Voraussetzungen und Ziele

Die Ausbildung und Prüfung zum Skilehrer Nordic Level 3 führt, aufbauend auf Level 1 und 2, zur höchsten verbandsinternen Skilehrerausbildung im Deutschen Skilehrerverband. Mit Bestehen der Prüfung zum Level 3 Skilehrer Nordic erhält man die international anerkannte ISIA-Marke. 

Die Ausbildung Level 3 besteht in der Summe aus 9 Tagen Ausbildung. Welche sich zwischen Ausbildungsteil 1 (5 Tage) und Ausbildungsteil 2 (4 Tage) zusammensetzen.  

Die Prüfung umfasst 2 Tage, in welchen die motorischen und methodischen Fertigkeiten und Fähigkeiten abgeprüft werden.

Lehrgangsziel
Ziel des Skilehrer Level 3 ist die Vermittlung von, auf dem Skilehrer Nordic Level 2 aufbauenden und vertiefenden, Fertigkeiten und Fähigkeiten in Motorik und Methodik in Theorie und Praxis. 

Zulassungsvoraussetzung
• Vollendung des 18. Lebensjahres
• Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe von 9 UE (Unterrichtseinheiten), welcher nicht älter als zwei Jahre darf
• Ärztliches Zeugnis (nicht älter als drei Monate), das die körperliche und gesundheitliche Eignung für die gewählte Ausbildungsrichtung bescheinigt
• Vorlage eines amtlichen Führungszeugnisses (nicht älter als 3 Monate)
• Nachweis der Qualifikation Skilehrer Nordic Level 2
• Nachweis des Praktikums (§3 APO Skilehrer Nordic Level 3)
• Ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift

 

Lehrgangsplan für Risikomanagement 1

Lehrgangsablauf RM I
Im Rahmen der verschiedenen praktischen und theoretischen Ausbildungseinheiten zum Skilehrer Nordic Level 3 wird eine praktische und theoretische Ausbildung im Bereich Fertigkeiten im Risikomanagement durchgeführt, die in Form eines spezifischen Basislehrgangs mit vier Tagen Dauer angeboten wird.

Lehrgangsziel
Im Basislehrgang Risikomanagement I werden den Teilnehmern grundlegenden Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis in den Bereichen Risikomanagement im alpinen Skilauf, Kameradenhilfe und Beurteilung der Lawinengefahr vermittelt.

Zulassungsvoraussetzungen
• Vollendung des 18. Lebensjahres
• Nachweis der Qualifikation Skilehrer Nordic Level 2
• ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift

Inhalte
• Kameradenhilfe/Suche mit dem LVS-Gerät – Wirkungsweise, Gegenseitigkeitsprobe, Suchstrategien und Suchverfahren, Signalsuche, Grobsuche Feinsuche, Punktortung, Schaufelstrategien
• Führungstaktik beim Variantenfahren – Organisationsregeln und Organisationsformen beim Variantenfahren, Auf- und Abstieg ohne Ski, Abbremsen von Stürzen
• Beurteilung der Lawinengefahr, Orientierung und Tourenplanung – Kartenkunde, Bestimmung von Hangsteilheit und Exposition, praktisches Orientieren, Tourenplanung für das Variantenfahren, Gefahrenstellen erkennen und Checkpunkte festlegen, Routenfindung
• Beurteilung der Lawinengefahr, Risikomanagement – Risikomanagement beim Variantenfahren, Anwendung der empfohlenen Standards innerhalb des DSLV

Zu erwerbende Kompetenzen, Kenntnisse und Fähigkeiten
• Kenntnisse zum Risikomanagement beim Variantenfahren, Beherrschen der empfohlenen Standards beim Variantenfahren nach dem Faltblatt „Achtung Lawinen“
• Beherrschen der 3×3-Filtermethode
• Beherrschen des Kontrollinstruments (Snow Card) zur quantitativen Beurteilung der Lawinengefahr
• Beherrschen der Funktion und der Kontrolle der LVS-Geräte
• Beherrschen der Kameradenhilfe mit dem LVS-Gerät
• Kenntnisse geländeangepasster Organisationsformen beim Variantenfahren unter laufender Berücksichtigung der Faktoren Sicherheit u. Erlebniswert
• Kenntnisse über führungstechnische und -taktische Maßnahmen beim Befahren schwieriger Geländeabschnitte
• Kenntnisse über führungstechnische u. -taktische Maßnahmen beim Auf- und Abstieg ohne Ski
• Kenntnisse der wichtigsten Maßnahmen zur Orientierung im Gelände (Karte einnorden, Bestimmung des eigenen Standorts im Gelände)
• Kenntnisse zum Messen von Hangsteilheiten, -expositionen und Geländeformen, vorbereitende Tourenplanung für das Variantenfahren unter Ausnutzung aller relevanten Informationsquellen
• Kenntnisse zu Gefahrenstellen erkennen und Checkpunkte im Gelände festlegen

Individuelle Voraussetzungen
• sicheres und zügiges Fahren im Gelände
• allgemein guter Fitnesszustand, um den Umfang und die Intensität der Inhalte zu realisieren.

Ausrüstung
• All-Mountain- bzw. Freeride-Ski werden empfohlen
• kleiner Rucksack für Notfallausrüstung (LVS-Gerät*, Lawinensonde, Lawinenschaufel, 1.Hilfe Set)
• *digitales LVS-Gerät (3-Antennengerät)
• Helm, Rückenprotektor empfohlen

Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, bei sicherheitsrelevanten Ausbildungsinhalten einen Helm zu tragen. Zusätzlich empfehlen wir das Tragen eines Rückenprotektors.

Übersicht Praxis

Zeit Thema
1 Tag Kameradenhilfe / Suche mit dem LVS-Gerät
½ Tag Führungstaktik beim Variantenfahren
½ Tag Beurteilung der Lawinengefahr / Orientierung
1,5 Tage Beurteilung der Lawinengefahr / Risikomanagement

Die angegebenen Zeiteinheiten sind nicht bindend und können bei Bedarf situativ angepasst werden.

Übersicht Theorie

Zeit Thema
60 min Kameradenhilfe / Suche mit dem LVS-Gerät
60 min Beurteilung der Lawinengefahr / Orientierung + Tourenplanung
120 min Beurteilung der Lawinengefahr / Risikomanagement

Literatur

  • Alpin-Lehrplan 4, Skibergsteigen – Freeriding, BLV-Verlag, 4. Auflage 2007
  • DSLV Lehrplan „Freeriden einfach“, 1. Auflage 2011
  • Faltblatt „Achtung Lawinen“ (erhält jeder LG-Teilnehmer vor Ort)
T33-3Wiki

Lehrgangsplan für Ausbildung 1 (Klassik)

Ausbildungslehrgang Teil 1, Klassik

Tage Inhalte
Eröffnungsabend Anreise und Lehrgangseröffnung

Theorie I
Vortrag 1: Lehrgangsinformationen, Kurzinfo Prüfungsinformationen
Vortrag 2: Laufphilosophie; Wachsseminar;

1,0 Motorik KT1 / Methodik KT1
Erarbeiten der Lernziele der Lernebenen Rot/Schwarz in der klassischen Technik
Diagonalschritt am Anstieg, Doppelstock mit Zwischenschritt, Grätenschritt
Optimierung der Grundfunktionen
1,0 Motorik KT2 Anwenden und Verbessern aller Klassik Techniken
Training von Rhythmuswechsel und -anpassung (Technikwechsel)
1,0 Methodik KT2
Unterrichtstraining: Erarbeiten und Vorstellen je einer un-/vorbereiteten
Lehrprobe
1,0 Motorik KT3 / Methodik KT3
Bewegungsanalyse – Beobachten – Beurteilen – Beraten
· Standardisiertes Vorgehen bei Fehlersuche, Fehleranalyse und Fehler abstellen
· Einsatz von Video bei der Bewegungsanalyse
· Präzises Laufen, koordinative Aufgaben, individuelle Korrektur
· Prüfungsvorbereitung Lauftraining Klassik

  

Lehrgangsplan für Ausbildung 2 (Skating)

Ausbildungslehrgang Teil 2, Skating

Tage Inhalte
Eröffnungsabend Anreise und Lehrgangseröffnung

Theorie I
Vortrag 1: Lehrgangsinformationen, Kurzinfo Prüfungsinformationen
Vortrag 2: Laufphilosophie; BBB; Wachsseminar;

1,0 Motorik FT1
Anwenden und Verbessern aller Skating Techniken
Training von Rhythmuswechsel und -anpassung (Technikwechsel)
1,0 Motorik FT2 / Methodik FT1
Bewegungsanalyse – Beobachten – Beurteilen – Beraten· Standardisiertes Vorgehen bei Fehlersuche, Fehleranalyse und Fehler abstellen

· Einsatz von Video bei der Bewegungsanalyse

· Präzises Laufen, koordinative Aufgaben, individuelle Korrektur

· Prüfungsvorbereitung Lauftraining Skating

1,0 Methodik FT2
Unterrichtstraining: Erarbeiten und Vorstellen je einer un-/vorbereiteten
Lehrprobe

Inhalte und Lehrgangsplan für die Prüfung

Prüfungslehrgang Klassik

Tage Inhalte
TA Prüfungseröffnung
Ausgabe Lehrprobenthemen
Theorie Prüfung: Multiple Choice Test
0,5 Motorik Prüfung Klassik
Technikaufgabe Klassik – eine situative Prüfungsaufgabe als Technikrunde,
gegebenenfalls mit koordinativen Zusatzaufgaben, auch auf verschiedenen Teilstrecken möglich.
0,5 Methodik Prüfung Klassik
Eine unvorbereitete Lehrproben (á 15 min)

 

 

 

 

Prüfungslehrgang Skating

Tage Inhalte
TA Prüfungseröffnung
Ausgabe Lehrprobenthemen
0,25 Motorik Prüfung Skating
Technikaufgabe Skating – eine situative Prüfungsaufgabe als Technikrunde, gegebenenfalls mit koordinativen Zusatzaufgaben, auch auf verschiedenen Teilstrecken möglich.
0,25 Motorik Prüfung Skating
Zeitlauf – in einer modernen Wettkampfform
0,5 Methodik Prüfung Skating
Eine unvorbereitete Lehrprobe (á 15 min)

Allgemeine Informationen zur Prüfung

Die Teilnahme an der Prüfungseröffnung ist generell verpflichtend.

Inhalt Prüfungseröffnung:

  • Ablaufplan Prüfung mit Gruppeneinteilung Lehreignung
  • Ausgabe der Startnummern
  • Bekanntgabe der Prüfungskriterien

Die Theorieprüfung findet im Regelfall unmittelbar nach der Prüfungseröffnung des Ausbildungslehrgangs Teil1 Klassik am Anreiseabend statt.

Der genaue Treffpunkt wird vor Lehrgangsbeginn durch die Geschäftsstelle des DSLV per Mail bekannt gegeben.

Achtung: Bei Nichterscheinen am Eröffnungsabend erfolgt ausnahmslos keine Zulassung zu den weiteren Teilen der Prüfung.

Prüfungsergebnis:
Die Bewertung im Prüfungsbereich Risikomanagement erfolgt in der Unterscheidung nach bestanden/nicht bestanden. Die Note im Prüfungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten errechnet sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten der beiden unvorbereiteten Lehrproben. Die Note im Prüfungsbereich motorische Fertigkeiten errechnet sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten der drei Prüfungsaufgaben Technik Skating und Technik Klassik und Zeitlauf. Die Note im Prüfungsbereich theoretisches Wissen errechnet sich aus dem Ergebnis der Klausur.

Die Prüfung ist bestanden, wenn

  1.  die Prüfungsbereiche methodisch-didaktische Fertigkeiten, motorische Fertigkeiten und theoretisches Wissen mit jeweils mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurden.
  2.  wenn die Prüfungsaufgabe Technik Skating (motorische Fertigkeiten) mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde.
  3. wenn die Prüfungsaufgabe Technik Klassik (motorische Fertigkeiten) mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde.

die Prüfungsaufgabe  Zeitlauf mit mindestens mit der Note „ausreichend“ absolviert wurde

Ausbildungs- und Prüfungsordnung

Skripte, Präsentationen und Dokumente Ausbildung Risikomanagement

Skripte, Präsentationen und Dokumente Ausbildung Nordic

Hinweise für die Lehrprobenprüfung & Lehrprobenthemen

Beispielfragen Level 3 Theorieklausur