Voraussetzungen, Ausrüstung und Ziele (Stand 2018/19)

Ausbildungslehrgang 1
Da der Ausbildungslehrgang 1 zum Snowboardlehrer Level 2 nur eine begrenzte Zeit zum Training der Teilnehmer zulässt und die Prüfung Snowboardlehrer Level 2 direkt anschließt, bietet der Deutsche Skilehrerverband einen 2-tägigenTrainingslehrgang an.
Die 2 Tage Training bereiten konkret auf den Snowboardlehrer Level 2 vor. Die bereits erworbenen Fertigkeiten u.a. aus der Snowboardlehrer Level 1 Ausbildung werden aufgenommen und verbessert und der neu hinzukommende Bereich Freestyle mit den prüfungsrelevanten Inhalten erarbeitet.

Zulassungsvoraussetzungen
1. Vollendung des 18. Lebensjahres;
2. Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung (9 Unterrichtseinheiten, nicht älter als 2 Jahre)
3. Nachweis der Qualifikation Snowboardlehrer Level 1;
4. ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

Lehrgangsziele
• Vorbereitung auf die Inhalte des Ausbildungslehrgangs Snowboardlehrer Level 2 und die Prüfung
• Auffrischen/Verinnerlichen der DSLV Fahr- und Unterrichtsphilosophie
• Festlegen einer gemeinsamen Fachsprache
• Verbessern des eigenen Fahrkönnens
• Erarbeiten der prüfungsrelevanten Freestyleelementen

Individuelle Voraussetzungen
Souveränes Snowboarden auf nahezu allen Pisten und im Gelände
• Erfahrung im Umgang mit Gruppen und im Unterrichten
• Persönliche Motivation, das Snowboarden in Praxis und Theorie zu durchdringen und sich damit ein hohes Maß an Technik und Demonstrationskönnen anzueignen und dies auch weiterzugeben
• Eigenstudium. Literatur: DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“. Als weiterführende Literatur wird auch „Outdoor Praxis: Snowboard“ vom Bruckmann Verlag wärmstens empfohlen

Ausrüstung
Es besteht bei allen Ausbildungsinhalten die Möglichkeit, das Material frei zu wählen. Der DLSV spricht allerdings Empfehlungen aus:
• Snowboardcross: je nach Vorliebe, alpines oder softes Material
• Bereiche Technik, Freie Abfahrt: softes Material
• Freestyle: softes Material eventuell Twintip-Board, Bindung im Duckstance montiert (unverbindliche Empfehlung Bindungswinkel vorne +15°, hinten -15°)
• SicherheitsausrüstungHelm (Pflicht), Rückenprotektor, Crashpant (Empfehlung)
• Eigene methodische Hilfsmittel zur Unterrichtsgestaltung dürfen gerne mitgebracht und eingesetzt werden


Ausbildungslehrgang
Die Ausbildung und Prüfung zum Snowboardlehrer Level 2 ist die Zwischenstufe in der Snowboardlehrerausbildung des Deutschen Skilehrerverbandes. Die Ausbildung besteht in der Summe aus 5 Tagen Ausbildung und 1 Tag Prüfung. Vorraussetzung zur Teilnahme ist eine erfolgreiche Teilnahme an der Prüfung Snowboardlehrer Level 1. Die Ausbildung soll konkret auf die Prüfung Snowboardlehrer Level 2 vorbereiten und die Prüfungsanforderungen transparent machen. Durch eine erfolgreiche Prüfung wird die Befähigung zur Erteilung von qualifizierten, fortgeschrittenem Snowboardunterricht im Rahmen einer Ski- und Snowboardschule unter Aufsicht eines Staatl. gepr. Ski- oder Snowboardlehrers nachgewiesen. Über die bestandene Prüfung wird den Ausbildungsteilnehmern ein Zeugnis ausgestellt. Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Qualifikation „Snowboardlehrer Level 2“ verliehen. Als Mitglied im DSLV erhält der Absolvent einen entsprechenden Ausweis.

Inhalt
Die Ausbildung umfasst den Bereich der motorischen Fertigkeiten mit Technik (demonstrativ und situativ) und Freestyle (Kicker und Box), die methodisch-didaktischen Fertigkeiten vorgegeben durch die Inhalte der Lernebenen Blau und Rot und die Grundkenntnisse der Bewegungsanalyse. Die verlangte Niveaustufe ist für Teilnehmende, die über ihre Qualifikation Snowboardlehrer Level 1 unterrichtet haben und somit wertvolle Praxiserfahrung gemacht haben, mit etwas zusätzlichem Engagement gut zu erreichen. Die Grundlage der Ausbildung bildet der DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“ mit der DSLV Schneesport Philosophie. Das technische und demonstrative Niveau ist in den aktuellen Prüfungsanforderungen des DLSV festgelegt.

Ziele
• Zielgerichtete Vorbereitung auf die Prüfung zum Snowboardlehrer Level 2
• Verbessern des eigenen Fahrkönnens
• Verbessern des Unterrichten
• Kennenlernen und Trainieren möglicher Prüfungsaufgaben
• Vorbereiten und Strukturieren von Lehrprobenthemen

Zulassungsvoraussetzungen
1. Vollendung des 18. Lebensjahres;
2. Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung (9 Unterrichtseinheiten, nicht älter als 2 Jahre)
3. Nachweis der Qualifikation Snowboardlehrer Level 1;
4. Nachweis über 50 Std. Praktikum (wenn die Praktikumsbestätigung über 50 Std. bereits für Level 1 ausgestellt wurde ist diese ausreichend, sofern diese der DSLV Geschäftsstelle vorliegt)
5. ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
Die Nachweise müssen dem DSLV bis spätestens 10 Tage vor Lehrgangsbeginn in der Geschäftsstelle vorliegen, anderenfalls kann vor Ort kein Zertifikat ausgehändigt werden.

Individuelle Voraussetzungen
• Souveränes Snowboarden auf nahezu allen Pisten und im Gelände
• Erfahrung im Umgang mit Gruppen und im Unterrichten
• Persönliche Motivation, das Snowboarden in Praxis und Theorie zu durchdringen und sich damit ein hohes Maß an Technik und Demonstrationskönnen anzueignen und dies auch weiterzugeben
• Eigenstudium. Literatur: DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“. Als weiterführende Literatur wird auch „Outdoor Praxis: Snowboard“ vom Bruckmann Verlag wärmstens empfohlen

Ausrüstung
Es besteht bei allen Ausbildungsinhalten die Möglichkeit, das Material frei zu wählen. Der DLSV spricht allerdings Empfehlungen aus:
• Snowboardcross: je nach Vorliebe, alpines oder softes Material
• Bereiche Technik, Freie Abfahrt: softes Material
• Freestyle: softes Material eventuell Twintip-Board, Bindung im Duckstance montiert (unverbindliche Empfehlung Bindungswinkel vorne +15°, hinten -15°)
• SicherheitsausrüstungHelm (Pflicht), Rückenprotektor, Crashpant (Empfehlung)
• Eigene methodische Hilfsmittel zur Unterrichtsgestaltung dürfen gerne mitgebracht und eingesetzt werden


Prüfungslehrgang
Die Prüfung hat in den Anforderungen einen ausgewogenen Anteil aus den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen eines Snowboardlehrers im Unterricht. Sie erfolgt nach der Allgemeinen Prüfungsordnung (APO) des DSLV. Geprüft werden die Bereiche Technik, Freestyle, Lehreignung und Theorie. Die Prüfungsaufgaben werden grundsätzlich erst am Prüfungstag situationsbedingt festgelegt und den Prüflingen bekannt gegeben. Jede Prüfungsaufgabe wird der Gruppe vorgestellt, durch eine Ausbilder der Gruppe demonstriert und vor der Prüfung durch die Teilnehmer noch einmal trainiert. Die Freestyleprüfungen finden als Session statt, in deren Verlauf der Prüfling deutlich anzeigen muss, wenn es um sich um eine bewertetet Darbietung handeln soll. Nach dem Ablauf eines von den Prüfern festgelegten Zeitfensters sind nur nur noch gewertete Darbietungen möglich. Die Theorieprüfung umfasst 50 MC-Fragen, 25 aus dem Bereich Motorik und 25 aus dem Bereich Methodik. Die richtige Beantwortung der Fragen ist stark damit verbunden, den aktuellen Lehrplan „Snowboarden einfach“ des DSLV durchgearbeitet zu haben.
Die Themen zur Prüfung im Bereich Lehreignung werden vom Lehrgangsleiter mindestens am Vorabend vor Beginn der Prüfung zugeteilt und sind als vorbereitete Lehrproben mit entsprechender Ausarbeitung mit einer Dauer von ca. 15  Minuten zu halten.

Ziele
Die Prüfung bietet eine lehr- und lernstufengerechte Vorbereitung und fordert geeignete Voraussetzungen zum Unterrichten an einer DSLV Profi-Skischule ein. Die Qualifikation Snowboardlehrer/-in Level 2 bereitet die Teilnehmer optimal für einen möglichen, weiterführenden Ausbildungsweg als Snowboardlehrer vor (Level 3, staatlich geprüfter Schneesportlehrer).

Zulassungsvoraussetzungen
Vollendung des 18. Lebensjahres
• Nachweis der Qualifikation Snowboardlehrer Level 1
• Nachweis „Erste-Hilfe-Kurs“ (mit mind. 9 Unterrichtseinheiten, nicht älter als 2 Jahre)
Nachweis über 50 Std. Praktikum (wenn die Praktikumsbestätigung über 50 Std. bereits für Level 1 ausgestellt wurde ist diese ausreichend, sofern diese in der DSLV Geschäftsstelle vorliegt)
• ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift
• vollständige Zahlung der Lehrgangsgebühr zu den vorgegebenen Terminen
Die Nachweise müssen dem DSLV bis spätestens 10 Tage vor Lehrgangsbeginn in der Geschäftsstelle vorliegen, anderenfalls wirst du vor Ort nicht zur Prüfung zugelassen.

Ausrüstung
Es besteht bei allen Ausbildungsinhalten die Möglichkeit, das Material frei zu wählen. Der DSLV spricht allerdings Empfehlungen aus:
• Snowboardcross: je nach Vorliebe, alpines oder softes Material
• Bereiche Technik, Freie Abfahrt: softes Material
• Freestyle: softes Material eventuell Twintip-Board, Bindung im Duckstance montiert (unverbindliche Empfehlung Bindungswinkel vorne +15°, hinten -15°)
• SicherheitsausrüstungHelm (Pflicht), Rückenprotektor, Crashpant (Empfehlung)
• Eigene methodische Hilfsmittel zur Unterrichtsgestaltung dürfen gerne mitgebracht und eingesetzt werden

Lehrgangsplan für Training, Ausbildung und Prüfung (Stand 2018/19)

Die Qualifikation Snowboardlehrer Level 2 erreicht man über die Teilnahme an einer 5-tägigen Ausbildung mit anschließender 1-tägiger Prüfung. Die Teilnahme am vorgeschalteten 2-tägigen Trainingslehrgang ist freiwillig.

Trainingslehrgang (2 Tage)
Der Ablauf kann situativ angepasst werden.

Dauer Inhalte Praxis
1 Tag Motorische Fertigkeiten:
• DSLV Fahrphilosophie: Wiederholung Hauptbewegung (Tools/TURIs), snowboardspezifische Merkmale (BBB), Merkmale für optimales Kurvenfahren
• Vertiefen der oben genannten Inhalte über Technikaufgaben
• Videofahrten mit Analyse
1 Tag Methodisch/didaktische Fertigkeiten:
• DSLV Unterrichts- und Schneesportphilosophie: Unterrichtstraining in der Lernebene BlauMotorische Fertigkeiten:
• Freestyle: Kicker springen und Boxen fahrenUnterschiedliche Situationen orientieren sich bereits an den Technikprüfungen

 


 

Ausbildungslehrgang (5 Tage)
Der Ablauf kann situativ angepasst werden.

Dauer Inhalte Praxis Inhalte Theorie
1/2 Tag Motorische Fertigkeiten:

Snowboardspezifische Merkmale:
• Präzisierung Fachterminologien
• DSLV-Philosophien
• Individuelles Training

Vortrag: Strukturhilfen des DSLV
1/2 Tag Motorische Fertigkeiten

Freestyle
• Basics Slopestyle-Tricks

1 Tag Motorische Fertigkeiten

Training Kurvenfahren
• Situatives, optimales Kurvenfahren
• Demonstratives Können
• Bewegungsspielräume
• Bewegungsanalyse
• Beobachten – Beurteilen – Beraten

Vortrag: Bewegungssehen
1 Tag Methodisch-didaktische Fertigkeiten

Unterrichtstraining in den Lernebenen Blau und Rot
• DSLV Unterrichtsphilosophie
• Aufgaben stellen – Organisieren – Vermitteln
• Aktivierende Hilfsmittel
• Beobachten – Beurteilen – Beraten

1 Tag Motorische Fertigkeiten

Freestyle
• Demonstratives Können Freestyle Lernebene rot
• Kicker springen
• Boxen fahren

Methodisch-didaktische Fertigkeiten

Freestyle:
• Methodik Box und Kicker

Vortrag: Ausbildungsbereich Freestyle (Bedeutung Unterricht,
Basics Slopestyle, Kicker springen, Boxen fahren, Prüfungsinformationen)
1 Tag Methodisch-didaktische Fertigkeiten
LehrprobentrainingMotorische Fertigkeiten
Training von möglichen Prüfungsaufgaben

Prüfungslehrgang (1 Tag)
Nur in Verbindung mit vorgeschalteter Ausbildung, Ausnahme Prüfungswiederholung.

Zeit Thema Inhalte Theorie
1 Tag Motorische Fertigkeiten:
• Technikprüfung (zwei Technikaufgaben)
• Freestyleprüfung (Aufgabe Kicker springen, Aufgabe Boxen fahren)Methodisch-didaktische Fertigkeiten:
• Vorbereitete Lehrprobe von ca. 15 min
Theorieprüfung

50 MC-Fragen

Prüfung Motorische Fertigkeiten (Technik)
Bei der Motorik-Prüfung Technik sind zwei Prüfungsfahrten zu absolvieren. Die Prüfungsaufgaben werden am Prüfungstag nach den vorherrschenden Schnee- und Wetterbedingungen festgelegt und vorgestellt. Jede Prüfungsfahrt wird vor der Prüfung von einem DSLV Ausbilder demonstriert. Die Prüflinge können danach eine Trainingsfahrt im Prüfungsgelände durchführen. Die Techniknote ergibt sich aus dem Schnitt beider Einzelnoten.
Sturz: Bei Level 2 führt ein Sturz nicht unbedingt zur Note 6. Bewertet wird immer der Gesamteindruck der Fahrt unter Berücksichtigung der Bewertungskriterien. Die Prüfung ist bestanden bei einem Notendurchschnitt von mindestens 4,5 aus beiden Einzelnoten.

Prüfung Motorische Fertigkeiten (Freestyle)
Kicker springen: Straight-Air mit mindestens einer Komponente und einer Flugweite von mindestens 5 m. Als Komponenten zählen Bones, Tweaks, Grabs. Touchgrabs sind zu vermeiden, ein Grab wird als vollwertig angesehen, wenn er der Flugdauer angepasst entsprechend lange gehalten wird. Es können auch mehrere Komponenten gezeigt werden.
Boxen fahren: FS oder BS Boardslide to switch oder revert. Es gilt, die Box mit einem 180er zu überqueren, dabei ist egal ob direkt mit einem 180er drauf gesprungen wird, ein Slide to switch gemacht oder mit einem 180er von der Box gesprungen wird.

Prüfung Methodisch-Didaktische Fertigkeiten (Lehreignung)
Während der Prüfung wird eine Lehrprobe durchgeführt, die von einem Prüfer bewertet wird. Die Lehrprobe wird auf Niveau einer üblichen „Schülergruppe“ geprüft. Die Themenauswahl ergibt sich aus den Lernzielen der Lernebenen Blau und Rot. In der Lehrprobe soll der Lehrer methodische Grundkenntnisse aufzeigen und seine Schülergruppe anleiten.

Das Lehrprobenthema lautet für alle Lehrproben:
„Arbeite mit deiner Snowboardschülergruppe in der Lernebene … am Lernziel …!
Stelle Aufgaben in einer sinnvollen methodischen Reihung, angepasst an die vorherrschenden Schnee- und Geländebedingungen, organisiere deine Gruppe und vermittele die Inhalte so, dass das Lernziel entsprechend erreicht wird.“

Lernziele der Lernebene Blau „Erste Abfahrten meistern“
Lernziel 1: Liftfahren
Lernziel 2: Schrägfahren und Kurve zum Berg
Lernziel 3: Kurvenfahren auf blauer Piste
Lernziel 4: Kurvenfahren mit einfachen Freestyle-Elementen
Lernziel 5: Erstes Springen über Bodenwellen und kleine Schanzen

Lernziele der Lernebene Rot „Snowboarden in jedem Terrain“
Lernziel 1: Variables Kurvenfahren mit verbesserter Steuerqualität
Lernziel 2: Kurvenfahren mit erweitertem Freestyle-Elementen
Lernziel 3: Unterschiedliches Gelände kennenlernen
Lernziel 4: Easy Fun Park – Kicker springen
Lernziel 5: Easy Fun Park – Boxen fahren

Die Einteilung und Vergabe der Themen erfolgt rechtzeitig vor Beginn der Prüfung. Den Startpunkt und das Gelände für die Lehrprobe bestimmt der Prüfer.
Eine Lehrprobe dauert ca. 15 Minuten und wird vom Prüfer beendet. Die Lehrproben werden vom Prüfer mit Noten zwischen 1 bis 6 bewertet.

Prüfung Theorie
Mit guten Kenntnissen des aktuellen Lehrplans „Snowboarden einfach“ ist jeder ausreichend auf die Theorieprüfung Level 2 vorbereitet. Es werden je 25 Multiple-Choice Fragen aus den Bereichen und Motorik und Methodik gestellt, die sich an den Seiten 9-139 (bis einschliesslich Lernebene Rot) orientieren. Dauer der Prüfung: 40 min.

Snowboardlehrer Level 2 - Fragen- und Antwortenkatalog (Stand 2018/19)

40 Multiple Choice Fragen aus dem unten abgebildeten Katalog werden gestellt, bis max. 15 Fehler ist bestanden.
Bitte beachte, dass die Reihenfolge der einzelnen Antwortmöglichkeiten in der Theorieklausur vom Fragenkatalog abweichen kann.

X = richtige Antwort;     0 = falsche Antwort

MOTORIK

1. Kreuze die richtigen Aussagen über das beidseitige Ausführen von Bewegungsaufgaben an.
O beidseitiges Ausführen von Bewegungen verlangsamt den Lernprozess
X der Wegfall von Regular und Goofy begünstigen dein Kursgeben
X Materialvoraussetzungen sind eine annähernd gleiche Nose- und Taillänge und ein Bindungswinkel von ca. +15°/-15°
O funktioniert nur mit motorisch Hochbegabten
X Beim Trainieren der schwächeren Seite werden auch die Fähigkeiten auf der Schokoladenseite verbessert

2. Die DSLV-Unterrichtsphilosophie baut auf der Abkürzung A-O-V auf. Führe diese Abkürzung aus.
O Arbeite – Ohne – Vergütung
O Aufgaben – Ordentlich – Vermitteln
X Aufgaben stellen – Organisieren – Vermitteln
O Aufgaben stellen – Organisieren – Verschwinden

3. Schwerpunkt „Aufgaben stellen“: Welche Aufgabenstellungen schulen den Kursteilnehmer am besten?
X Aufgaben, die möglichst neue Bewegungserfahrungen vermitteln
X Aufgaben mit hohem Anforderungscharakter
X Sofortiges Reagieren des Snowboardlehrers bei Aufgabenstellungen, die überfordern
O Aufgaben, die nur die Komfortzone des Schülers treffen

4. Schwerpunkt „Aufgaben stellen“: Was ist mit der Umschreibung „die Schatzkiste des Snowboardlehrers“ gemeint?
X eine Umschreibung dafür, dass der Snowboardlehrer viele gute Aufgabenstellungen und Spiele im Repertoire hat
O der Snowboardlehrer hat Gummibärchen im Schnee versteckt
X der Wert des Schatzes liegt im Variieren
O wenn die Schatzkiste geöffnet ist, ist der Kurs zu Ende

5. Schwerpunkt „Aufgaben stellen“: Nach welchen wichtigen Grundsätzen sollen Aufgaben zusammengestellt werden?
O überfordernde Aufgabenstellungen
X lernzielorientierte Aufgabenstellungen
X erlebnisreiche Aufgabenstellungen
X nachhaltige Aufgabenstellungen

6. Schwerpunkt „Organisieren“: Erfolgreiches Organisieren kann ich über das Beachten folgender Schwerpunkte gewährleisten:
X Sicherheit ist oberstes Gebot
X optimale Lernsituationen schaffen
O Übergabe der Organisation an den besten Teilnehmer
O Organisation eines Kurses wird überbewertet

7. Schwerpunkt Vermitteln: Wie lauten die Grundregeln der menschlichen Kommunikation nach K.Rogers ?
X Echtheit
X Gerechtigkeit
O deutliche Sprache
X Empathie
O Motivation

8. Schwerpunkt „Vermitteln“: Was bedeutet in unterrichtlichem Zusammenhang der Begriff Empathie?
O Kommunikation
O Interaktion
X Einfühlungsvermögen
O Herausragendes Fahrkönnen

9. Fördern durch Fordern: Welche Anforderungsprofile fordern und fördern den Schüler am besten?
X Anforderungen aus der Schwierigkeit der Aufgabenstellung
O Anforderungen aus der Erfahrung des Snowboardlehrers
O Anforderungen aus den Materialvoraussetzungen
X Anforderungen aus der Schwierigkeit der Geländesituation

10. Benenne die wichtigsten Faktoren einer gut entwickelten Snowboardtechnik
X Geschwindigkeitskontrolle
X Richtungskontrolle
O aktuelle Hardware
X Regulation des Gleichgewichtes

11. Beende folgenden Technik-Satz: Je schwieriger die Situation, desto…
O …mehr Möglichkeiten zur Lösung stehen mir zur Verfügung
O …mehr Spaß macht das Snowboarden
O …grösser muss meine Risikobereitschaft sein
X …enger ist der Spielraum für wirksame und zielführende Bewegungen

12. Beende folgenden Technik-Satz: Kurven dienen…
X …der Kontrolle von Richtung und Geschwindigkeit
O …dazu, dass Wintersportgebiet kennenzulernen
O …dem Erreichen von höchster Geschwindigkeit
X …allen Bereichen des Snowboardfahrens. Sie sind nicht alles, aber ohne Kurven ist alles nichts!

13. Wie wird die Kurvenbahn räumlich unterteilt?
O Kurveneinleitung – Kurvenausfahrt
O Kurveneinfahrt – Kurvenwechsel
O Kurvenwechsel – Kurvensteuerung
X Kurveneinfahrt – Kurvenausfahrt

14. Wie lautet die aktionale Unterteilung einer Kurvenbahn?
O Kurveneinleitung – Kurvenausfahrt
O Kurveneinfahrt – Kurvenwechsel
X Kurvenwechsel – Kurvensteuerung
O Kurveneinfahrt – Kurvenausfahrt

15. Welche Bahn im Kurvenverlauf ist in der Regel die kürzere Bahn?
O Kurvenbahn auf der Backside-Kante
O Kurvenbahn auf der Frontside-Kante
X Körperschwerpunktbahn
O Hüftinnenbahn

16. Welche Bewegungen werden beim Kurvenwechsel ausgeführt?
X Kantbewegungen: Auf- , Ab- und Umkanten
X KSP-Verlagerungen: Erzeugen einen Belastungswechsel und Wechsel der Kurvenlage
O Oberköperaktionen durch regulierende Armbewegungen
X Drehbewegungen: zusätzliche Veränderung der Fahrtrichtung

17. Welche Bewegungen werden unter anderen beim Kurvenwechsel ausgeführt?
O primär Rotationen
O Einnahme einer lotrechten Position
O Abknicken des Oberkörpers
X Kantbewegungen

18. Welche Bewegungen werden unter anderen bei der Kurvensteuerung ausgeführt?
X Kantbewegungen: Erzeugen zunehmendes Aufkanten und damit ein großes Widerlager im Schnee
O KSP-Verlagerung: Erzeugen einen Belastungswechsel und Wechsel der Kurvenlage
X KSP-Verlagerung: Erzeugen das Einnehmen der Kurvenlage und eine stabilisierende Ausgleichsbewegung
X Bewegungen in Abhängigkeit von Tempo, Radius und Schneewiderstand.

19. Welche Bewegungen tragen in der Regel zur Stabilität im Kurvenverlauf bei?
X permanenter Bewegungsfluss
X ständige Bewegungsbereitschaft
X Bewegungen aus den Fußgelenken
O Einnahme von Endpositionen

20. Merkmale für optimales Kurvenfahren werden wie folgt unterteilt:
O Grundmerkmale für den Kurvenverlauf, Kurveneinfahrt, Kurvenausfahrt
O Merkmale für die Kurvenbahn, Kurveneinleitung, Kurvensteuerung
X Merkmale für den gesamten Kurvenverlauf, für den Kurvenwechsel, für die Kurvensteuerung
O Grundmerkmale für Kurvenbahn, für den Kurvenwechsel, für die Kurvenausfahrt

21. Benenne die Hauptbewegungen auf dem Snowboard:
X Kantbewegungen
O Regulative Armbewegungen
X Verlagerungen des Körperschwerpunktes
X Drehbewegungen
O Ausgleichbewegungen

22. Welche Aussagen zu unseren „Tools“, also unseren Bewegungsmöglichkeiten auf dem Board, sind korrekt?
X genau wie ein Handwerker setzen wir die Hauptbewegungen als Werkzeuge ein, um Situationen zu bewältigen
O da Snowboarden aus Amerika kommt, bezeichnen wir Snowboardfahren auch als „Tools“
O es gibt insgesamt mehr als vier Tools
X als Bezugsachse zur Benennung dienen die Körperlängsachse und die Boardlängsachse

23. Tools: Kreuze nur richtige Aussagen an!
X Kanten – Bewegungen um die Boardlängsachse
O Kanten – Bewegungen entlang der Boardlängsachse
O Belastungsverteilung – Bewegungen um die Boardlängsachse
X Belastungsverteilung – Bewegungen entlang der Boardlängsachse

24. Tools: Kreuze nur richtige Aussagen an!
X Rotation – Bewegung um die Körperlängsachse
O Rotation – Bewegung entlang der Körperlängsachse
O Vertikalbewegung – Bewegungen um die Körperlängsachse
X Vertikalbewegung – Bewegungen entlang der Körperlängsachse

25. Unsere Tools eröffnen dir unterschiedliche Bewegungsspielräume auf dem Board. Mit welchem Kunstwort können wir diese uns einprägen?
O UTRIs
O IRTUs
X TURIs
O RUTIs

26. Eine andere Merkhilfe sind die „drei grossen B“ (BBB). Was steckt da dahinter?
X in der Methodik bezeichnet man damit das Triumvirat Beobachten/Beurteilen/Beraten
X in der Motorik bezeichnet man damit das Triumvirat Bewegungsbereite Position/Bewegungsfluss/Beinaktionen
O diese drei B haben nur im Wettkampfbereich Bedeutung
X wenn diese Merkmale erfüllt sind, ergibt sich eine ansprechende Fahrt mit dem Snowboard

27. Kurvenfahren wird durch Bewegungen realisiert. Welche Hauptbewegungen gibt es?
X Kantbewegungen
O Steuerbewegungen
X Bewegungen entlang der Boardlängsachse
X Drehbewegungen

28. Was für eine Frage stellt sich vorrangig, um eine sichere und funktionelle Richtungsänderung auszuführen?
O wie hoch wird das Tempo gewählt?
X welche Hauptbewegungen sollen mit welchen Bewegungsspielräumen passend zur Situation vernetzt werden?
O was für eine Schneebeschaffenheit liegt vor?
O ist das Equipment richtig gewählt?

29. Bewegungen für eine zielführende Snowboardtechnik-Technik werden wie folgt unterteilt:
X Merkmale für das optimale Kurvenfahren; Hauptbewegungen; Bewegungsspielräume
O Kanten, Drehen, Belasten, Gleiten
O Grundmerkmale, Druckaufbau, Druck nutzen
O Druckregulation, Druckaufbau, Druck erhöhen, Druck nutzen

30. Welche Ziele sind für kontrolliertes Kurvenfahren unabdingbar?
X Regulation des Gleichgewichts
O Geländeübergänge nutzen
X Kontrolle der Geschwindigkeit und Kontrolle der Richtung
O Ausrüstung optimal einsetzen

31. Hauptbewegungen werden mit Bewegungsspielräumen angepasst. Welche Bewegungsspielräume gibt es?
O Tempo, Umfang, Richtung, Dynamik
O Timing, Umfang, Richtung, Dominanz
X Timing, Umfang, Richtung, Intensität
O Timing, Umfang, Radius, Dynamik

32. Hauptbewegung „Kantbewegungen“ sind Bewegungen …
O … gegen die Boardachse
O … entlang der Körperquerachse
X … um die Boardlängsachse
O … um die Körperlängsachse

33. Welche „Kantbewegungen“ können unter anderen ausgeführt werden?
X Fußkippen
X Kniekippen
O Knie und Hüfte zur Kurvenmitte verdrehen
X Knie und Hüfte zur Kurvenmitte bewegen

34. Hauptbewegung „Körperschwerpunkt (KSP)-Verlagerungen“ sind Bewegungen …
X … entlang der Boardlängsachse
O … entlang der Körperlängsachse
O … um die Körperachsen
O … um die Körperlängsachse vorrangig nach oben und unten

35. Welche „Drehbewegungen“ können unter anderen ausgeführt werden?
X Mitdrehen
X Nachdrehen
X Gegendrehen
X Vorausdrehen

36. Bewegungsspielräume optimieren die Ausführung der Hauptbewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann der Bewegungsspielraum „Timing“ unter anderem angepasst werden?
O schnell, wenig, viel, zurück
X früh, spät
O innen, außen, links, rechts
O vor, zurück

37. Bewegungsspielräume optimieren die Ausführung der Hauptbewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann der Bewegungsspielraum „Umfang“ angepasst werden?
X wenig, viel
O früh, spät
O innen, außen, links, rechts
O vor, zurück

38. Bewegungsspielräume optimieren die Ausführung der Hauptbewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann der Bewegungsspielraum „Richtung“ unter anderem angepasst werden?
O wenig, viel
O früh, spät
X vor, zurück, oben, unten, innen, außen
O verzögernd, beschleunigend

39. Bewegungsspielräume optimieren die Ausführung der Hauptbewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann der Bewegungsspielraum „Intensität“ unter anderem angepasst werden?
O wenig, viel
O früh, spät
O innen, außen, links, rechts
X kurzer Druck auf der Fußsohle vor Beginn der Hochbewegung

40. Wie lautet das Merkmal für optimales Kurvenfahren, dass für den gesamten Kurvenverlauf gilt?
O die gesamte Kurvenfahrt wird durch Bewegungsharmonie und ständiger Regulation geprägt
O die gesamte Kurve wird harmonisch und fließend gesteuert
X die gesamte Kurvenfahrt wird durch Bewegungsfluss und ständige Bewegungsbereitschaft geprägt
O die gesamte Kurvenbahn wird rund und ökonomisch gefahren

41. Wie lautet das Merkmal für optimales Kurvenfahren für die Kurvensteuerung?
O der Kantwinkel wird erhöht und der Oberkörper gleicht aus
O der Kantwinkel wird erhöht und die Hüfte wird abgesenkt
O der Kantwinkel wird erhöht und der Rumpf bleibt stabil
X der Kantwinkel wird erhöht und die Kurvenlage angepasst

42. Merkmal für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf. Was bedeutet „ständige Bewegungsbereitschaft“?
O Druckaufbau
O das Erreichen von Endpositionen
X keine statische Positionen
X keine Bewegungsplateaus
X hohe Sicherheit

43. Merkmal für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf. Wie realisiert man unter anderem „Bewegungsfluss“?
X durch rhythmisches Bewegen
X durch harmonisches Bewegen
X durch dem Kurvenverlauf angepasstes Bewegen
O durch Hoch-Tief-Hoch-Bewegen

44. Merkmale für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf. Was entsteht durch „Bewegungsfluss“?
X Ökonomie und Präzision
O schnelle Kurvenfahrt
X Regulation des labilen Gleichgewichts
O Endpositionen

45. Welche Bewegungen sind für einen Kurvenwechsel notwendig?
O Bewegungen der oberen Extremität
X Kantbewegungen
X KSP-Verlagerungen
O Drehbewegungen

46. Bewegungen zur Kurvensteuerung: Welche Aktion/Funktion ist hier richtig beschrieben?
X Kantbewegungen erzeugen ein Widerlager der Kante im Schnee
X Körperschwerpunktverlagerungen bedingen das Einnehmen der Kurvenlage
X Drehbewegungen lassen das Board zunehmend die Richtung ändern
O Kantbewegungen erzeugen ein zunehmendes Abkanten des Boards

47. Merkmale des optimalen Kurvenfahrens bezogen auf den Kurvenwechsel: Was ist maßgeblich verantwortlich für den spontanen und effektiven Druckaufbau mit der Kante?
X die permanent mittige, bewegungsbereite Position
O eine hinterschliffene Kante
O das Absitzen nach Hinten
X ständiges Regulieren und Anpassen

48. Merkmale des optimalen Kurvenfahrens bezogen auf die Kurvensteuerung: Mit welchem Mechanismus kann der Snowboarder auf die zunehmenden Fliehkräfte bei der Steuerung reagieren?
O Körperspannung auf ein Minimum begrenzen
X angepasste Kurvenlage einnehmen
O Körperspannung erhöhen
O den Fliehkräften nachgeben

49. Kurvenlage während der FS-Kurve: Welche Bewegungen sind nötig?
O Beugen des Sprunggelenks
X Strecken des Sprunggelenks
X Verschieben von Knie und Hüfte zum Kurvenmittelpunkt
O Abknicken im Oberkörper

50. Kurvenlage während der BS-Kurve: Welche Bewegungen sind nötig?
O Strecken der Zehen
O Streckung der Knie
X Beugen der Zehen
X Verschieben des Gesäß zum Kurvenmittelpunkt

METHODIK

51. „Faszination Snowboardfahren“: Sinnperspektiven (bzw. Motivationsfaktoren) für das Snowboarden sind:
X „Flow“ erleben
X Gemeinschaft bzw. Geselligkeit
X Spielerlebnis
X „Geschafft“ erleben

52. „Faszination Snowboardfahren“: Die Sinnperspektive „Flow erleben“ bedeutet unter anderem:
X Bewusstes Nachvollziehen einer gelungenen Bewegung
O Aufgaben nicht oder nur teilweise lösen
X „Flow erleben“ ist unabhängig vom Können bzw. Schülerniveau
O Lernziele unberücksichtigt lassen

53. „Faszination Snowboardfahren“: Die Sinnperspektive „Gemeinschaft und Geselligkeit“ bedeutet unter anderem:
X Snowboardsport ist alleine und in der Gruppe möglich
X ein homogenes Leistungsniveau ist nicht vorrangig relevant (außer für Einsteiger-, Fortgeschrittene-Snowboardkurse, spezifisches Training)
X das Sprichwort: „Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid“
O Geselligkeit entsteht nur beim Einkehren bzw. beim Après-Ski

54. „Faszination Snowboardfahren“: Die Sinnperspektive „Spielerlebnis“ bedeutet unter anderem:
X die Spielenden schlüpfen in bestimmte Rollen
X der Erlebniswert ist immens hoch
X das Fördern unbewussten Lernens
O das Siegen steht immer im Vordergrund

55. „Faszination Snowboardfahren“: Die Sinnperspektive „Geschafft erleben“ bedeutet unter anderem:
X ein Anfänger fiebert der ersten Kurve entgegen
O negative Erlebnisse stehen an erster Stelle
X ein Höhepunkt der eigenen ehrgeizigen, spielerischen oder gesellschaftlichen Entwicklung als Snowboarder.
O mit möglichst wenig Engagement für den Snowboardsport zu leben

56. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Bewegungen lernen und verbessern: „sensible und motorische Erfahrungen sind vergleichbar.“ Das Fazit dieser Feststellung lautet …
X … Bewegungen werden umso schneller erlernt, je umfangreicher der Erfahrungsschatz ist, auf den der Lernende zurückgreifen kann
X … in unbekannten Bereichen, hat der Lernende nur wenig Erfahrung
O … lerne gleich das Ganze
O … nachhaltig lernen heißt schnell lernen

57. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Der praktische Schneesportunterricht lässt sich auf drei Schwerpunkte reduzieren:
O B-B-B: Beobachten, Beurteilen, Beraten
O Start-Weg-Ziel
X A-O-V: Aufgaben stellen, Organisieren, Vermitteln
O Situation-Bewegungen-Ziel

58. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Beim Stellen von Aufgaben ist folgendes zu berücksichtigen:
O Aufgaben lieber ganz einfach, als schwer anlegen
X Lernen durch Herausforderungen macht Spaß
X Aufgaben sollen möglichst neue Herausforderungen vermitteln
O Informationssysteme dürfen niemals „gestresst“ werden

59. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Beim Stellen von Aufgaben ist folgendes zu berücksichtigen:
X Aufgaben sollen neuartig und vielfältig sein
X für den Lernenden sollen Aufgaben eine Herausforderung darstellen
X Aufgaben sollen nicht über-, aber auch nicht unterfordern
X Aufgaben, die Angst erzeugen, blockieren das Lernen

60. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Welche übergeordneten Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind unter anderen möglich?
X Hauptaktionen, Bewegungsspielräume
X Spur, Tempo, Richtung
O Kursbeginn und Treffpunkt
O Schneesportlehrer und Gruppengröße

61. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Welche übergeordneten Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind unter anderen möglich?
X Ausrüstung, Gelände,
X Organisation
O Pause und Verpflegung
X Schnee

62. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Welche Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind im Bereich „Spur, Tempo, Richtung“ möglich?
X Spurbild: driftend, schneidend, enge/breite Spur
O Gelände: flach, mittel, steil
O Schnee: weich, hart, griffig, tief, brechend
X Spuranlage: Kurve bergwärts, Fächer, Girlande, Trichter, Sanduhr

63. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Welche Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind im Bereich „Bewegungsspielräume“ möglich?
X Timing
X Umfang
O Fahrgeschwindigkeit, Tempo
X Richtung

64. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Welche Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind im Bereich „Hauptaktionen“ möglich?
X Kantbewegungen
X Körperschwerpunktverlagerungen
O Ganzkörperrotationen
X Drehbewegungen

65. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Welche Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind im Bereich „Organisation“ möglich?
X Schüler: alleine, zu zweit, zu dritt, …, nebeneinander, hintereinander, …
X Hilfsmittel: Markierungen (Hüte, Pilze, Stangen), Akustik, …
O Spuranlage und Spurbild
O Schneesportlehrer nimmt einen Hospitant zur Hilfe

66. DSLV-Unterrichtsphilosophie: „lernzielorientierte Aufgaben stellen“ bedeutet:
X ständige Orientierung am vorab definierten Lernziel
X keine Vermischung von Lernzielen im „Start-Weg-Ziel“-Ablauf
O möglichst schnelles Lernen
O möglichst auf die Tools zu verzichten

67. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Aufgaben sollten generell folgende Kriterien erfüllen:
X lernzielorientiert, erlebnisreich, nachhaltig
O schnell, ohne Umwege, lustig
O unterhaltsam, lösbar, nicht schwer
O leicht, am Thema orientiert, abwechselnd

68. DSLV-Unterrichtsphilosophie: „erlebnisreiche Aufgaben stellen“ bedeutet:
X Aufgaben abwechslungsreich stellen
X Berücksichtigung der Sinnperspektiven: Flow, Geselligkeit, Spielerlebnis, „Geschafft“Erlebnis
O lange Märchen, Geschichten und Sagen erzählen
O Aufgaben und Lernziele lieber oft als wenig wechseln

69. DSLV-Unterrichtsphilosophie: „nachhaltige Aufgaben stellen“ bedeutet:
X kein Vorgehen nach streng festgelegten methodischen Übungsreihen
X große Reizunterschiede vermitteln
X variable Aufgabenstellungen
X strukturiertes Vorgehen nach Lernebenen und Lernzielen

70. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Durch welche zwei Schwerpunkte wird erfolgreiches Organisieren erreicht?
X Sicherheit gewährleisten
X optimale Lernsituationen schaffen
O Pausen strikt einhalten
O lieber blaue Pisten statt rote Pisten auswählen

71. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Organisieren: „Sicherheit gewährleisten“ bedeutet:
X Der Lernende muss sich sicher fühlen. Sicherheit hat stets Vorrang!
X Der Lernende muss vor objektiven Gefahren sicher sein
X überfordernde Situationen wie hoch frequentierte Pisten auslassen bzw. vermeiden
X überfordernde Situationen wie enge oder steile Passagen auslassen bzw. vermeiden

72. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Organisieren: „optimale Situationen schaffen“ bedeutet:
X Organisationsformen (z.B.: Umlauf, Vorfahren, Einzelübung, …) abstimmen
X Gelände (Steilheit, Länge, Breite, …) abstimmen
X Schneebeschaffenheit (weich, hart, …) abstimmen
X Sicht und Wetter berücksichtigen

73. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Vermitteln: Durch welche Schwerpunkte wird erfolgreiches Kommunizieren erreicht?
X Echtheit und Gerechtigkeit
O lange Geschichten und Märchen
X Empathie
O Reden und Schweigen

74. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Vermitteln: „Echtheit“ bedeutet:
X der Snowboardlehrer ist authentisch
O der Snowboardlehrer schlüpft in eine Rolle
X kein gespieltes oder aufgesetztes Verhalten
O der Snowboardlehrer ist immer der Chef und hat immer das Sagen

75. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Vermitteln: „Gerechtigkeit“ bedeutet:
O undurchsichtiges Handeln
X nachvollziehbares und transparentes Handeln
X jeder Kursteilnehmer bekommt gleiches Maß an Aufmerksamkeit
O begabte Schüler müssen stets mehr gefordert werden

76. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Vermitteln: „Empathie“ bedeutet:
O Schwächen erkennen und ausnutzen
X Einfühlungsvermögen
X die Fähigkeit, sich in die Lage der Schüler zu versetzen
O im Kinderskikurs in Bildsprache sprechen

77. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Vermitteln: „Motivieren“ bedeutet:
O Anspornen durch laute Zurufe
X Erfolgserlebnisse vermitteln
X Sinnperspektiven berücksichtigen – Sinnperspektiven sind auch Motivationsfaktoren
O alle Kursteilnehmer müssen auch mal verlieren

78. DSLV-Unterrichtsphilosophie: „Erarbeiten und Erwerben für die Situation“ – die Schwerpunkte bzw. die Ratgeber für das Unterrichten sind:
O Lernen in Stresssituation
X Lernen durch variable Aufgabenstellungen
X Geländewahl relativ flach
X Fahrtempo relativ langsam

79. DSLV-Unterrichtsphilosophie: „Anwenden und Verbessern in der Situation“ – verfolgt folgende Zielsetzung:
O bewusst lernen
X unbewusst lernen
X erlebnisreich lernen
O in der Situation für die Situation lernen

80. DSLV-Unterrichtsphilosophie: „Erarbeiten und Erwerben für die Situation“ und „Anwenden und Verbessern in der Situation“ ermöglicht grundsätzlich …
X … Durchlässigkeit
O … kein Mischen der Kategorien
X … zwischen den beiden Kategorien hin und her zu springen, wenn dies günstig erscheint
X … die beiden Kategorien zu mischen, wenn dies günstig erscheint

81. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Fördern durch Fordern – aus welchen Bereichen setzen sich im wesentlichem Anforderungsprofile für Aufgaben zusammen:
O Anforderung über komplexe Vermittlung (= Fachterminologie)
X Anforderung über die Schwierigkeit der Aufgabenstellung (= Bewegungen präzisieren)
X Anforderung über die Schwierigkeit der Geländesituation (= Situationen bewältigen)
O Anforderung über komplizierte bzw. komplexe Organisation (= gemeinsames Üben)

82. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Grün:
O Ausrüstung kennen lernen
O Brettgewöhnung
X Liftfahren
O Rutschen in alle Richtungen

83. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welche Lernziele passent in die Lernebene Grün:
X Ausrüstung kennenlernen
X Brettgewöhnung
O Schrägfahren
X Erstes Gleiten
X Rutschen in alle Richtungen
X Bremsen und Anhalten

84. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Blau:
X Rutschen in alle Richtungen
X Easy Fun Park – Kicker springen
O Kurvenfahren mit einfachen Freestyle-Elementen
O Liftfahren

85. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Blau:
O Liftfahren
O Kurve zum Berg
X Unterschiedliches Gelände kennenlernen
X Souverän in unterschiedlichem Gelände
X Erstes Kurvenfahren

86. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Rot:
O Paralleles Kurvenfahren mit variabler Spuranlage
O Position stabilisieren und sichern
O Kurvenwechsel  und Kurvensteuern verbessern
X erste Pistentricks, erstes Springen auf kleiner Schanze

87. DSLV-Unterrichtsphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Rot:
O Easy Fun Park
O Kurvenfahren mit Freestyle-Elementen
X Erstes Springen über Schanzen
X Liftfahren

88. Lernebene Blau, Lernziel „Liftfahren“: Hast du Profi-Tipps parat?
O Liftfahren dient der Erholung. Lass dich Fallen
X Spannung ist alles! Dazu dient die Metapher vom freihändigen Stehen in der Straßenbahn
X Ohne Antirutschpad kannst du den Fuss an die hintere Bindung drücken
O Unterschiedliche Körpergrößen sind ideal, um elegant mit dem Schlepplift nach oben zu fahren

89. Lernebene Blau, Lernziel „Kurvenfahren auf blauer Piste“: Alle notwendigen Aktionen sind von der Kurve zum Berg bekannt. Welche Tipps braucht der Schüler?
O Körperschwerpunkt-Verlagerung nach hinten
X Körperschwerpunkt-Verlagerung nach vorne zur Nose
X Board flach stellen
O Oberkörper verdrehen
X Geduld haben, bzw. Warten, bis das Board dreht

90. Lernebene Blau, Lernziel „Kurvenfahren auf blauer Piste“: Wie schauen immer wieder vorkommende Problemfälle aus?
O die Hangbreite wird nicht ausgenutzt
X das Körpergewicht liegt auf dem hinteren Bein
X die Hüfte des Schülers knickt ab
X die Aktionen kommen nicht aus den Beinen
O die Steuerqualität ist zu hoch

91. Lernebene Blau, Lernziel „Kurvenfahren mit einfachen Freestyle-Elementen“: Warum ist dieses Lernziel wichtig?
X es hilft, Routine und Sicherheit auf dem Snowboard zu bekommen
O Aktionen im Grenzbereich schulen die Risikobereitschaft
X wir beabsichtigten, das Board und seine Eigenheiten in untersch. Situationen kennenzulernen
X Slopestyle bringt mit einfachen Mitteln großen Spaß

92. Lernebene Rot, Lernziel „Variables Kurvenfahren mit verbesserter Steuerqualität“: Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
O Drosselung der Geschwindigkeit
X Einnehmen einer bewegungsbereiten Position
X Erhöhung des Kantdrucks durch das Beugen der Beine
X Erhöhung des Kantwinkels über Schräglage
O Kurze Steuerphase, lange Umkantphase

93. Lernebene Rot, Lernziel „Kurvenfahren mit erweiterten Freestyle-Elementen“: Durch welche Massnahmen kann ich dieses Ziel erarbeiten?
O auf keinen Fall mit Aufgaben im Stand üben
X Partner-Wheelies
X Übungen, die bewusst die Kopfsteuerung mit einbeziehen
O das Snowboardmaterial soll möglichst steif gewählt werden

94. Lernebene Rot, Lernziel „Unterschiedliches Gelände kennenlernen“: Welche Aspekte sind hier von Bedeutung?
X Verbesserung des Kurvenwechsels
X Verbesserung der Kurvensteuerung
O weniger Intensität im Steilen
X das sichere Befahren von Engstellen

95. Lernebene Rot, Lernziel „Easy Fun Park – Kicker springen“:  Welche Voraussetzungen müssen für dieses Lernziel gegeben sein?
X Helm und Protektoren tragen
X Park-Regeln beachten
X Fitnesszustand der Schüler berücksichtigen
O nur für Schüler bis 16 Jahre geeignet

96. Lernebene Rot, Lernziel „Easy Fun Park – Boxenfahren“:  Welche Voraussetzungen gibt es für dieses Lernziel?
X Boxen sollten in möglichst flachem Gelände stehen
X Geschwindigkeit richtig wählen, Lehrer sollte Anfahrtspunkt bestimmen
X Das Tragen von Helm und Protektoren ist unabdingbar
O die Box muss nicht eingesehen werden können
O Funparks sind immer in Top-Zustand, vor der Fahrt muss das nicht kontrolliert werden

97. Welchem Lernziel wird die Aufgabenstellung „Kurvenfahren mit Belastungswechsel vor-talwärts“ zugeordnet?
O Schrägfahren und Kurven zum Berg
O Variables Kurvenfahren mit verbesserter Steuerqualität
X Kurvenfahren auf blauer Piste
O unterschiedliches Gelände kennenlernen

98. Welchem Lernziel wird die Aufgabenstellung „Sicheres Befahren von Engstellen“ zugeordnet?
O Lernebene Blau
X Unterschiedliches Gelände kennenlernen
O Variables Kurvenfahren mit verbesserter Steuerqualität
O Kurvenfahren auf blauer Piste

99. LE Grün: Durch welche Maßnahmen kannst du als ein Snowboardlehrer dem Problemfall „Brettgewöhnung: Dem Schüler rutscht das Board beim Aufstehen über die BS-Kante weg“ entgegen wirken?
X der Lehrer fixiert das Board des Schülers mit dem Fuß und hilft so beim Aufstehen
O der Schüler muss in jedem Fall selber hochkommen
X eventuell etwas steileres Gelände wählen
O eine Hand nach vorne nehmen, um sie als Gegengewicht einzusetzen

100. LE Grün: Durch welche Maßnahmen kannst du als Snowboardlehrer dem Problemfall „Erstes Gleiten: dem Schüler rutscht das Board beim Anschieben seitlich weg“ entgegenwirken?
X Board mehr aufkanten, Anschiebbereich des freien Fußes nicht zu groß wählen
O Bindung lockern
X Gewichtsverlagerung komplett auf den vorderen Fuß, damit der Druck dort erhöht wird
O Anschieben beenden und Board tragen

101. LE Blau: Durch welche Maßnahmen kann ein Snowboardlehrer dem Problemfall „Liftfahren: der Schüler fällt beim ersten leichten Zug des Liftes vornüber, er setzt sich nach hinten ab oder sein freies Bein rutscht seitlich vom Brett“ entgegenwirken?
X Training des Tools Belastungsverteilung
X Training der Körperspannung
X Training der Grundposition
O Training des Tools Vertikalbewegung

102. LE Blau: Nenne konkrete Übungsbeispiele, die ein Snowboardlehrer beim Problemfall „Gegenrotation“ anwenden kann?
O Mal – Geteilt – Plus – Minus
X Harry Potter Übung
X Ohrfeigenschwung Übung
X Wasserkasten Übung

Ausbildungs- und Prüfungsordnung

§ 1 Art und Zweck der Prüfung, Berechtigung

(1) Die Prüfungen zum „Snowboardlehrer Level 2“ werden vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV) angeboten und durchgeführt.

(2)  Der Snowboardlehrer Level 2 darf durch einen Staatlich geprüften Schneesportlehrer zur eigenständigen Erteilung von Snowboardunterricht eingesetzt werden.  Über die bestandene Prüfung wird den Ausbildungsteilnehmern ein Zeugnis ausgestellt.

(3) Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Qualifikation „Snowboardlehrer Level 2“ verliehen. Mit der Aufnahme als Mitglied im DSLV erhält der Absolvent einen entsprechenden Ausweis.

§ 2 Organisation der Ausbildungsrichtungen

(1) Die Ausbildung und Prüfung zum Snowboardlehrer Level 2 ist wie folgt gegliedert:

  • Ausbildung (§ 4);
  • Prüfung (§ 6);

Die Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge erstrecken sich über 6 Tage, wobei ein Tag mindestens 8 Unterrichtsstunden à 45 Minuten umfasst.

(2) Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) ist mit der Ausbildung und der Prüfung betraut.

(3) Ausbilder und Prüfer im Rahmen der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge kann nur sein, wer die staatliche Prüfung in der jeweiligen Ausbildungsrichtung erfolgreich abgelegt hat. Der DSLV kann den Einsatz eines Ausbilders im Hinblick auf Aufsicht und Verantwortung mit Auflagen verbinden. Insbesondere kann die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen sowie eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis nach Ablegung der staatlichen Prüfung in der betreffenden Ausbildungsrichtung zur Auflage gemacht werden.

§ 3 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung

(1) Für die Zulassung zur Ausbildung ist allgemein erforderlich:

  1. Vollendung des 18. Lebensjahres;
  2. Nachweis der Qualifikation Snowboardlehrer Level 1;
  3. Nachweis einer Erste Hilfe Ausbildung über mindestens 9 UE (Unterrichts-einheiten), nicht älter als zwei Jahre zu Ausbildungsbeginn Level 2
  4. Nachweis über 50 Std. Praktikum (wenn die Praktikumsbestätigung über 50 Std. bereits für Level 1 ausgestellt wurde ist diese ausreichend, sofern diese der DSLV Geschäftsstelle vorliegt)
  5. ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

(2) Zur Ausbildung kann nicht zugelassen werden, wer

  1. nicht im Besitz der Fähigkeit ist, öffentliche Ämter zu bekleiden oder Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen (§ 45 Strafgesetzbuch);
  2. auf Grund einer rechtskräftigen Verurteilung wegen eines Verbrechens oder Vergehens für die Ausübung eines Lehrberufs ungeeignet erscheint;

§ 4 Ausbildung

(1) Inhalte, Verfahren und Ausbildungsmodalitäten der Ausbildung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.

(2) Ausbildungsgrundlage ist der DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“

§ 5 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

(1) Für die Zulassung zur Prüfung ist allgemein erforderlich:

  1. Nachweis der vollumfänglichen Teilnahme an der Ausbildung.

§ 6 Prüfung

(1) Inhalte, Verfahren und Prüfungsmodalitäten der Prüfung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.

(2) Die Prüfung Snowboardlehrer Level 2 besteht aus Prüfungen der motorischen Fertigkeiten und der methodisch-didaktischen Fertigkeiten.

(3) Die Prüfungsaufgaben in der Motorik werden grundsätzlich von zwei Prüfern bewertet. Die Zahl der Prüfer kann erhöht werden, wenn dies nach den besonderen Umständen zur besseren Beobachtung einzelner Teile der Prüfungsaufgabe zweckmäßig ist. Innerhalb einer Prüfungsaufgabe können Teilaufgaben auch nur von einem Prüfer bewertet werden. In diesem Fall ist die Note aus mindestens zwei von zwei verschiedenen Prüfern bewerteten Teilprüfungsaufgaben als Durchschnittsnote zu bilden.

(4) Die Prüfungsaufgaben in der Methodik erfolgt, soweit die Anlage 1 nichts anderes bestimmt, in einer Lehrprobe. Die Prüfungsaufgabe in der Methodik wird grundsätzlich von einem Prüfer bewertet.

(5) Prüfungsvorsitzender und Prüfer werden jeweils vom Deutschen Skilehrerverband eingesetzt. Der Prüfungsvorsitzende …

  1. überwacht den Ablauf der Prüfung im Ganzen;
  2. entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und den Ausschluss von der Prüfung;
  3. stellt das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung fest und unterzeichnet die Prüfungszeugnisse.

(6) Als Prüfer können ausschließlich Mitglieder im Ausbilderteam des Deutschen Skilehrerverbandes eingesetzt werden.

§ 7 Ordnungsmaßnahmen, Ausschluss von Ausbildung und Prüfung

(1) Die Ausbildungs- und Prüfungsteilnehmer sind verpflichtet, den der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit dienenden Anweisungen der Person, die den Lehrgang leitet (Lehrgangsleiter) nachzukommen.

(2) Ausbildungsteilnehmer, die ihren Verpflichtungen trotz Ermahnung nicht nachkommen, können mit folgenden Ordnungsmaßnahmen belegt werden:

  1. Verwarnung durch den Lehrgangsleiter oder den Ausbilder;
  2. Ausschluss von dem betreffenden Lehrgang durch den Lehrgangsleiter;
  3. Ausschluss von der gesamten Ausbildung oder Prüfung durch den Prüfungsvorsitzenden.

(3) Vor der Verhängung einer Ordnungsmaßnahme ist dem Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Ordnungsmaßnahmen sind schriftlich zu vollziehen und aktenkundig zu machen.

(4) Die Regelung des Abs. 2 findet entsprechend Anwendung in Fällen, in denen ein Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer

  1. den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung stört oder zu stören versucht;
  2. durch sein Verhalten eine Gefahr für sich oder andere darstellt;
  3. an einer Krankheit leidet, die die Gesundheit anderer ernstlich gefährden oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung beeinträchtigen würde.

§ 8 Bekanntmachung der Lehrgänge, Versagung der Zulassung zu einem Lehrgang

(1) Der Deutsche Skilehrerverband macht Lehrgänge, die von ihm durchgeführt werden, im Magazin SnowSport und unter www.skilehrerverband.de bekannt.

(2) In der Bekanntmachung bzw. Ausschreibung sind festzulegen: Anmeldefrist, -anschrift, -unterlagen sowie die Ausbildungs- und Prüfungsgebühren.

(3) Können aus Kapazitätsgründen nicht alle Ausbildungsteilnehmer berücksichtigt werden, so ist der Zeitpunkt des Eingangs der Anmeldung maßgeblich. Darauf ist bei der Ausschreibung hinzuweisen.

§ 9 Prüfungsblätter

(1) Die von den Prüfern festgesetzten Einzelnoten sind in die Prüfungsblätter einzutragen und von den Prüfern zu unterzeichnen. Diese Prüfungsblätter sind vom Deutschen Skilehrerverband zu den Prüfungsakten zu nehmen.

§ 10 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung

(1) Bei der Bewertung der Prüfungsleistung durch den einzelnen Prüfer werden ausschließlich folgende Noten erteilt:
sehr gut (1) = eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
gut (2) = eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht,
befriedigend (3) = eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht,
ausreichend (4) = eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen entspricht,
mangelhaft (5) = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend (6) = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
Die Bewertung einer Prüfungsleistung mit einer Zwischennote ist nicht zulässig.

(2) Ist eine Note aus mehreren Einzelbewertungen oder aus voneinander abweichenden Bewertungen mehrerer Prüfer zu ermitteln, so ist die Notensumme durch die Zahl der Prüfungsleistungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung zu teilen. Dabei zählt, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes bestimmt ist, jede Note einfach. Die Note wird auf zwei Dezimalstellen berechnet; die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. Es ergibt sich so ein errechneter Zahlenwert; für diesen gilt:
sehr gut: bei einem Notenschnitt von 1,00 bis 1,50 einschließlich,
gut: bei einem Notenschnitt von 1,51 bis 2,50 einschließlich,
befriedigend: bei einem Notenschnitt von 2,51 bis 3,50 einschließlich,
ausreichend: bei einem Notenschnitt von 3,51 bis 4,50 einschließlich,
mangelhaft: bei einem Notenschnitt von 4,51 bis 5,50 einschließlich,
ungenügend: bei einem Notenschnitt über 5,51.

§ 11 Unterschleif und Beeinflussungsversuch

(1) Versuchen die Prüfungsteilnehmer das Ergebnis einer Prüfungsaufgabe durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu eigenem oder fremden Vorteil zu beeinflussen, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit „ungenügend“ zu bewerten. In schweren Fällen erfolgt der Ausschluss von der Prüfung; die Prüfung ist nicht bestanden. Als Versuch einer Täuschung gilt schon das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben, es sei denn, die Ausbildungsteilnehmer weisen nach, dass der Besitz weder Vorsatz noch auf Fahrlässigkeit beruht.

(2) Wird ein Tatbestand nach Abs. 1 Satz 1 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bzw. der Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang festgestellt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit „ungenügend“ zu bewerten und das Gesamtprüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. In schweren Fällen ist die Gesamtprüfung als nicht bestanden zu erklären. Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls in berichtigter Fassung neu auszustellen.

§ 12 Rücktritt und Abbruch

(1) Im Fall eines Rücktritts von der Teilnahme nach der Zulassung zu einem Lehrgang, aber vor dessen Beginn, gilt die Zulassung als nicht erfolgt. Bei einem Rücktritt nach Lehrgangseröffnung gilt der Lehrgang als nicht erfolgreich absolviert. Sofern für den Rücktritt Gründe maßgebend sind, die der Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertreten hat, kann der bis zum Rücktritt regelmäßig und erfolgreich besuchte Lehrgangsteil anerkannt werden. Der Prüfungsvorsitzende kann das Nachholen des versäumten Lehrgangsteils zum nächstmöglichen Zeitpunkt in einer geeigneten Lehrgangsmaßnahme genehmigen.

(2) Vom Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertretende Gründe für den Rücktritt sind unaufgefordert in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Eintreten des Rücktrittsgrunds nachzuweisen. Im Fall von Erkrankung oder Verletzung ist der Nachweis durch ärztliches Zeugnis zu erbringen; von diesem Erfordernis kann im Einzelfall nach Entscheidung des Prüfungsvorsitzenden abgewichen werden.

(3) Wird eine Teilprüfung nicht angetreten, so gilt sie als nicht bestanden.

(4) Kann ein Lehrgang oder die Prüfung aus unabwendbaren, insbesondere witterungsbedingten Gründen vom Veranstalter nicht zu Ende geführt werden, so müssen die nicht abgelegten Lehrgangsteile bzw. Prüfungsaufgaben zum nächstmöglichen Termin nachgeholt werden.

§ 13 Wiederholung der Prüfung

(1) Wer die gesamte Prüfung bzw. Prüfungsbereiche nicht bestanden hat, kann diese wiederholen. Die Wiederholung ist frühestens nach vier Wochen an einem der nächsten Prüfungstermine möglich.

(2) Das Verfahren bei einer Wiederholungsprüfung ist dasselbe wie bei der ersten Prüfung. Die Ergebnisse bestandener Prüfungsbereiche werden angerechnet.

§ 14 Anerkennung anderer Befähigungsnachweise

(1) Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) entscheidet über die Anerkennung anderer Befähigungsnachweise.

§ 15 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten, Anpassungen

(1) Diese Verordnung tritt am 01.08.2013 in Kraft.

(2) Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Regional-Snowboardlehrer tritt am 31.07.2013 außer Kraft.

(3) Folgende Anpassungen wurden beschlossen:
22.06.2015: § 1 (2), § 3 (1) 3., Anlage 1 Ziff. 2, 3 und 4

Wolfratshausen, den 23.07.2013

gez. Wolfgang Pohl                                                                gez. Max Holzmann
Präsident                                                                               Vorstand/Ausbildung

 

Anlage 1 zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Snowboardlehrer Level 2:

1. Ausbildung
Die Ausbildung Snowboardlehrer Level 2 umfasst die Bereiche der motorischen und der methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie des theoretischen Wissens. Die Grundlage der Ausbildung bildet der DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“ und die DSLV Schneesport Philosophie. Der Schwerpunkt liegt auf dem Lehren in den Lernebenen blau und rot.
2.1 Ausbildungsbereich motorische Fertigkeiten

Merkmale des optimalen Kurvenfahrens und deren Bewegungsspielräume, Freestyle, Training des  snowboardtechnischen Könnens sowie der Prüfungsaufgaben, Bewegungsanalyse.
2.2 Ausbildungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten

Einführung in die DSLV Unterrichtsphilosophie, Lehren von motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten mit Schwerpunkt in den Lernebenen blau und rot, Unterrichtstraining bezogen auf die Themen der Prüfungslehrproben.
2.3 Ausbildungsbereich theoretisches Wissen

Theoretische Grundlagen des Snowboardens insbesondere mit dem Schwerpunkt Aufgaben (A) – Organisieren (O) – Vermitteln (V), der Bewegungsanalyse und der Merkmale des optimalen Kurvenfahrens, Lawinen- und Wetterkunde, Erste Hilfe/Unfallkunde/Versorgung/Abtransport von Verletzten, Organisation/Sorgfalts-/Aufsichtspflichten/Rechtsfragen, Materialkunde.

3. Prüfung
Die Prüfung Snowboardlehrer Level 2 umfasst Prüfungen im Bereich der motorischen und der methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie des theoretischen Wissens. Die Entscheidung über die Auswahl  der Prüfungsaufgaben trifft der Deutsche Skilehrerverband. Diese Entscheidungen werden den Prüfungsteilnehmern vor der Abnahme der einzelnen Prüfungsaufgaben bekanntgegeben. Die Prüfung untergliedert sich in folgende Prüfungsteile, Prüfungsbereiche und Prüfungsaufgaben:
3.1 Prüfungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten

Vorbereitete Lehrprobe (15 min.)
3.2 Prüfungsbereich motorische Fertigkeiten

Zwei Technikaufgaben
Zwei Prüfungsaufgaben Freestyle, pro Prüfungsaufgabe zwei Versuche, der jeweils bessere Versuch wird gewertet
3.3 Prüfungsbereich theoretisches Wissen
Klausur mit 50 Multiple Choice Fragen

4.  Bewertung
(1) Die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 3.1 (methodisch-didaktische Fertigkeiten) entspricht der Note in der vorbereiteten Lehrprobe und die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 3.2 (motorische Fertigkeiten) errechnet sich als Durchschnitt aus den Noten gemäß den vier Prüfungsaufgaben. Die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 3.3 (theoretisches Wissen) errechnet sich aus dem Ergebnis der Klausur.

(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn alle Prüfungsbereiche wie folgt absolviert wurden:

  • wenn die Prüfungsbereiche gemäß den Nummern 3.1 (methodisch-didaktische Fertigkeiten), 3.2 (motorische Fertigkeiten) und 3.3 (theoretisches Wissen) mit jeweils mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurden,
    wenn der Durchschnitt aus den Noten der beiden Technikaufgaben mit  mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde und
  • wenn der Durchschnitt der beiden Freestyleaufgaben mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde.

Skripte, Präsentationen und Dokumente (Stand 2018/19)

Referat DSLV Strukturhilfen

Referat Bewegungssehen

Referat Ausbildungsbereich Freestyle

Skript Unfallkunde/Erste Hilfe

Organisation und Recht

Gesetzliche Grundlagen für die Tätigkeit als Schneesportlehrer
Wer darf Ski- oder Snowboardunterricht anbieten?

Verordnung über die Ausübung des Unterrichts als Bergführer sowie die Ausübung des Unterrichts als Schneesportlehrer in Bayern:

Regelungen:

  1. Erwerbsmäßiger Unterricht darf nur von einem staatlich geprüften Ski- oder Snowboardlehrer erteilt werden.
  2. Der Leiter muss im zweijährigen Turnus an einem durch die TUM anerkannten Fortbildungslehrgang teilnehmen
  3. Der Leiter einer Schneesportschule darf weitere staatlich geprüfte Ski-/Snowboardlehrer einsetzen
Der Level 3 Lehrer darf unter der Aufsicht eines staatlich geprüften Ski-/Snowboardlehrer tätig sein, wobei ein staatlich geprüfter Lehrer unbegrenzt Level 3 Lehrer einsetzen kann..

[Ausnahmen: Tätigkeit im Rahmen der dienstlichen Ausbildung in Bundeswehr, Bundespolizei, Polizei oder in einer ähnlichen staatlichen Einrichtung, lehrplanmäßiger Unterricht einer Schule gem. Art. 3 I oder II BayEUG oder einer Einrichtung des Hochschulbereichs, Tätigkeit eines Vereins, sofern zum satzungsmäßigen Vereinszweck das Sporttreiben der Mitglieder gehört und der Unterricht ausschließlich für diese abgehalten wird.]

Aufgaben des Schneesportlehrers
• Unterweisung in der sportlichen Technik, allerdings ohne dass ein entsprechender Lernerfolg geschuldet ist
• Fürsorge- und Schutzpflichten, die besonderen Sportgefahren für den Schüler zu steuern und abzuwenden#
• Aufsichtspflichten, um Gefahren, die vom Schüler ausgehen für Dritte zu steuern und abzuwenden

Merke:
Der Schneesportlehrer muss Gefahrenquellen erkennen und möglichst Gefahren abwenden!

Unfallanalyse – Gefahrenquellen erkennen*
90 % der Verletzungen aufgrund eines Sturzes oder einer Kollision mit einem Objekt
• 7 % aufgrund Personenkollisionen
• 53 % auf roten Pisten, 38 % auf bluen Pisten,  6 % auf schwarzen Pisten
• die meisten Unfälle ereignen sich bei stark wechselnden Schneebedingungen auf der Piste, gefolgt von eisigen Pisten und hartem Altschnee
• Schneesportler mit weniger guten Fertigkeiten fahren tendenziell eher auf roten und blauen Pisten und verunfallen häufiger.
• gute und ausgezeichnete Fahrer am häufigsten auf roten, gefolgt von blauen Pisten verunfallen
• meisten Unfälle geschehen bei sonnigem Wetter und guter Sicht
• rund 3 bis 8 % der Snowboardunfälle bei der Liftbenutzung
• das Verletzungsrisiko nimmt im Tagesverlauf zu, die meisten Unfälle geschehen kurz vor dem Mittag und gegen 15 Uhr

Unfallanalyse – Gefahrenquellen Kinder und Jugendliche*
• Kinder und Jugendliche das höchste Verletzungsrisiko
• Gründe für ein höheres Verletzungsrisiko der Kinder und Jugendlichen   können noch geringe Fertigkeiten,
• fehlende Erfahrungen
• fehlendes Gefahrenbewusstsein
• Selbststeuerungsfähigkeit
• häufig nicht kindgerechte Ausrüstung
• sowie ein noch nicht ausgereifter Körper sein, welcher anfälliger für   Verletzungen ist
* Quelle: Brügger O, Bianchi G, Hofer M, Michel Fl, Müller C, Unfallforschung Sport: Unfall, Risiko- und Interventionsanalyse Bern: Bfu – Beratungssteller für Unfallverhütung, 2012. bfu-Sicherheitsdossier Nr. 10

Bewertung von Risikofaktoren*

*Quelle: Brügger O, Bianchi G, Hofer M, Michel Fl, Müller C, Unfallforschung Sport: Unfall, Risiko- und Interventionsanalyse Bern: Bfu – Beratungssteller für Unfallverhütung, 2012. bfu-Sicherheitsdossier Nr. 10

Umfrageergebnisse im Hinblick auf die Behandlung von Aspekten der Unfallprävention im Unterricht*

*Quelle
Brügger, O., Sulc, V. & Walter, M. (2005). Unfallprävention im Schneesport: Kenntnisse und Verhalten der Schneesportler und Ausbildner (bfu-Report 56). Bern: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu.

Haftung des Schneesportlehrers
Haftung wegen deliktischen Pflichtverletzungen bei Beeinträchtigungen von Eigentum, Gesundheit u.a. Schutzgütern aus § 823  BGB!
Haftung wegen Verletzung der Aufsichtspflichten, also wenn der Teilnehmer einen Dritten schädigt!
> Der Lehrer muss also bei der Planung und Durchführung des Unterrichts stets die sich ergebenden Gefahrenquellen erkennen und durch entsprechende Auswahl der Ausrüstung, Organisation und Durchführung des Unterrichts und Verhaltens im Schadenfall vermeidbare Gefahren abwenden.

Merke:
Der Teilnehmer darf sich auf den Lehrer verlassen, der Lehrer aber nicht unbedingt auf den Teilnehmer.
Je jünger der Teilnehmer und/oder unerfahrener er ist, desto mehr muss der Lehrer für ihn mitdenken, organisieren und handeln.

Aber:
Der Teilnehmer muss auch auf den Lehrer hören!

Checkliste – Sorgfaltspflichten
Planung, Organisation und Durchführung
• Geeignetes Material (Sicherheitsbestimmungen der Hersteller)
• Kontrolle Zustand Bindung und Material
• Tägliche Information über Wetter- und Lawinensituation
• FIS-Regeln und Sicherheitsvorschriften in Theorie und Praxis
• Erste Hilfe Material (mit Mindestbestückung nach DIN 13160)
• Handy aufgeladen und Funktionstüchtig
• Notizblock und Stift
• Geländewahl
• Innerhalb der gesicherten Pisten
• Keine Überforderung
• Ausreichende Pausen (und Nachtruhe)
• Aufsicht während kursfreier Zeit
• Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes

Merke:
Die Entscheidungen richten sich immer nach dem schwächsten innerhalb der Gruppe und dem schwierigsten Teil einer Abfahrt oder Aufgabe.

Checkliste – Sorgfaltspflichten
Verhalten nach dem Unfall
• Sicherung der Unfallstelle
• Sofortmaßnahmen am Unfallort
• Absetzen eines Notrufs
• Notieren von Vornamen, Nachnamen, Anschrift der   Unfallbeteiligten und Zeugen
• Sicherung von Beweismitteln (Ski/Board, Fotoaufnahmen u.ä.)

Merke:
Die Entscheidungen richten sich immer nach dem schwächsten innerhalb der Gruppe und dem schwierigsten Teil einer Abfahrt oder Aufgabe.

Umsetzung der Sorgfaltspflichten
Ausrüstung des Lehrers
• Erste Hilfe Material mit Mindestbestückung nach DIN 13160 (empfohlen von Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV))
• Notizblock und Stift
• Mobiltelefon
• Personalausweis

Planung vor Kursbeginn
Einholung des Wetter und Lawinenlageberichts
Auswahl des geeigneten Treffpunkts für den Kursbeginn und Abschluss:
• Sammelplatz ist erreichbar
• Gehen Gefahren vom Sammelplatz aus (bspw. bei Bushaltestellen)?
• Abschluss: Kommen die Teilnehmer vom Abschlussort wieder ins Tal?
• Gehen Gefahren vom Ort des Abschlusses aus?

Material-Check bei Kursberginn
Eine ausreichende Ausrüstung ist Sache des Teilnehmers, bei Kindern und Jugendlichen die der Eltern. Dennoch darf der Lehrer den Teilnehmer nicht mit einer offensichtlich unzureichenden Ausrüstung mitnehmen.
• Kleidung
• Mütze
• Handschuhe
• Helm
• Schneebrille
• ggf. Protektoren
• Ski/Boardausrüstung (Bindungseinstellungen)

Teilnehmer-Check bei Kursbegin
Der Lehrer muss den Könnensstand vor der Auffahrt überprüfen und klären, ob die geplante Abfahrt vom Teilnehmer bewältigt werden kann und er den Überblick über die Gruppe halten kann.
• Überschaubarkeit der Gruppe
• Körperliche Verfassung der Teilnehmer
• Ausbildungsgrad der Teilnehmer

Sorgfaltspflichten des Schneesportlehrers während des Kurses
Während dem Kurs:
• geeignetes Übungsgelände
• geeignete Aufgabenstellung
• keine Überforderung
• Anzeichen von Erschöpfung und insbesondere bei Kindern und   Jugendlichen: Erfrierung, Sonnenbrand
• Ausreichende Pausen (und ggf. Nachtruhe)
• Aufsicht während kursfreier Zeit
• Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes
• Sachgerechte Hilfe im Schadensfall
• Aufklärung, Übung und Einhaltung der FIS – Regeln

Entscheidungsmaßstab des Schneesportlehrers
Die Entscheidungen richten sich immer nach dem schwächsten innerhalb der Gruppe und dem schwierigsten Teil einer Abfahrt oder Aufgabe.
Die Frage nach der Fremdverantwortung bestimmt sich nach dem Alter, Kenntnis- und Erfahrungsschatz der Teilnehmer.
Je jünger der Teilnehmer und/oder unerfahrener er ist, desto mehr muss der Lehrer für ihn mitdenken, organisieren und handeln.

Aber:
Befolgt ein Teilnehmer die Anweisungen nicht, kann durch dieses Mitverschulden des Teilnehmers die Haftung ganz oder teilweise entfallen.

Beispiel – Engstelle
Urteil des LG Ravensburg vom 16.3.2004, Az 6 O 382/03.

Sachverhalt:
Die Klägerin nahm an einem Skikurs teil. Die Skilehrerin fuhr durch eine enge Passage vor. Die Klägerin wurde von einem Dritten angefahren und verletzt.

Entscheidung:
Klage wurde abgewiesen, weil der Skilehrerin kein Sorgfaltspflichtverstoß vorgeworfen werden konnte. Der Unfall wurde fremdverschuldet.

Es ist gleichgültig, ob der Skilehrer vorausfährt oder seine Schützlinge vorausfahren lässt, ob er ein bestimmtes Fahrtraining oder ob er ein freies Fahren zulässt. Er muss lediglich vermeiden, für die Könnensstufe und die Trainingsreichtweite der Teilnehmer gänzlich ungeeignete Abfahrten zu wählen, und auch dann kann er nur für Unfälle verantwortlich sein, die gerade wegen der Schaffung dieser besonderen Gefahr entstanden sind.

Jeder weiß, dass der Skibetrieb, auch im Rahmen gesicherter Pisten, nie ganz ungefährlich ist.

Beispiele – Verhalten nach dem Unfall

Sachverhalt:
Die minderjährige Klägerin wurde von einem Dritten während des Skikurses verletzt. Der Skilehrer nahm nicht die Personalien auf.

Entscheidung:
Der Skilehrer haftet, weil er im Schadenfall nicht sachgerecht Hilfe geleistet hat!
Anders kann es bei Erwachsenen sein, wenn ein Erwachsener trotz des Unfalls in der Lage ist, die Sachlage zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen bzw. ausführen zu lassen!

Zusammenfassung Sorgfalts- und Aufsichtspflichten
• Pflicht, auf Überschaubarkeit der Gruppe zu achten
• die Tauglichkeit der Ausrüstung des Schülers zu überprüfen
• ein dem Können der Gruppe angepaßte Übungsgelände zu wählen
• die Überforderung der Schüler durch Rücksichtnahme auf ihre körperliche Verfassung, durch Auswahl des angemessenen Geländes sowie durch Wahl der angepaßten Fahrspur und Fahrgeschwindigkeit zu vermeiden
• die Schüler hinsichtlich aller die Sicherheit betreffenden Umstände aufzuklären und anzuleiten
> Einhaltung und Schulung der FIS-Regeln und Park Rules
> Vergleiche Skript FIS Regeln!

• Aufsichtspflicht wird ab dem Zeitpunkt der Übernahme der Kinder bis zur Übergabe an die Eltern
> Beobachten, Überwachen, Belehren und Aufklären
> ggf. Maßnahmen ergreifen, um das Verhalten zu leiten und zu beeinflussen