Schneesportunterricht in Zeiten der Covid-19-Pandemie

Der DSLV bemüht sich gemeinsam mit den gewerblichen Schneesportschulen und allen wintertouristischen Dienstleistern dafür zu sorgen , dass Schneesport-Aktivitäten in Zeiten der Covid-19-Pandemie möglich sind. Um dies gewährleisten zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen und Regeln definiert werden, deren Umsetzung und Einhaltung kontrolliert werden müssen. Das primäre Ziel muss für alle Profi-Schulen und den DSLV sein, dass wir gemeinsam alles daransetzen, Infektionen im Rahmen von Schneesportkursen durch Umsicht, Vorsicht und klare Vorgaben zu verhindern. Schneesportschulen sollten mit ihren Lehrkräften als Vorbilder für alle Skifahrer, Snowboarder und Langläufer auftreten und mit gutem Beispiel vorangehen. Es geht nicht um die Interessen einzelner, sondern um unseren Sport und unsere Zukunft mit dem Schneesport.

Hygiene- und Schutzkonzept für Schneesportschulen im DSLV (Stand: 09.11.2020, Version 1.2.)
Corona Bestätigung Kursteilnehmer Profi-Schule (Stand: 09.11.2020, Version 1.2.)
Plakat zur Verwendung für die Profi-Schule im DSLV
Offener Brief der Wintersportverbände an die politischen Entscheidungsträger in Deutschland vom 26.11.2020
Wintersport-Verhaltensregeln 2020-21
Faktensammlung aus dem DSLV Bezirk München (Stand: 17.09.2020)
Offener Brief des Deutschen Skilehrerverbandes an die politischen Entscheider zur Situation der gewerblichen Schneesportschulen in Deutschland vom 12.01.2021

Update 10.03.2021:

Der Lockdown in Deutschland nochmals verlängert und eine Öffnung der Skigebiete ist weiterhin fraglich. Damit ist für die meisten Profi-Ski- und Snowboardschulen der Winter 2020-21 jetzt endgültig gelaufen. Seit 05.03.2021 ist nun die 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zur Eindämmung der Corona Pandemie in Bayern definiert und wie bereits in den letzten Monaten, gibt es auch weiterhin unterschiedliche Entscheidungen in den einzelnen Bundesländern. Wir empfehlen dir als Schulleiter die regionalen Verordnungen zu prüfen und mögliche regionale Lockerungen anzufragen. Im Anhang liegt die aktuell gültige Verordnung für Bayern bei. Aus Sicht des DSLV dürfen gemäß § 11 Ziff.1 der 12.BayIfSMV gewerbliche Freizeitaktivitäten weder unter freiem Himmel noch in geschlossenen Räumen angeboten werden. Gezielte Angebote der Schneesportschulen, die auf Grundlage der Lockerungen für den Bereich des Sports (§ 12) möglich erscheinen, wie z.B. Einzelunterricht Skilanglauf oder Skitour auf Pisten, Kinderskiunterricht im eigenen Gelände sowie weitere regionale Lockerungen sind mit dem zuständigen Landratsamt bzw. Gesundheitsamt abzustimmen.

Für die Beantragung der Überbrückungshilfen III gelten weiterhin die Ausführungen unserer Mail vom 11.02.2021. Heute hat uns ein Antwortschreiben von Hubert Aiwanger, Bay. Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie erreicht. Wir zitieren hier folgende Abschnitte, die sich auf die Überbrückungshilfe III beziehen:
„Eine Fördermöglichkeit besteht über die Überbrückungshilfe III (Laufzeit November 2020 bis Juni 2021). Hier kommt es auf die oben skizzierte Betroffenheit von 80 Prozent nicht an. Das Bundesprogramm unterstützt branchenübergreifend Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie besonders betroffen sind, durch anteilige Deckung der betrieblichen Fixkosten. Gegenüber der Überbrückungshilfe II enthält die Überbrückungshilfe III wesentliche Ausweitungen und Verbesserungen. Dazu gehören die Anhebung der Förderhöchstsätze auf max. 1,5 Mio. Euro pro Monat, höhere Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Monat und die Ausweitung des Katalogs der erstattungsfähigen Fixkosten u. a. auf Abschreibungen von Wirtschaftsgütern bis zu einer Höhe von 50 Prozent (hier wäre u. U. auch die Ski- oder Snowboardausrüstung anzusetzen), auf Investitionen in Digitalisierung (einmalig bis zu 20.000 Euro), auf bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- bzw. Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten (bis zu 20.000 Euro pro Monat) sowie auf Marketing­ und Werbekosten (max. in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019).
Die Höhe der Überbrückungshilfe richtet sich nach dem Vergleichsumsatz in den jeweiligen Monaten des Jahres 2019. Erforderlich ist ein Umsatzeinbruch im Fördermonat von mindestens 30 Prozent. Bei der Ermittlung des Umsatzrückgangs besteht für Klein- und Kleinstunternehmen bis zu 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz beziehungsweise einer Jahresbilanz bis max. 10 Mio. Euro ein Wahlrecht: Diese können als Vergleichsgröße im Verhältnis zum jeweiligen Fördermonat wahlweise den jeweiligen Monat im Jahr 2019 oder den monatlichen Durchschnitt des Jahresumsatzes 2019 heranziehen. Dies bietet u. U. Ski- und Snowboardschulen eine gewisse Flexibilität. Für die Monate ab Januar 2020 kann in jedem Fall auf die schnee-­ und umsatzstärkeren Monate der Saison 2018/19 abgestellt werden.“

Der DSLV hat seine Aus- und Fortbildungsmaßnahmen bis Ende März 2021 abgesagt. Trotzdem hoffen wir auf die Öffnung des Ski-/Snowboardbetriebs auf der Zugspitze im April und Mai. Dies wurde uns von der Bay. Zugspitzbahn in Aussicht gestellt. Für April und Mai wird derzeit ein Terminplan für die Ausbildung und Prüfung zum Level 1, Level 2, Level 3 und den Nachholtermin der staatlichen Prüfung 2020 erstellt. Dieser Terminplan wird Morgen an alle DSLV Mitglieder per Mail versandt. Die Onlineanmeldung ist ab 12.03.2021 über die DSLV Homepage möglich.

In Italien ist die Situation nicht besser als bei uns in Deutschland. Dort hat die Regierung die Schließung der Skigebiete bis 27.03.2021 verlängert. Der DSLV hat in Absprache mit unserem Premium Partner Trentino Marketing entschieden, dass das Forum Profi-Schule Ende März in Moena nicht stattfinden kann. Damit verlängert sich die Fortbildungspflicht für Profi-Schulen im DSLV um ein weiteres Jahr. Das gleiche gilt für den Nachweis einer Mentorenausbildung, die in Absprache mit der TU in München ebenfalls um ein weiteres Jahr verlängert wird. Für den Herbst 2021 planen wir ein „kleines Forum“ als Training für Ski-/Snowboardschulleiter und Ausbildungsmentoren, um auf die nächste Saison gut vorbereitet zu sein. Dort wollen wir uns fahrerisch auf die neue Saison einstellen und skitechnisches Update vermitteln. Geplant ist ein Wochenende im Oktober/November 2021. Das übliche Forum Profi-Schule im gewohnten Umfang werden wir Ende März 2022 durchführen. Sowohl Ort als auch das konkrete Datum stehen noch nicht fest.

Update 11.02.2021:

Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet. Der Lockdown in Deutschland wird vorerst bis 07.03.2021 verlängert. Das bedeutet für die gewerblichen Schneesportschulen, dass sich am Status Quo erst einmal nichts ändert und die Skigebiete nicht öffnen dürfen. Damit ist für die meisten Profi-Ski- und Snowboardschulen der Winter 2020-21 wohl endgültig gelaufen. Der DSLV hofft weiterhin darauf, dass zumindest die höher gelegenen Skigebiete ab Mitte/Ende März ihren Skibetrieb eröffnen dürfen, damit wir noch ein paar Ski- bzw. Snowboardtage in diesem Winter erleben oder den einen oder anderen Aus- und Fortbildungslehrgang für unsere Mitglieder durchführen können. Dabei liegen uns die zur staatlichen Prüfung im März 2020 angemeldeten Teilnehmer, die ihre Prüfung während des ersten Lockdowns nicht absolvieren konnten, ganz besonders am Herzen. Wir versuchen wirklich alles, um diese Prüfung noch in diesem Winter nachholen zu können.

Auf unseren offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger in Deutschland haben wir sehr viel Resonanz aus der Bundesregierung, den Bundesländern, den Landkreisen, der Kommunen, den Parteien, den Tourismusorganisationen, von anderen Verbänden und aus den Medien erhalten. Alle zeigten Verständnis für die bedrohlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Wintersport, auf die teils existenzbedrohende Situation der gewerblichen Ski- und Snowboardschulen und boten ihre Unterstützung an. Auf der anderen Seite verwiesen sie aber auch auf die Verantwortung der Politik und den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger hin, die in einer solchen Pandemie von den Verantwortlichen stets in besonderem Maße zu berücksichtigen ist.  Trotz aller Bemühungen konnte der DSLV zwar auf die Situation hinweisen, für Verständnis werben, aber die Öffnung der Skigebiete und damit die Arbeitsmöglichkeit der Schneesportschulen konnten wir bisher nicht erreichen. Was uns wieder nur bleibt, ist, unseren Ski- und Snowboardschulunternehmern auf die finanziellen Hilfen hinzuweisen und Informationen über die Unterstützung der Bundesregierung bei der Bewältigung der Krise weiterzugeben. Wenigstens hier gibt es die ein oder andere positiven Signale, wenn gleich auch nicht alle Schneesportschulen davon profitieren werden.

Seit Beginn der Corona-Krise hat die Bundesregierung insgesamt über 75 Milliarden Euro an Hilfen für die Wirtschaft bewilligt und ausgezahlt. Hinzu kommt das Kurzarbeitergeld im Umfang von rund 20 Milliarden Euro sowie das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Zu den Corona-Hilfen für die Wirtschaft zählt ein breites Portfolio hilfreicher Instrumente wie KfW-Kredite, Bürgschaften, Garantien, Soforthilfen Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und Abschlagszahlungen bei der Dezemberhilfe. Die Frist zur Beantragung wurde bis zum 30.04.2021 verlängert.

Das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) hat gestern die Beantragung der Überbrückungshilfe III, die ab Januar 2021 gilt, freigeschaltet. Hier werden nach Antragstellung durch einen Steuerberater erste Abschlagszahlungen noch im Februar erfolgen. Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Das heißt: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit. Mit der Anerkennung von Wertverlusten für unverkäufliche oder saisonale Ware als erstattungsfähige Fixkosten wird insbesondere der Einzelhandel unterstützt. Zudem können Unternehmen Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten ebenso wie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung als Kostenposition geltend machen, z.B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops. Einzelheiten zu den Leistungen im Rahmen der Überbrückungshilfe III findest Du in der Anlage.

Das BMWi informiert fortlaufend zu den Hilfen auf seiner Website (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html). Gemeinsam u.a. mit dem DSLV setzt sich die IHK München-Oberbayern dafür ein, dass bei den Überbrückungshilfen und der November- und Dezemberhilfe Regelungen getroffen werden, die gewerblichen Schneesportschulen einen Ausgleich der Kosten ermöglichen, so dass ein Fortbestehen realistisch ist. Informationen dazu findest Du hier: https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/%C3%9Cberbr%C3%BCckungshilfe/

Wir erhalten zudem Rückmeldungen, dass ein Teil der Schneesportschulen auf der Kostenseite, konkret bei der Verhandlung der Miethöhe, vor Problemen stehen. In den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom 13. Dezember 2020, Punkt 15, heißt es: *Für Gewerbemiet- und Pachtverhältnisse, die von staatlichen Covid-19 Maßnahmen betroffen sind, wird gesetzlich vermutet, dass erhebliche (Nutzungs-) Beschränkungen in Folge der Covid-19-Pandemie eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen können. Hierzu gibt es zwar noch keine konkreten Rechtsgrundlagen, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Gewerbemieter bzw. Pächter in Verhandlung mit dem Eigentümern gehen können. Ein entsprechendes Infoblatt der DIHK findest Du in der Anlage.

Auf unserer Informationsplattform „Corona aktuell“ auf skilehrerverband.de informieren wir alle Interessierten auch weiterhin stets aktuell über alle wichtigen Entscheidungen und Maßnahmen im DSLV.

Über die Möglichkeit der Durchführung des „Forum Profi-Skischule“ in Moena (Trentino) Ende März oder in einem anderen Skigebiet zu einem späteren Zeitpunkt informieren wir Dich Anfang März.

Update 12.01.2021:

Liebe Profi-Schulen im DSLV, in den letzten Wochen und Monaten haben wir zusammen noch gehofft, in den Weihnachtsferien mit dem Kursprogramm in den Ski- und Snowboardschulen starten zu können. Leider hat uns der Coronavirus wieder enttäuscht und es fällt uns allen vermutlich immer schwerer die Zuversicht und den Optimismus aufrecht zu behalten. Die gesamte Situation vor Ort bei Euch in den gewerblichen Schneesportschulen ist nicht leicht, unabhängig davon ob ihr als stationäre oder als Reise-Skischule arbeitet. In vielen Einzelgesprächen mit den Skischulleiterinnen und Skischulleitern werden wir mit den unterschiedlichsten Fragestellungen konfrontiert, unterstützen als euer Dachverband wo wir können, so gut wir können und informieren Euch über alle relevanten Entwicklungen. In diesem Kontext setzen wir uns immer und überall für den Schneesportunterricht in den Ski- und Snowboardschulen und für die Aus- und Fortbildung beim DSLV gleichermaßen ein. Seid versichert, wir kämpfen weiter an allen Fronten, nicht nur gegen den Virus, sondern auch für unsere Mitglieder und Profi-Schulen. Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen, hoffen auf einen dauerhaften Rückgang bei den Infektionen und glauben weiter an einen Start des Winters in den Profi-Schulen und beim DSLV Anfang Februar 2021.

Der DSLV wendet sich heute auf Initiative von Norbert Haslach (Vorstand Schneesportschulen) und dem gesamten Vorstand mit einem „Offenen Brief“ an die Politik und die Medien, um auf die Situation der gewerblichen Ski- und Snowboardschulen in Deutschland hinzuweisen und die Unterstützung der Politik einzufordern. Dieser Brief, den ihr im Anhang inkl. dem Anschreiben findet, wurde heute an 315 politische Entscheidungsträger in der Bundesregierung, in Parteien im deutschen Bundestag, im Tourismus- und Sportausschuss, in zuständigen Ministerien in den Landesregierungen von Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen sowie an die Landräte in den relevanten Regionen mit Wintertourismus und an alle überregionalen Tourismusorganisationen in Deutschland gesandt. Ferner erhalten über 500 Medienvertreter und Journalisten ebenfalls heute diesen offenen Brief mit der Bitte, darüber in der Öffentlichkeit zu berichten.

Eine abschließende Bitte geht direkt an Euch: Bitte nutzt diesen „Offenen Brief“ in den nächsten Tagen und verteilt ihn in euren regionalen Netzwerken (z.B. Gemeinde, Bergbahn, Tourismus, Partner etc.), leitet ihn an euch wichtige Kontakte weiter und kommuniziert darüber auf allen Kanälen, die euch zur Verfügung stehen.

Update vom 13.12.2020:

Liebe Leiterinnen und Leiter der DSLV Profi-Schulen, uns erreichen in den vergangenen Tagen, nachdem die Schließung der Skigebiete in Deutschland und die neuen Ein-/Ausreisebedingungen beschlossen wurde, viele Fragen. Nun wurde heute ein umfangreicher Lockdown beschlossen, der uns einerseits Kraft kostet, andererseits aber wohl die einzige Chance bietet, um im neuen Jahr über Lockerungen sprechen zu können. Wann und in welchem Umfang es zu Lockerungen kommt, kann von niemanden beantwortet werden, da niemand die Entwicklung der Infektionszahlen sicher voraussagen kann. Keine Behörde und keine Regierung wird sich zu Gunsten einer Branche jetzt schon festlegen, egal wie sich das Infektionsgeschehen entwickeln und schon gar nicht im Bereich des Freizeitsports.

Wir verstehen selbstverständlich alle Fragen, spüren die Unsicherheit, das Verlangen nach Klarheit und unternehmen als Verband deshalb alles, was in unseren Möglichkeiten steht, um auf die für unsere Interessen notwendigen Entscheidungen positiven Einfluss zu nehmen. Allerdings befinden wir uns in einer sehr angespannten Lage, was die zweite Welle der Pandemie betrifft, Die Entscheidungen treffen schließlich dann die Bundesregierung sowie die jeweiligen Landesregierungen.

Im vergangenen Mail haben wir euch die Links zu den aktuellen Infektionsschutzverordnungen und zu den Einreise-Quarantäneverordnungen in den einzelnen Bundesländern gesandt. Seit dem 08.12.2020 gibt es die 10. Infektionsschutzverordnung in Bayern. In den anderen Bundesländern gibt es entsprechende Verordnungen. Nach aktueller Sachlage bewertet der DSLV die Situation auf Grundlage der bestehenden Verordnungen sowie der eindeutigen und klaren Aussagen seitens aller Länderregierungen und der Bundesregierung wie folgt:

  • Die Einschränkungen sind aktuell bis 10.01.2021 beschlossen und bleiben vermutlich solange bestehen, bis die 7-Tages-Inzidenz unter 50 pro 100.000 Einwohner gesunken ist
  • Lockerungen gibt es voraussichtlich nur bei Rückgang der Infektionszahlen
  • Die Ausübung von Individualsportarten ist ausschließlich allein, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie mit den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird, gestattet; die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht (10. BayIfSMV). Loipen werden, wenn möglich, gespurt, auch Skitouren sind unter Beachtung der geltenden Regeln möglich.
  • Für die gewerblichen Schneesportschulen gilt, dass gewerbliche Freizeitaktivitäten weder unter freiem Himmel noch in geschlossenen Räumen angeboten werden dürfen (10. BayIfSMV). Das bedeutet, dass Privatkurse oder Familienkurse seitens der gewerblichen Schneesportschulen nicht durchgeführt werden dürfen.
  • Touristische Busreisen sind untersagt (10. BayIfSMV)
  • Die Verantwortlichen im DSLV sind im ständigen Austausch mit den Vertretern der Bergbahnen, mit den anderen Wintersportverbänden und mit zahlreichen Behörden/Ministerien. Dabei bemühen sich alle Beteiligten ihre direkten und besten Kontakte und Drähte zu nutzen. Wir sind überzeugt, dass wir seitens des DSLV keine Chancen verpassen werden. Im Moment gibt’s aber leider keine.

Wir alle wissen nicht, wie es in diesem Winter und insbesondere nach den Weihnachtsferien weitergeht. Wir spüren unverändert immer noch eine große Zuversicht, dass im Winter 2020-21 Schneesportkurse sowie Aus- und Fortbildungen des DSLV stattfinden werden. Allerdings gehört zu einer umfassenden Bewertung der Situation auch folgende Aspekte, die wir berücksichtigen sollten:

  • Bei aktueller Betrachtung der Zahlen und Äußerungen der politischen Entscheidungsträger wird sich nach den Weihnachtsferien auch die Frage stellen, ob der Lockdown oder eventuell verlängert wird.
  • Falls es ab dem 11. Januar zu Lockerungen kommt, wird dies wieder mit einem Wettlauf einhergehen, für welche Branche als erstes Lockerungen möglich sind. Bei geschlossenen Grenzen werden die bayerischen Wintersportgebiete einen großen Andrang von Wintersportgästen zu bewältigen haben. Bisher war die Tendenz bei allen Entscheidungen seit April 2020 folgende: Orte und Einrichtungen mit hoher Besucherzahl werden gar nicht oder später geöffnet
  • Als erstes werden sich vermutlich die Liftgesellschaften überlegen müssen, ihre Öffnung einzuklagen. Als nächstes sind – für Reise-Ski-/Snowboardschulen wichtig – die Busunternehmen gefordert, die aber mit einer entsprechenden Klage gegen die Beschränkung der Fahrplätze bereits im Frühjahr gescheitert sind.
  • Erst anschließend könnten sich die Schneesportschulen überlegen, ob sie ihre Öffnung durchsetzen wollen oder nicht. In dieser Frage wird es unterschiedliche Standpunkte geben, die alle berechtigt und vertretbar sind.

Die derzeit einzige „politische“ Möglichkeit ist: Die Lenkungs- und Steuerungsfunktionen des organisierten Sports laufend zu betonen, damit ein Ski- oder Snowboardkurs als sinnvolle Lösung, Wintersport im geordneten Rahmen anzubieten, wahrgenommen wird.

Durch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind viele Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen direkt oder indirekt durch angeordnete Schließungen betroffen. Die Bundesregierung unterstützt deshalb alle diese Betroffenen mit einer „außerordentlichen Wirtschaftshilfe“, der sogenannten November- und Dezemberhilfe. Alle diese Betroffenen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe in Form von Zuschüssen. Wir empfehlen unseren Profi-Schulen die Anträge in enger Abstimmung mit ihren Steuerberatern vorzunehmen.

Bei all den notwendigen Überlegungen über mögliche Szenarien für die verbleibende Wintersaison bleiben wir weiterhin optimistisch. Aktuell bleibt uns sowieso nur, einfach weiter planen und dann kurz (leider wenige Tage) vorher die aktuellen Regelungen prüfen. Da jetzt mehr als ein Monat bis zu einer potenziellen Öffnung vergehen wird, macht der Blick auf die derzeitige Verordnungslage nur eingeschränkt Sinn. Die wird sich vermutlich noch mehrmals ändern.

Auch wenn wir die Entwicklungen in den nächsten Wochen und Monaten nicht vorhersagen können, plant der DSLV weiterhin seine Lehrgänge, trotz der Absagen im November und Dezember. Bis Ende Mai/Anfang Juni liegen ja noch 5 Monate vor uns. Bezogen auf unsere Schneesportschulen bleibt zwar nur die Zeit bis voraussichtlich Ostern, aber dennoch würden wir es empfehlen, die Kursangebote weiter aufrecht zu erhalten und die Profi-Schulen dann zur Stelle sind, wenn die Liftanlagen wieder geöffnet werden. Wir denken, es ist unsere Pflicht, für unseren Sport in diesen besonderen Zeiten an allen möglichen Fronten zu kämpfen.

 

Informationen aus dem europäischen Alpenraum:

Trentino – Holidaying safely (Stand: 10.11.2020)
Aktuelle Informationen unter: visittrentino.info/holiday-safely

Sicherer Wintertourismus in Österreich – Winterregeln (Stand: 24.09.2020)
Positionspapier der Österreichischen Skischulen zu Gesundheitsschutz und Wintertourismus (Stand: 26.08.2020)

SWISS Snowsports Grobschutzkonzept COVID-19 (Stand: 29.10.2020)

Südtirol Sicherheitsmaßnahmen im Überblick

France Montagnes – Skigebiete in Frankreich und COVID-19