motorik Prüfung  
Die Wahl von Prüfungsgelände, -aufgabenstellung und –zeitraum erfolgt unmittelbar vor der Prüfung durch den Lehrgangsleiter in Abhängigkeit von der Situation (Schnee, Wetter etc.). 
Jede Prüfungsfahrt wird vor der Prüfung von einem DSLV Ausbilder demonstriert.

Technik
In der Skitechnikprüfung werden in zwei Prüfungsfahrten unterschiedliche Fertigkeiten im Bereich der motorischen Kompetenz abgeprüft. Alle Prüflinge können vor der Prüfung eine Trainingsfahrt im oder direkt neben dem Prüfungsgelände durchführen. 

Freie Abfahrt
Die Prüfung kann in Teilen oder vollständig im Gelände und / oder auf präparierter Piste, je nach Wetter- und Schneesituation, stattfinden. Prüflinge können vor der Prüfung eine Trainingsfahrt im oder direkt neben dem Prüfungsgelände durchführen. Die Prüfungsaufgabe Freie Abfahrt ist gegebenenfalls mit Zusatzaufgaben und auf verschiedenen Teilstrecken möglich. 

Bewertungskriterien Ski-Technik und Freie Abfahrt 

  1. Situation bzw. Rahmenbedingungen (Piste/Streckenabschnitt, Korridorbreiten, Tempo, Bewegungsdominanz): entsprechend Vorgabe 
  2. Bewegungen:
    a. Merkmale für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf
    b. Merkmale für optimales Kurvenfahren für den Kurvenwechsel
    c. Merkmale für optimales Kurvenfahren für die Kurvensteuerung 
     

a + b + c = Timing, Umfang und Richtung aller Bewegungen in Abhängigkeit zum Kurvenverlauf 

Ziel: Kontrolle von Tempo und Richtung bei optimaler Kurvenqualität 

Fahren nach vorgegebenen Linien (Riesentorlauf)
Die Prüfung erfolgt in Form eines Riesentorlaufs. Die Bewertung im Fach – Fahren nach vorgegebenen Linien- ist grundsätzlich nach Zeit aber auch nach Technik (witterungsabhängig) möglich. 
Falls nach dem Faktor Zeit bewertet wird, ist ein Zeitaufschlag von 10-12% bei den Damen und ein Zeitaufschlag von 8-10% bei den Herren, auf die Basiszeit zum Bestehen erforderlich. Die Basiszeit wird von mindestem 1, höchstens 4 Referenzfahrern (Ausbilder DSLV) ermittelt und dabei werden von jedem Referenzfahrer die Vor- und Nachlaufzeiten verrechnet. Der jeweilige Prozentsatz wird im Anschluss an den Riesentorlauf berechnet. 
Grundsätzlich werden von allen Teilnehmern beide Durchgänge gefahren. 

Methodik Prüfung
Es wird eine vorbereitete Lehrprobe der prüfungsrelevanten Lehrprobenthemen in min. 15 Minuten abgeprüft.  
Hierbei handelt es sich um einen simulierten Gruppenunterricht für Skischüler. Das Alter und die konditionellen / koordinativen Voraussetzungen der Schülergruppe entsprechen der Realsituation. Die Themenstellung erfolgt aus den Lernebenen rot oder schwarz. 
Grundsätzlich wird die Prüfungsleistung von einem Prüfer in ganzen Noten von 1 bis 6 bewertet. Der Prüfungsteil Lehreignung ist bestanden, wenn mindestens die Note 4 erreicht wurde.

Allgemeine Hinweise für die Teilnehmer: 

Die vorbereiteten Kurzlehrproben (ca. 15 Minuten) dienen zur Überprüfung der Fachkompetenz im Bereich der methodischen Fertigkeiten. 

Mit Bekanntgabe des Themas am Eröffnungsabend hat der Prüfling die Möglichkeit das Thema umfangreich und detailliert vorzubereiten – es ist gewünscht, folgende Unterlagen als Hilfsmittel zu verwenden: 

  • Lehrplan und How2ski App
  • Persönliche Aufzeichnungen zum gezogenen Thema
  • Stift und Ausarbeitungsbogen zur Strukturierung des Themas



Mit Prüfungsbeginn gibt der Ausbilder Start und Endpunkt der Prüfungsstrecke bekannt, eine zusätzliche Liftfahrt ist dabei nicht möglich.


Während des 15-minütigen Lehrversuchs sind keine der obigen Hilfsmittel sowie Smartphones und dergleichen zugelassen – ein Verstoß gilt als Unterschleif und folglich wird der Lehrversuch als nicht bestanden gewertet.

Durch den limitierten Zeitrahmen und die vorgegebene Gruppe spiegeln die Lehrversuche keine vollständig reale Unterrichtssituation wider. Um angesichts dieser fiktiven Situation wichtige Standards überprüfen zu können, müssen grundsätzlich folgende Punkte erfüllt sein: 

  • Benennen Sie alle Themenschwerpunkte und bearbeiten Sie davon mindestens einen ausführlich und fundiert 
  • Arbeiten Sie mit variablen Aufgabenstellungen und abwechslungsreicher Organisation 
  • Achten Sie auf die Einbeziehung der vorherrschenden Situation (Schneesituation; Pistenzustand; Geländesituation; etc.) 
  • Stellen Sie passende Aufgaben und begründen Sie das Ziel der jeweiligen Aufgabe bzw. das Ziel des jeweiligen Aufgabenblocks 
  • Achten Sie auf ein entsprechendes Verhältnis von Praxis- und Fahranteil vs. Vermittlungsanteil  

(Erarbeitenthemen = 50:50; Verbesserungsthemen = ca. 70:30) 

  • Gestalten Sie den Unterricht basierend auf einer methodisch nachvollziehbaren und sinnvollen Struktur 

Online Theorieprüfung
Der Bearbeitungsnachweis muss bei Prüfungseröffnung dem Lehrgangleiter vorgelegt werden.

  1. Unfallkunde / Erste Hilfe 
  2. Methodik / Didaktik 
  3. Motorik / Bewegungslehre
  4. Ausrüstungs- und Materialkunde
  5. Organisations- und Rechtsfragen 

Ausbildungs- und Prüfungsordnung

Hinweise für die Methodik Prüfung und Lehrprobenthemen


Lehrprobenthemen

Lehrprobenthemen – Level 3 Skilehrer
Formular – Lehrprobenvordruck/Kursplanung

Als lehrgangsbegleitendes Skript dient ausschließlich der neue DSLV Skilehrerplan “SKIFAHREN und unterrichten”.

Zusätzliche Unterstützung wird in Form der How2ski App bereitgestellt. (nicht verpflichtend)

Gestalte mit How2ski deinen Skiunterricht noch attraktiver und effektiver. Die besten Übungsaufgaben hast du auf deinem Smartphone immer dabei – online und auch offline. Deine Unterrichtsvorbereitung kannst du auch auf deinem Tablet oder Laptop durchführen. Durch simple Filter gelangst du schnell zu den passenden Aufgaben mit ausführlichen Erklärungen, Bildern, Variationsmöglichkeiten und wichtigen Praxistipps. Vorgefertigte Aufgabensammlungen und eine eigene Favoritenliste machen How2ski zu deinem persönlichen Drehbuch für den Skiunterricht.