Voraussetzungen, Ausrüstung und Ziele

Lehrgangsziele Ausbildungslehrgang Teil 1:
Im Ausbildungslehrgang Teil 1 soll der erste Kontakt mit dem Unterrichten im Schnee hergestellt werden und ein Verständnis für die
DSLV Schneesport Philosophie sowie der DSLV Lauf- und Unterrichtsphilosophie entwickelt werden.
• Vermittlung von Grundlagen für den Ausbildungslehrgang Teil 2 und die Prüfung
• Einführung in die DSLV Schneesport Philosophie
• Einführung in die DSLV Unterrichts- und Laufphilosophie
• Verbessern des individuellen Laufkönnens und der Unterrichtskompetenz

Lehrgangsziele Ausbildungslehrgang Teil 2 und Prüfung:
Im Ausbildungslehrgang Teil 2 werden situative und demonstrative Prüfungsaufgaben vorgestellt und trainiert. Einfaches, nachhaltiges und natürliches Lernen unter Einbeziehen der komplexen Situationen ist das Ziel eines qualifizierten Unterrichts. Daher werden das Strukturieren von Unterricht, die Vorbereitung und Durchführung von Unterricht sowie Informationen zu Lehrprobe und Lehrprobentaktik auch im Vordergrund stehen.
• Zielgerichtete Vorbereitung auf die Prüfung Skilehrer Nordic Level 1
• Verbesserung von individuellem Laufkönnen und Unterrichtskompetenz
• Kennenlernen und Trainieren möglicher Prüfungsaufgaben
• Vorbereiten und Strukturieren von Lehrprobenthemen

Die Prüfung bietet eine lehr- und lernstufengerechte Vorbereitung sowie das Abfordern geeigneter Voraussetzungen zum Unterrichten an einer DSLV Profi-Skilanglauf- / Skischule. Die Qualifikation Skilehrer/-in Nordic Level 1 bereitet die Teilnehmer optimal für einen möglichen, weiterführenden Ausbildungsweg als Skilehrer Nordic vor. Die Prüfung ist bestanden, wenn in allen 3 Teil-Bereichen jeweils die Note 4,5 erreicht wird.

Zulassungsvoraussetzungen
• Vollendung des 16. Lebensjahres
• 2-tägiger Ausbildungslehrgang Teil 1 sowie 3-tägiger Ausbildungslehrgang Teil 2
• Nachweis Erste Hilfe Ausbildung (mind. 9 Unterrichseinheiten, nicht älter als 2 Jahre)
Die Nachweise müssen dem DSLV bis spätestens 10 Tage vor Lehrgangsbeginn in der Geschäftsstelle vorliegen, anderenfalls erfolgt keine Zulassung zum Lehrgang.

Die Teilnahme am Ausbildungslehrgang Teil 1 kann erlassen werden, wenn ein 50-stündiges Unterrichtspraktikum in einer DSLV Profi-Skischule, bestätigt durch den Skischulleiter (Staatlich gerpüfter Skilehrer), vorliegt. Dieser Nachweis muss spätestens drei Wochen vor Lehrgangsbeginn beim DSLV unter lehrgang@skilehrerverband.de eingereicht werden.

Individuelle Voraussetzungen

  1. Technik – Persönliches Laufkönnen Skaten
    • Sehr gute läuferische Fähigkeiten im Bereich der Lernebene Rot – Rote Loipen
    • 1-2 Technik
    • 1-2 Technik mit aktiven Armschwung
    • Schlittschuhschritt  mit diagonalem Armschwung
  2. Technik – Persönliches Laufkönnen Nordic Cruisen
    • Sehr gute läuferische Fähigkeiten im Bereich der Lernebene Blau – Blaue Loipen und freies Gelände
    • Laufgrundschritt
    • Gleitschieben
    • Abfahrtstechniken
  3. Trainingshäufigkeit/Trainingsintensität vor Beginn des Lehrgangs
    • 10 – 15 Trainingseinheiten Skilanglauf mit einem zeitlichem Aufwand von ca. 45 – 60 min je Einheit.
    • Richtwert für die Laufgeschwindigkeit: ca. 10 km in 60 min sollten bei einem lockeren Lauf auf roten Loipen möglich sein.

Ausrüstung

  • Skating-Ski UND Cruising-Ski Länge = Einteilung nach Gewicht
  • Skating-Stöcke, Länge = Körperhöhe minus 10 %
  • Cruising-/Klassik-Stöcke in entsprechender Länge = Körperhöhe minus 20 %
  • Skating- und Cruising-/Klassik- oder Kombischuhe
  • LL- Funktionsbekleidung (Mehrschichtenprinzip), Rucksack, Erste Hilfe Set
  • Eigene methodische Hilfsmittel können gerne mitgebracht werden

Methodik
Das geforderte 10 stündige Eigenstudium sollte dazu genutzt werden, sich intensiv mit der Unterrichtsphilosophie, dem methodischen Erarbeiten von Lauftechniken und den entsprechenden variablen Aufgabenstellungen in beiden Techniken auseinander zu setzen. Wir empfehlen im Praktikum auch das Unterrichten von Skilanglaufgruppen an der DSLV Profi-Schule/Skilanglaufschule.

Lehrgangsplan für Ausbildung Teil 1, 2 und Prüfung (Stand 2018/19)

Die Ausbildung und Prüfung zum Skilehrer Nordic Level 1 ist der Einstieg in die Skilanglauflehrerausbildung des Deutschen Skilehrerverbandes und überprüft grundlegende skilanglauf-motorische Fertigkeiten und methodische Grundkenntnisse. Die Ausbildung besteht aus je 2 Tagen Training, Ausbildung und Prüfung.
Die Qualifikation Skilehrer Nordic Level 1 erreicht man über die Teilnahme an einer 2-tägigen Ausbildung mit anschließender 2-tägiger Prüfung. Die Teilnahme am Trainingslehrgang ist grundsätzlich freiwillig, sofern der Nachweis eines 50 Std. umfassendes Praktikum in einer DSLV Profi-Ski- bzw. Skilanglaufschule, gemäß den Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Ausbildung und Prüfung zum Level 1 nachgewiesen wurde. Wer diese Zulassungsvoraussetzung nicht vorweisen kann bzw. das Praktikum nicht in einer Profi-Ski- bzw. Skilanglaufschule des DSLV absolviert hat, muss an dem Trainingslehrgang verpflichtend teilnehmen.

Trainingslehrgang (2 Tage):
Der Trainingslehrgang legt den Schwerpunkt auf die motorischen/lauftechnischen Fertigkeiten der Teilnehmer. Der 2-tägige Trainingslehrgang kann grundsätzlich von jedem besucht werden, ist aber für jene Teilnehmer verpflichtend, die kein 50-stündiges Praktikum in einer DSLV Profi-Skilanglauf-/ Skischule nachweisen können. Zur Lehrgangsvorbereitung empfiehlt sich der DSLV-Lehrplan.

Dauer Inhalte Praxis
1/2 Tag Skaten – Motorik

Training prüfungsrelevanter Techniken
Training der Grundfunktionen
Aktionen und Bewegungsspielräume

Training einfache Lauftechniken:
1-2 Technik
1-2 Technik mit aktiven Armschwung

1/2 Tag Skaten – Motorik

Individuelle Bewegungsanalyse einfacher Lauftechniken mit Video

Situatives Training

1/2 Tag Skaten – Methodik
Unterrichtstraining anhand der Lernziele aus LE Grün/Blau
1/2 Tag Nordic Cruisen/KT – Methodik
Unterrichtstraining anhand der Lernziele aus LE Grün/Blau

Schwerpunkt des Trainings Skilehrer Nordic Level 1 ist die Vermittlung der DSLV Laufphilosophie mit den Grundfunktionen, deren Aktionen und Bewegungsspielräumen sowie der DSLV Unterrichtsphilosophie. Ausserdem das Verstehen und Anwenden der DSLV Schneesport Philosophie in den Lernebenen Grün und Blau (Einsteiger und Fortgeschrittene).


Ausbildungslehrgang (2 Tage):
Der Schwerpunkt beim Ausbildungslehrgang liegt auf dem Training der methodischen und motorischen Fertigkeiten der Teilnehmer sowie der Vermittlung der DSLV Laufphilosophie mit den Grundfunktionen, deren Aktionen und Bewegungsspielräumen und der DSLV Unterrichtsphilosophie. Gundlage der Ausbildung sind die Lernebenen Grün und Blau der DSLV Schneesportphilosophie. Ausbildungsinhalte im motorischen Bereich beziehen sich auf die Lernziele der Lernebenen Grün und Blau. Grundlegende Kenntnisse hierzu werden vorausgesetzt. Zur Vorbereitung empfiehlt sich der DSLV-Lehrplan.

Dauer Inhalte Praxis
1 Tag Skaten – Motorik/Methodik

Lernziele der Lernebene Grün
Grundfunktionen Abstoßen, Gleiten, Belastungswechsel

Lernziele der Lernebene Blau
Einfache Lauftechniken:
1-2 Technik
1-2 mit aktiven Armschwung Technik
Schlittschuhschritt mit diagonalem Armschwung
Abfahrtstechniken

1/2 Tag Skaten – Methodik
Unterrichtsaufbau, Unterrichtstraining anhand der Lernziele
aus der Lernebene Grün/Blau(Lehrprobe=10min, allein, 8 Skatingthemen zur Auswahl)
1/2 Tag Nordic Cruisen/KT – Motorik/Methodik

Lernziele der Lernebene Grün
Leicht bergauf- leicht bergab

Lernziele der Lernebenen Blau
Einfache Lauftechniken:
Laufgrundschritt, Gleitschieben, Gräten-/Treppenschritt
Optional: kleine Tour

ergänzend Unfallkunde/Erste Hilfe
ergänzend Organisation, Sorgfaltspflichten und Rechtsfragen

Die Ausbildung und Prüfung zum Skilehrer Nordic Level 1 ist der Einstieg in die Skilanglauflehrerausbildung des Deutschen Skilehrerverbandes und überprüft grundlegende skilanglauf-motorische Fertigkeiten und methodische Grundkenntnisse. Die Ausbildung besteht aus je 2 Tagen Training, Ausbildung und Prüfung. Zum Ausbildungslehrgang wird nur zugelassen, wer entweder den 2-tägigen Trainingslehrgang besucht hat, oder ein 50-stündiges Praktikum in einer DSLV Profi-Skilanglauf- / Skischule nachweisen kann.


Prüfungslehrgang (2 Tage):

Dauer Inhalte Praxis
1/2 Tag Skating – Motorik
Training Prüfungsaufgaben
1/2 Tag Nordic Cruisen/KT- Methodik
Lehrprobentraining anhand der Lernziele aus LE Grün/Blau
1/4 Tag Prüfung Skating – Motorik
zwei Aufgaben aus dem Aufgabenpool
3/4 Tag Prüfung Methodik – Lehrprobe
Skating/Nordic Cruisen

Wichtige Aspekte zu den Prüfungen
Die Prüfung hat in den Anforderungen einen ausgewogenen Anteil aus den verschiedenen Tätigkeitsbereichen eines Skilanglauflehrers. Sie erfolgt nach der Allgemeinen Prüfungsordnung (APO) des DSLV und den Kriterien des Niveauspiegels der Lernebenen Grün und Blau. Geprüft werden in der Praxis die Bereiche Motorik und Methodik / Didaktik sowie die Theorie als Multiple Choice Test. Die Themen zur Prüfung im Bereich Methodik-Didaktik werden vom Lehrgangsleiter zur Theorieprüfung zugeteilt bzw. verlost. Jeder Teilnehmer hält zur Prüfung eine Lehrprobe  mit einer Dauer von 15 Minuten. Die Prüfungsaufgaben im Bereich Motorik werden am Prüfungstag, kurz vor Beginn der Prüfung bekanntgegeben

Prüfung Technik Skaten
Die Prüfungsaufgaben und das Prüfungsgelände im Bereich Motorik werden grundsätzlich erst am Prüfungstag, je nach der vorherrschenden Situation, festgelegt und bekanntgegeben. Es erfolgt eine Einweisung zu Ablauf und Bewertungskriterien sowie die Besichtigung der Prüfungsstrecke und das Einlaufen durch die Teilnehmer. Weiterhin erfolgt ein Demonstrationslauf durch einen Prüfer, anschließend beginnt die Prüfung.

Prüfungsaufgaben

Aufgaben Tempo Gelände Technikvorgabe Besondere Aufgabenstellung
situativ mittel leichtes Gelände, blaue Loipe 1-2
1-2 Technik mit aktivem Armschwung
situativ sportlich leicht kupiertes bis mittelschweres Gelände; blau-rote Loipe 1-2
1-2 Technik mit aktivem Armschwung
demonstrativ langsam leicht steigendes Gelände; blau-rote Loipe 1-2 deutliches Herausstellen der Aktionen Gleitbeinstreckung
demonstrativ mittel ebenes bis leicht fallendes Gelände
blaue Loipe
1-2 mit aktiven Armschwung Herausstellen von rhythmischen, schwungvollen Bewegungen
demonstrativ mittel leichten fallendes bis ebenes Gelände
blaue Loipe
Techniken Schlittschuhschritt mit diagonalen Armschwung und Bogentreten deutliches Herausstellen der Kantbewegung des Ski beim Abstoß
demonstrativ langsam – mittel leichtes Gelände – blaue Loipe 1-2
1-2 Technik mit aktivem Armschwung
Von 1:2 langsames Tempo, punktueller Wechsel auf 1:2 mit aktivem Armschwung mittleres Tempo

Prüfung Lehrprobe
Die Prüfungsaufgaben im Bereich Methodik-Didaktik werden vom Prüfer am Abend vor der Prüfung zugeteilt. Es ist für jeden Teilnehmer eine Lehrprobe mit einer Dauer von 15 Minuten in den Bereichen Skaten oder Nordic Cruisen, mit einer „Schülergruppe“ zu halten. Leistungsfähigkeit der Schülergruppe und Lernziel gehen aus der Formulierung des Themas hervor. Alter sowie konditionelle / koordinative Voraussetzungen der Schülergruppe entsprechen der Realsituation. Die Themenauswahl ergibt sich aus den Lernzielen der Lernebenen Grün und  Blau.

Lehrprobenthemen
Das Thema lautet: „Arbeite mit deiner Schülergruppe in der Lernebene ….am Lernziel ….
Zeige eine methodisch sinnvolle Vorgehensweise auf, abgestimmt auf die vorherrschenden Schnee und Geländebedingungen.“

Lernebene Grün – Cruisen
1. Ausrüstung kennen lernen und bewegen in der Ebene
2. Leicht bergauf und bergab
3. Abfahren und Bremsen

Lernebene Blau – Cruisen
4. Einfache Lauftechniken –  Laufgrundschritt
5. Einfache Lauftechniken – Gleitschieben
6. Aufstiegstechniken
7. Sicheres Abfahren und Richtungswechsel
8. Leichte Geländeformen in der Loipe bewältigen

 Lernebene Grün – Skaten
1. Ausrüstung kennen lernen und bewegen in der Ebene
2. Leicht bergauf und bergab – Schlittschuhschritt
3. Leicht bergauf und bergab – Doppelstockschub
4. Anhalten und Bremsen

Lernebene Blau – Skaten
5. Grundlagen des Gleitens und Erstes Einbeingleiten
6. Einfache Lauftechniken – 1-2 Technik
7. Einfache Lauftechniken – 1-2 Technik mit aktiven Armschwung
8. Sicheres Abfahren – Abfahrtshocke, Bogentreten

Allgemeines Planungsschema für den Skiunterricht
• Ziele festlegen und Lernzielkontrollen planen
• Lernvoraussetzungen des Schülers überprüfen
• externe Lernbedingungen kontrollieren (Schule, Gelände u.a.)
• Bewegungsformen (Inhalte) auswählen
• Aktionsform (z.B. Spiele, Wettkämpfe, Erkunden, u.a.) festlegen
• Methoden auswählen und methodische Hilfsmittel vorbereiten
• Geländewahl und Geländewechsel beachten, Organisationsformen planen (Sicherheit)

T31-3Wiki

Skilehrer Nordic Level 1 - Fragen- und Antwortenkatalog

Theorieprüfung
– 40 Multiple Choice Fragen
– 40 min. Bearbeitungszeit
– Bei einzelnen Fragen sind mehrere Antworten möglich
– Für jede nicht korrekt beantwortete Frage kann höchstens ein Fehler gewertet werden
– Bis einschließlich 6 Fehler ist die Prüfung bestanden
– Bitte beachte, dass die Reihenfolge der einzelnen Antwortmöglichkeiten in der Theorieklausur vom Fragenkatalog abweichen kann.

Fragenkatalog

X = richtige Antwort
O = falsche Antwort

MOTORIK

1. Die Grundposition beim Abfahren mit Langlaufski ist gekennzeichnet durch:
X leichte Beugung von Fuß-, Knie- und Hüftgelenken
X parallele Skistellung
X Arme befinden sich seitlich neben oder vor dem Körper

2. Welche Bewegungen ermöglichen erste Richtungsänderungen auf dem Langlaufski?
O Stockeinsatz
X Drehbewegungen in den Beinen
X Körperschwerpunkt verlagern

3. Was unterstützt die Bremswirkung in der Pflugstellung?
X Ski-Enden stärker nach außen schieben
O Hände auf die Knie stützen
X Knie verstärkt nach innen drücken

4. Welche Übung wird überwiegend in der Lernebene Grün zu finden sein:
O Abfahren auf einem Bein
X Gehen in und neben der Spur sowie in gespurten und ungespurten Gelände
X Notsturz

5. Bei welchem Winkel – zwischen Stock und Unterlage nach vorn – ist der Stockeinsatz am wirksamsten für den Vortrieb?
O größer als 90 Grad
X kleiner als 90 Grad
O exakt 90 Grad

6. Der Bewegungsumfang ändert sich, wenn eine Aktion…
X mehr oder weniger großräumig vollzogen wird
O schnell oder langsam ausgeführt wird
O früh oder später in der Kurvenfahrt beginnt

7. Was legt das Bewegungs-Timing fest?
O wie kraftvoll oder schnell eine Aktion vollzogen wird
X wann eine Aktion räumlich oder zeitlich begonnen, bzw. beendet wird
O wohin man sich mit dem Körper oder den Körperteilen bewegt

8. Beim Schussfahren wird…
X keiner der beiden Ski stärker belastet
O der etwas vorgeschobene Ski stärker belastet
O einer der beiden Ski stärker belastet

9. Wodurch ist ein Richtungswechsel möglich?
O Doppelstocktechnik
X Bogenlaufen
X Bogentreten

10. Was sind wichtige Kriterien des Nordic-Skatens in der Gleitphase?
O Schneewiderstand nutzen durch Kanten
X möglichst wenig Schneewiderstand erzeugen
O tiefe Körperposition

11. Bei welcher Technikform kommt es zum ersten Mal zu einem Einbeingleiten?
O beim Laufgrundschritt
X beim Diagonalschritt in der Zielform
O beim Grätenschritt

12. Was sind allgemeine Aktionen beim Gleiten?
X Regulierung des Körperschwerpunktes senkrecht über der Standfläche
X hohe Hüftposition und Gleitbeinstreckung
O Streckung des Abstoßbeines

13. Was sind die Aktionen des Beinabstoßes?
X Beugen des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks
O Gleitbeinstreckung
X Vorverlagern des Körperschwerpunktes; Druckpunkt nehmen

14. Was sind Grundfunktionen der Klassischen Stilart?
X Abstoßen, Belastungswechsel, Gleiten
O Kanten, Belasten, Drehen
O Diagonalschritt, Doppelstockschub

15. Welche koordinativen Fähigkeiten spielen beim Langlauf eine grundlegende Rolle?
X Gleichgewichtsfähigkeit
O Kraft
X Umstellungsfähigkeit

16. Was sind Techniken des Skilanglaufes?
X. 1:2 mit aktivem Armschwung, Diagonalskating, Grätenschritt
O Nordic- Klassik und Nordic- Skating
X Diagonalschritt, Doppelstockschub mit und ohne Zwischenschritt, Grätenschritt

17. Warum sind beim Nordic Skating höhere Geschwindigkeiten als beim Nordic Klassik möglich?
X Abstoß erfolgt von einem bereits gleitenden Ski
O die Skatingspur ist grundsätzlich schneller als die Klassikspur
X geringere Haftreibung des Skatingski

18. Was bewirkt die Gleitbeinstreckung beim Diagonalschritt?
O ein Verlagern des Körperschwerpunktes auf das Abstoßbein
O eine höhere Haltearbeit
X die Möglichkeit, das Schwungbein reibungsarm bis an das Gleitbein heranzuführen

19. Welche Funktionen werden mit dem Druckpunktnehmen erreicht?
O eine vollständige Entlastung der Ski
X eine optimierte Verzahnung des Ski im Schnee
X eine nochmalige, extrem kurze Vorspannung der Beinmuskulatur zum besseren Abstoß

20. Was beinhaltet das 5 Gang Modell des klassischen Stils?
O die entsprechenden Geschwindigkeitsstufen der Lernebenen Grün, Blau, Rot, Schwarz und Gelb
O die Fortbewegungsmodelle Gehen, Laufen, Gleiten, Bremsen und Richtungswechsel
X die Techniken Grätenschritt, Diagonal im Stieg, Diagonal in Ebene, Doppelstock mit Zwischenschritt, Doppelstock

21. Skigymnastik ist sinnvoll:
O zur Vorbereitung auf die Heimfahrt
X als Aufwärmung vor körperlicher Belastung
X als Vorbereitung auf einen Skiurlaub

22. Wie werden Lauftechniken optimiert bzw. verbessert?
X Veränderungen einzelner Aktionen der Grundfunktionen
X Änderung von Timing,Umfang, Richtung, Intensität (Dynamik) einer Einzelbewegung
X Änderung  eines Spielraumes bei mehreren Einzelbewegungen

Methodik / Didaktik

23. Welches Lernziel beinhaltet die Lernebene Blau?
O spielerisches Bewegen im Schnee
O erste Abfahrten sicher meistern
X erste Loipen sicher und ökonomisch meistern

24. Welches sind die Schwerpunkte der Unterrichtsphilosophie des Deutschen Skilehrerverbandes?
X Aufgaben stellen, Organisieren, Vermitteln
O die Inhalte Lernebenen Grün, Blau, Rot und Schwarz
O die Stilarten Nordic Klassik und Nordic Skating

25. Inhalte der Lernebene Grün sind:
X Ausrüstung kennen lernen, in der Ebene bewegen, leicht bergauf und bergab bewegen
O Kennenlernen des Ski- bzw Loipengebietes sowie der anderen Gruppenteilnehmer
O in erster Linie Doppelstockschub und Diagonalschritt

26. Die Schneesportphilosophie des Deutschen Skilehrerverbandes befasst sich mit:
O den Ursprüngen, der Entwicklung und den Hintergründen aller Schneesportdisziplinen
X den drei Schneesportbereichen und deren vier Lernebenen
O den Zusammenhängen von Mensch und Schneesport sowie daraus resultierenden ökologischen Problemen und deren Lösungsmöglichkeiten

27. Was sind Grundfunktionen beim Skating?
O Beugen und Strecken der Gelenke
X Abstoßen, Gleiten und Belastungswechsel
O Ski kanten und Beinabstoß, Stockeinsatz und Armabstoß

28. In welcher Weise sollte demonstriert werden?
O übertrieben langsam
X mit deutlicher Herausstellung der Bewegungselemente
O immer in Grobform

29. einige Grundprinzipien des Unterrichts sind…
X vom Leichten zum Schweren
O von der großen zur kleinen Richtungsänderung
X vom Bekannten zum Unbekannten

30. Welche Voraussetzungen sind für den Unterrichtserfolg im Skilanglauf besonders bedeutungsvoll?
O Bekleidung
X Geländewahl
X Festsetzung der Lerninhalte nach Lernvoraussetzungen

31. Die Sicherheitserziehung im Skiunterricht…
X ist ständige Aufgabe des Skilehrers im Skiunterricht
O wird nur an Gefahrenstellen durchgeführt
O kann bei besseren Fahrern oder Läufern entfallen

32. Die falsche Geländewahl zeigt sich…
X am Nichtgelingen der gestellten Bewegungsaufgabe
X durch Ängstlichkeit der Schüler
O wenn Schüler sehr motiviert sind

33. Geländeformen sollten möglichst häufig als Unterrichtsmittel eingesetzt werden,
O weil dem Schüler so der Leistungsstand effektiver bewusst gemacht wird
X weil durch sie der Unterricht abwechslungsreicher gestaltet werden kann
X weil sie das Erreichen des Lernziels wesentlich erleichtern können

34. Unter „freiem Üben“ versteht man…
O das Üben der Skilangläufers außerhalb der Skischule
X das in einem Unterrichtsverlauf eingeplante Üben mit Ortsbestimmung ohne besondere Unterrichtsmaßnahmen des Lehrers
O das freie Fahren im Gelände

35. Schülerdemonstrationen sind in der Regel…
O nutzlos, weil unkorrekt
O verwirrend
X anregend

36. Erwachsene lernen am besten…
O durch die Gestaltung des Unterrichts mit vielen Wettkämpfen
O durch freies Fahren
X durch den Einsatz verschiedener gezielter Unterrichtsmaßnahmen des Lehrers

37. Situative Technik orientiert sich an bestimmten Vorgaben:
X Gelände, Schnee, Ausrüstung, Schüler
O es ist alles erlaubt
O Optimieren des Kantens und Abstoßens

38. Durch welche Aufgaben kann u.a. das Skidrehen verbessert werden?
X durch Pflugdrehen
X durch Ganzkörperdrehen
O durch mehr Fersenentlastung

39. Was heißt situativer Unterricht?
O der Schüler bestimmt, was gelernt werden soll
X die jeweilige Unterrichtssituation ist zu berücksichtigen
O jeder der will, kann am Skiunterricht teilnehmen

40. Wie sollten Aufgaben im Skiunterricht gestellt werden?
X kurz, prägnant, verständlich
O ausführlich, langsam, präzise
X positiv, konstruktiv, lernzielbezogen

41. Erziehung zur Handlungsfähigkeit bedeutet…
O Vermittlung von verschiedenen Techniken
O Verhaltensformen in der Gruppe
X selbständigen Lösen von Situationen zu erlernen

42. Warum sollten beim Unterricht mit Kindern individuelle Bewegungsausführungen weitgehend toleriert werden?
O weil die Lehrerdemonstrationen von Kindern nicht verstanden werden
X weil unterschiedliche Lernvoraussetzungen verschiedene Lösungsmöglichkeiten bedingen
X weil der unterschiedliche Körperbau von Kindern kaum Normierungen zulässt

43. Kinder lernen vor allem durch…
X spielerische Aufgaben
O Bewegungserklärungen
O Bewegungsanalysen

44. Welches methodische Hilfsmittel findet vorrangig Anwendung im Kinderskilauf?
O die Bewegungsanweisung
X die Bewegungsaufgabe
O die Bewegungserklärung

45. Durch welche Maßnahmen wird ein gutes Gruppenklima geschaffen?
X durch aufbauende Korrektur
O durch Berücksichtigung ausreichender Erholungspausen
X durch Schülermitbestimmung

46. Warum sollte man beim Demonstrieren gelegentlich auch auf die Schüler zu, bzw. an den Schülern vorbei laufen?
O damit man während der Fahrt kommentieren kann
X damit die Schüler den Bewegungsablauf auch von vorne/von der Seite sehen
O um den Unterricht aufzulockern

47. Der Lehrer sollte im Stoff fortschreiten,
O erst wenn eine Lauftechnik perfekt erlernt ist
O wenn eine Lauftechnik im Wettkampf angewendet werden kann
X wenn eine Aufgabe etwa in der Grobform beherrscht wird

48. Was ist die Grundlage der Sicherheitserziehung?
X Erzeugen von Betroffenheit
O Androhung von Bestrafung
X Vermittlung von Wissen und Können

49. Emotionale Komponenten beim Skiunterricht sind
X Angst, Versagen, Blockaden
X Freude, Spaß
O Müdigkeit

50. Man unterscheidet zwischen Bewegungsanweisungen und Bewegungsaufgaben. Was sind Bewegungsaufgaben?
O „Laufe im Grätenschritt bergauf“
X „Laufe bergauf-wir treffen uns oben“
O „Stampfe stärker die Ski in den Schnee“

51. Allgemeine Bewegungsempfindungen werden erschlossen durch…
X Körpergefühle
O Verstandesleistungen
X Lauf- und Fahrgefühle

52. Welche Unterrichtsmaßnahmen fördern Selbständigkeit und Erfahrung?
X im vorgegebenen Gelände frei bewegen lassen und Selbstbeurteilung einfordern
O in der Gruppe hintereinander laufen
X freies Üben einplanen

53. Welche didaktisch-methodischen Aspekte für gesundheitsbewusstes Laufen sind zutreffend?
X sorgfältige Gerätewahl
X Verzicht auf Techniken mit „Kraftspitzen“
O Vorrang für die Forderung „statische Arbeit statt dynamische Arbeit“

54. Die Organisationsform/Betriebsform Einzelunterricht ist besonders geeignet für…
O Begegnung
O Selbsterfahrung
X schnellen Lernfortschritt

55. Welche Fehlertypen gehören im Gegensatz zu „Störfehlern“ zu den „Lernfehlern“?
O zu schwierige Geländesituation
X unzureichende Bewegungsvorstellung
X nicht genügende Konzentration oder Einsatzbereitschaft

56. Welche Inhalte sind beim Lernziel „bergauf bewegen“ zu vermitteln?
O Grätenschritt, Stampfschritt, Schrägfahren
X Grätenschritt, Treppenschritt, Halbtreppenschritt
O Stampfschritt, Gleiten, Grätenschritt

57. Schwerpunkte der Unterrichtsorganisation sind…
X Sicherheit
X Intensität
O Zeitdauer

58. Für den Kinderskilehrer ist es am Wichtigsten…
X einen sicheren Skiunterricht zu organisieren
O Spaß zu haben.
O möglichst viel den Kindern beizubringen

59. Beim Lehren und Lernen mit Kindern sollte beachtet werden, daß…
X eine leicht verständliche, bildhafte Sprache verwendet wird
O mehr über Bewegungsanweisungen gearbeitet wird
X mehr über Aufgabenstellungen gearbeitet wird

60. Die ersten Kurven im Skilanglauf sind…
X nur in Pflugstellung möglich
O in paralleler Skistellung möglich
O sowohl in Pflugstellung als auch in paralleler Skistellung möglich

61. Die zweckmäßigste Richtungsänderung im Skating ist das…
O Pflugbogenfahren
O Bogenlaufen
X Bogentreten

62. Man spricht von einer Grobform der Bewegung…
X weil hier Krafteinsätze und Bewegungsausführung noch nicht voll übereinstimmen
O weil der Lehrplan zwischen Lauftechniken in Grob- und Feinform unterscheidet
O weil diese Lernstufe vom Lehrer nur in groben Umrissen behandelt wird

63. Während eines Skilanglaufkurses treten Probleme bei der Kreuzkoordination im Laufgrundschritt auf. Welche methodischen Hilfen können wirksam greifen?
O bergab laufen lassen
X bergauf laufen lassen
X ohne Stöcke laufen lassen

64. Man spricht von einer Feinform der Bewegung…
X wenn Krafteinsätze und Bewegungskoordination bereits verfeinert werden
O weil der Skilehrplan ausschließlich die Feinform betrachtet
O wenn alle Inhalte zuerst in der Feinform erlernt werden sollten

65. Unter methodischen Maßnahmen von Unterrichtshilfen (methodische Hilfsmittel) versteht man…
O die Teillernmethode
X die Bewegungserklärung
X eine Demonstration

ERSTE HILFE

66. Wer holt bei einem schweren Unfall, z.B. offener Unterschenkelbruch, in einem Erwachsenenkurs Hilfe?
O ein anderer Skilangläufer (nicht Mitglied der Gruppe)
O ein sehr guter Schüler
X zwei gute Schüler

67. Erste Hilfe bei einem Ohnmachtsanfall mit Bewusstlosigkeit…
O Medikamente mit heißem Tee verabreichen
X ruhige, windgeschützte Lage mit erhöhten Beinen veranlassen
O durchblutungsfördernde Massage anwenden

68. Welche Maßnahmen werden bei einem Unfall auf der Loipe getroffen?
X Absicherung der Unfallstelle
X Versorgung des Verletzten
X Notruf absetzen

69. Die Kursteilnehmer sollten bei einem Unfall…
O weggeschickt werden
O zuschauen
X zu Hilfemaßnahmen veranlasst werden

70. Erste Hilfe bei einem Sonnenstich:
O kurze Lagerung im Schatten, äußerlich und innerlich Flüssigkeit zuführen
X einige Zeit im Dunkeln bleiben, Kühlgelees auftragen
O Lagerung mit dem Kopf nach unten

71. Erste Hilfe bei Schnittwunden heisst…
X sofortiges Anlegen eines keimfreien Wundverbandes
O sofortiges Abbinden oberhalb und unterhalb der Wunde
O Versorgung mit feuchtkalten Umschlägen

RISIKOMANAGEMENT

72. Welche Bodenbeschaffenheit begünstigt einen Lawinenabgang?
X Grashänge
X Hänge mit Büschen
O Hänge mit wechselndem Gefälle

73. Lawinengefahr besteht…
O nur bei Nassschnee über 30 cm Höhe
O primär bei Temperaturen über 0 Grad
X bei einer Vielzahl von Bedingungen, die vornehmlich durch die klimatischen Verhältnisse im Laufe des Winters bestimmt werden

74. Für die Beurteilung der Lawinengefahr sind entscheidend:
X Gelände
X Schneedecke
O Fahrkönnen

75. Welche Situationen im Winter lassen den Schluss zu, dass mit erhöhter Lawinengefahr zu rechnen ist?
X ergiebiger Neuschneefall
O tiefe Nachttemperaturen
X mildes Wetter

76. Wenn man einen lawinengefährdeten Hang queren will, sollte man…
X eine Querung möglichst hoch und einzeln vornehmen
O die Spur möglichst am Fuß des Hanges anlegen
O eine Querung hoch und schnell mit geschlossener Gruppe vornehmen

77. Eine Beschäftigung mit alpinen Gefahren…
O erübrigt sich, solange man auf Pisten bleibt
X hat große Bedeutung, weil man durch die Aufstiegshilfen in hochalpines Gelände vorstößt
X ist für jeden Wintersportler zum Eigenschutz und für Hilfeleistungen von Bedeutung

78. Der Kameradenhilfe bei einer Lawinenverschüttung ist eine entscheidende Bedeutung einzuräumen,
X weil der Zeitfaktor entscheidend für die Überlebenschance ist
O weil die eigenen Kameraden auf den Geborgenen sofort beruhigend einwirken können und die Schockgefahr mindern
O weil der Erfolg bei Einsatz von technischen Hilfsmitteln und Hunden ungewiss ist

79. Schneebretter bilden sich vornehmlich durch…
X Windverfrachtung
O Sonneneinstrahlung
O Temperatureinwirkung

80. Bei welcher Hangneigung muss im Allgemeinen mit Lawinenabgängen gerechnet werden?
O Hänge unter 15 Grad Neigung
X Hänge zwischen 25 Grad und 45 Grad Neigung
O Hänge über 45 Grad Neigung

81. Welche Hanglagen sind besonders lawinengefährdet?
O Westhänge
O Südwest- bis Nordwesthänge
X Nordwest- bis Südhänge

82. In welcher Weise erfolgt der Abriss eines Schneebretts?
O punktförmig
X linienförmig
O fingerförmig

83. Wie wird das alpine Notsignal gesendet?
O mit akustischen Zeichen: 3x kurz, 3x lang, 3x kurz usw.
X mit 6 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.
O mit 3 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.

84. Wie ist das Antwortzeichen auf alpine Notsignale?
O einen Arm nach oben, einen Arm nach unten strecken
X 3 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.
O 6 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.

85. Bei welcher amtlichen Institution kann sich der Skilehrer über die aktuelle Lawinensituation informieren?
O Wochenzeitung
X Bergführerbüro und Touristinformation
X Telefonansage der Lawinenwarnzentrale

86. Welche Schritte sind zur Vorbereitung einer Schneeschuhwanderung im freien Gelände notwendig?
X einholen des aktuellen Lawinenlageberichts und Wetterberichts im örtlichen Bergführerbüro, Internet (DAV) oder Touristinformation
X sich mit örtlichen Gegebenheiten vertraut machen und die erforderliche Standardnotausrüstung (Erste Hilfe Set, Handy, Rettungsdecke/Biwaksack, aktuelle Karte, Heißes Getränk + Notfallriegel) checken und zur Tour mitführen
O eine Vorbereitung ist nicht notwendig, da wir uns im nicht lawinengefährdeten Bereich befinden

MATERIALKUNDE

87. Nach welchen Kriterien soll vornehmlich – abgesehen von der Stilart – die Skilänge ausgesucht werden?
X nach der Körpergröße
X nach dem Körpergewicht
X nach dem Fahrkönnen

88. Bei kalten Temperaturen…
O sollte das Wachs möglichst dick, schuppenförmig aufgetragen werden
X sollte das Wachs möglichst dünn und gleichmäßig aufgetragen werden
O ist Skiwachsen überflüssig

89. Unter „Abstoßzone“ versteht man…
O den Bereich des Stockeinsatzes beim Langlauf
O den Bereich des Abstoßes beim Umsteigeschwingen
X den Bereich unter der Bindung beim Langlaufski

90. Das Einbügeln des Wachses…
O ist ausschließlich eine Spezialität der Rennläufer
X fördert die Haftung des Wachses, weil der Belag durchtränkt wird
O ist bei heutigen Hartwachsen schädlich, weil es ihre Eigenschaft verändert

91. Unter „Heißwachsen“ versteht man…
O den Wachsauftrag mit Tubenwachs
X den Wachsauftrag mit dem Bügeleisen
O den Wachsauftrag mit Trockenwachs

92. Wo befindet sich der Gleitbereich der Cruiser – Ski?
O  im vorderen Drittel der Lauffläche
O unter der Skibindung
X im vorderen und hinteren Teil der Lauffläche

93. Die Abdruckzone beim Langlaufski finden wir…
O im hinteren Bereich der Lauffläche
X in der Skimitte
O im vorderen und hinteren Bereich der Lauffläche

94. Die Lauffläche eines Cruiser – Ski ist in mehrere Zonen eingeteilt. In die…
O Laufzone, Steigzone, Bremszone
X Gleitzone, Abstoßzone, Gleitzone
O Spitzenzone, Bindungszone, Endenzone

95. Ein Kursteilnehmer beklagt sich über einen langsamen Laufski. Welcher Ratschlag kann helfen?
O Mehr Krafttraining im Sommer
X Reinigen und Heißwachsen der Ski
X Überprüfen der Vorspannung

96. Wann wird Hartwachs verwendet?
X bei kristallinen Schneearten
O bei sehr nassem, grobkörnigem Schnee
O bei Eis

97. Der Einsatzbereich für Klisterwachse ist…
O bei trockenem Neuschnee
X bei nassem Schnee
X bei eisiger Spur

98. Warum brauchen wir Haftreibung?
O damit wir sehr gut gleiten können
X ohne Haftreibung ist ein Steigen nicht möglich
O um möglichst viel Wärme zu erzeugen

99. Warum sollen Langlaufski gewachst werden?
X um die Gleitreibung zu vermindern
O um die Gleitreibung zu erhöhen
X um die Haftreibung zu erhöhen

100. Welche Faktoren sind ausschlaggebend für den Verschleiß am Schuppenski, der einen Neukauf erforderlich macht?
O Kratzer auf der Skioberfläche, verschmutzte Steigzone
O Leichte Kratzer in der Gleitzone
X Verlust der Skispannung, Abrieb der Steighilfe

101. Welche Anforderungen soll ein klassischer Einsteiger-Langlaufski erfüllen?
X Sehr gut steigen, langsam gleiten, seine Bauweise sollte flach und breit sein
O Sehr gute Gleiteigenschaften für hohe Laufgeschwindigkeit
O Er muss ein buntes, lustiges Design besitzen

102. Welche der Aussagen zur Stocklänge ist richtig?
X Stocklänge Skating = Körpergröße – 10 %
O Stocklänge Skating = Körpergröße x 1,8
X Stocklänge Skating = Lippe-Kinntest einfach zu ermitteln

103. Welche Anforderungen hat ein guter Langlaufstock?
X leichtes, stabiles Stockrohr
O flexibles, leichtes Stockrohr
X bequem anzupassendes Schlaufensystem

104. Wer hat offizielle Skilehrpläne (Langlauf) heraus gegeben?
O der Deutsche Alpenverein (DAV)
X der Deutsche Verband für das Skilehrwesen (DVS)
X der Deutsche Skilehrerverband (DSLV)

RECHT/ORGANISATION

105. Der Deutsche Skilehrerverband ist…X ein berufsorientierter Interessenverband
O Mitglied im Internationalen Skiverband (FIS)
X Mitglied im Internationalen Skilehrerverband (ISIA)

106. Die Prüfung Skilehrer Nordic Level 1 ist eine Qualifikation des Deutschen Skilehrerverbandes. Als solche…
X verpflichtet sie zur Sorgfalt gegenüber den Schülern in gleich hohem Maße, wie dies bei einem Staatl. gepr. Skilehrer der Fall ist
O hat sie in Bezug auf Haftungsfragen keinerlei Auswirkung und entbindet von allen Regressansprüchen
O berechtigt sie zur Führung von Hochtouren

107. Der Deutsche Skilehrerverband ist…
O der Dachverband für alle Verbände, die Übungsleiter ausbilden
O ein Mitgliedsverband des Deutschen Sportbundes (DSB)
X ein Mitgliedsverband des Deutschen Verbandes für das Skilehrwesen (DVS)

108. Was regeln die FIS-Verhaltensregeln für Langläufer?
X Das richtige Verhalten in der Loipe
O Verkehrsregelung in der Loipe bei Kreuzungen
O Kursgebühren in der Skischule

109. Bei Gegenverkehr auf einer Gefällstrecke…
X hat der aufsteigende dem abfahrenden Langläufer die Spur freizugeben
O hat jeder der beiden entgegenkommenden Langläufer nach rechts auszuweichen
O hat der sportliche dem weniger sportlichen Langläufer auszuweichen

110. Was bedeuten die Buchstaben FIS?
O Fahr im Schnee
X Federation Internationale de Ski
O Fachlehrer im Skilehrerverband

111. Wie viele FIS-Loipen-Regeln gibt es?
O 8
O 14
X 10

112. Loipenregel 10 beinhaltet…
X Ausweispflicht
O Überholen
O Stockführung

113. Hilfeleistung bei Unfällen in der Loipe…
O obliegt nur dem ausgebildeten Skilehrer
O soll nur ein guter Langläufer geben
X muss jedermann leisten, der zu einem Unfall kommt

114. Bei Gegenverkehr in Loipen…
O kann der Ältere gegenüber dem Jüngeren in der Spur bleiben
O kann der schnellere Läufer in der Spur bleiben
X weicht jeder nach rechts aus

115. Mit welcher Ausbildungsstufe kann eine Profi-Langlaufschule im Deutschen Skilehrerverband geführt werden?
O Sportlehrer
X Staatlich geprüfter Skilehrer
X Skilehrer Nordic Level 3

116. Darf man als geprüfter Level 1 Skilehrer im Hochgebirge mit seinen Schülern eine Schneeschuhtour unternehmen?
X nein
O es kommt auf das Wetter, Schneeverhältnisse und aktuellen Lawinenbericht an
O es hängt von der Anzahl der Schüler ab

117. Die FIS-Loipenregeln beziehen sich…
O auf die Anlage von Loipen
O auf die Loipenwahl durch den Läufer
X auf das Verhalten der Skilangläufer

118. Bei Durchführung des Unterrichts in Orten die nicht zum eigenen Skischulbereich gehören, ist es üblich…
O sich auf dem Gemeindeamt zu melden
O im Fremdenverkehrsbüro vorzusprechen
X in der ansässigen Skischule vorzusprechen

119. Die schwierigen Pisten und Loipen sind markiert mit…
O roten Schildern
O blauen Schildern
X schwarzen Schildern

120. Der Aufstieg auf einer Skipiste…
O kann beliebig erfolgen
O kann mit angeschnallten Skiern unter Leitung eines geprüften Skiausbilders beliebig erfolgen
X darf nur am Rand der Piste erfolgen

UMWELT

121. Welche Umweltprobleme können durch den alpinen Skilauf/Langlauf entstehen?
X Verkehrsbelastungen
X Schädigung der Fauna und Flora
O Beschädigung der PKW durch Skitransport

122. Welche Umweltempfehlungen für Skilehrer und Skischüler sind zutreffend?
O fahre auch durch Jungwaldbestand und geniesse das Naturerlebnis
X fahre nicht über schneefreie Hangstellen und schone die Vegetationsdecke
X verzichte auf Zweige als Markierungshilfe

123. Welches Transportmittel ist am umweltfreundlichsten?
O PKW
X Bahn
O Bus

124. An welchen Stellen ist Skilanglaufen abseits der Loipe erlaubt?
X an allen Bereichen, die nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind
O auf geräumten, als Fußwanderwegen und Forststraßen gekennzeichneten Bereichen
X oberhalb der Baumgrenze

T31-4Wiki

Ausbildungs- und Prüfungsordnung

§ 1 Art und Zweck der Prüfung, Berechtigung

(1) Die Prüfungen zum „Skilehrer Nordic Level 1“ werden vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV) angeboten und durchgeführt.

(2) Der Skilehrer Nordic Level 1 darf durch einen Staatlich geprüften Schneesportlehrer zur eigenständigen Erteilung von Skilanglaufunterricht eingesetzt werden. Über die bestandene Prüfung wird den Ausbildungsteilnehmern ein Zeugnis ausgestellt.

(3) Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Qualifikation „Skilehrer Nordic Level 1“ verliehen. Mit der Aufnahme als Mitglied im DSLV erhält der Absolvent einen entsprechenden Ausweis.


§ 2 Organisation der Ausbildungsrichtungen

(1) Die Ausbildung und Prüfung zum Skilehrer Nordic Level 1 ist wie folgt gegliedert:

  • Ausbildung (§ 5);
  • Prüfung (§ 7);

Die Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge erstrecken sich über mindestens 7 Tage, wobei ein Tag mindestens 8 Unterrichtsstunden à 60 Minuten umfasst.

(2) Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) ist mit der Ausbildung und der Prüfung betraut. Er kann die Durchführung der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge jeweils einem seiner Bezirke, gegebenenfalls auch in Kooperation mit weiteren Ausbildungsträgern, übertragen, die Gewähr für eine gleichbleibend hohe inhaltliche Qualität der Lehrgangsangebote bieten. Der DSLV hat in diesem Fall durch regelmäßige Kontrollen die Qualität des Lehrgangsangebots sicherzustellen.

(3) Ausbilder und Prüfer im Rahmen der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge bzw. Betreuer im Rahmen des Praktikums kann nur sein, wer die staatliche Prüfung bzw. Level 3 Prüfung in der jeweiligen Ausbildungsrichtung oder die staatliche Prüfung in einer anderen Ausbildungsrichtung erfolgreich abgelegt hat. Der DSLV kann den Einsatz eines Ausbilders im Hinblick auf Aufsicht und Verantwortung mit Auflagen verbinden. Insbesondere kann die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen sowie eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis nach Ablegung der staatlichen Prüfung in der betreffenden Ausbildungsrichtung zur Auflage gemacht werden.


§ 3 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung

(1) Für die Zulassung zur Ausbildung ist allgemein erforderlich:

  1. Vollendung des 16. Lebensjahres;
  2. Nachweis einer Erste Hilfe Ausbildung über mindestens 9 UE (Unterrichtseinheiten), nicht älter als zwei Jahre zu Ausbildungsbeginn Level 1;
  3. Theoretisches Selbststudium zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Ausbildung über mindestens 16 UE (Unterrichtseinheiten);
  4. ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

(2) Zur Ausbildung kann nicht zugelassen werden, wer

  1. nicht im Besitz der Fähigkeit ist, öffentliche Ämter zu bekleiden oder Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen (§ 45 Strafgesetzbuch);
  2. auf Grund einer rechtskräftigen Verurteilung wegen eines Verbrechens oder Vergehens für die Ausübung eines Lehrberufs ungeeignet erscheint;

(3) Als Einstiegsniveau der Teilnehmer wird souveränes Bewältigen von roten Loipen im Bereich Skating, Freude im Umgang mit Gruppen und am Vermitteln des Schneesports sowie ein sehr guter individueller physischer und psychischer Leistungsstand vorausgesetzt.


§ 4 Erlass von Ausbildungsteilen 

Durch den Nachweis eines 50-stündigen Unterrichtspraktikum in einer Profi-Skischule oder Profi-Skilanglaufschule des Deutschen Skilehrerverbandes kann auf schriftlichen Antrag des Teilnehmers der Ausbildungslehrgang Teil 1 erlassen werden. Über den Antrag entscheidet der DSLV. Dem Antrag ist ein Praktikumsnachweis mit Angaben zum Zeitraum und Lehrinhalt sowie mit Unterschrift des Skischulleiters der jeweiligen Profi-Ski-/Skilanglauf-schule im DSLV beizufügen.


§ 5 Ausbildung

(1) Inhalte, Verfahren und Ausbildungsmodalitäten der Ausbildung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.

(2) Ausbildungsgrundlage ist der offiziell gültige Skilanglauflehrplan des DSLV


§ 6 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

Für die Zulassung zur Prüfung ist allgemein erforderlich:

–    Nachweis der vollumfänglichen Teilnahme an der Ausbildung Skilehrer Level 1.


§ 7 Prüfung

(1) Inhalte, Verfahren und Prüfungsmodalitäten der Prüfung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.

(2) Die Prüfung Skilehrer Nordic Level 1 besteht aus Prüfungen der motorischen Fertigkeiten, der methodisch-didaktischen Fertigkeiten und des theoretischen Wissens.

(3) Die Prüfungsaufgaben in der Motorik werden grundsätzlich von zwei Prüfern bewertet. Die Zahl der Prüfer kann erhöht werden, wenn dies nach den besonderen Umständen zur besseren Beobachtung einzelner Teile der Prüfungsaufgabe zweckmäßig ist. Innerhalb einer Prüfungsaufgabe können Teilaufgaben auch nur von einem Prüfer bewertet werden. In diesem Fall ist die Note aus mindestens zwei von zwei verschiedenen Prüfern bewerteten Teilprüfungsaufgaben als Durchschnittsnote zu bilden.

(4) Die Prüfungsaufgabe in der Methodik besteht, soweit die Anlage 1 nichts anderes bestimmt, aus einer Lehrprobe. Die Prüfungsaufgabe in der Methodik wird grundsätzlich von einem Prüfer bewertet.

(5) Prüfungsvorsitzender und Prüfer werden jeweils vom Deutschen Skilehrerverband eingesetzt. Der Prüfungsvorsitzende …

  1. überwacht den Ablauf der Prüfung im Ganzen;
  2. entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und den Ausschluss von der Prüfung;
  3. stellt das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung fest und unterzeichnet die Prüfungszeugnisse.

(6) Als Prüfer können ausschließlich Mitglieder im Ausbilderteam des Deutschen Skilehrerverbandes eingesetzt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können bei den Zweitprüfern entweder auf die Vorsitzenden der jeweiligen Bezirke im DSLV oder auf einen vom Prüfungsvorsitzenden nominierten Staatlich geprüften Skilanglauflehrer oder Skilehrer Nordic Level 3 mit aktueller Fortbildung zurückgegriffen werden.


§ 8 Ordnungsmaßnahmen, Ausschluss von Ausbildung und Prüfung

(1) Die Ausbildungs- und Prüfungsteilnehmer sind verpflichtet, den der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit dienenden Anweisungen der Person, die den Lehrgang leitet (Lehrgangsleiter) nachzukommen.

(2) Ausbildungsteilnehmer, die ihren Verpflichtungen trotz Ermahnung nicht nachkommen, können mit folgenden Ordnungsmaßnahmen belegt werden:

  1. Verwarnung durch den Lehrgangsleiter oder den Ausbilder;
  2. Ausschluss von dem betreffenden Lehrgang durch den Lehrgangsleiter;
  3. Ausschluss von der gesamten Ausbildung oder Prüfung durch den Prüfungsvorsitzenden.

(3) Vor der Verhängung einer Ordnungsmaßnahme ist dem Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Ordnungsmaßnahmen sind schriftlich zu vollziehen und aktenkundig zu machen.

(4) Die Regelung des Abs. 2 findet entsprechend Anwendung in Fällen, in denen ein Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer

  1. den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung stört oder zu stören versucht;
  2. durch sein Verhalten eine Gefahr für sich oder andere darstellt;
  3. an einer Krankheit leidet, die die Gesundheit anderer ernstlich gefährden oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung beeinträchtigen würde.


§ 9 Bekanntmachung der Lehrgänge, Versagung der Zulassung zu einem Lehrgang

(1) Der DSLV veröffentlicht macht Lehrgänge, die von ihm durchgeführt werden, im Magazin SnowSport und auf seiner Website.

(2) In der Bekanntmachung bzw. Ausschreibung sind festzulegen: Anmeldefrist, -anschrift,
-unterlagen sowie die Ausbildungs- und Prüfungsgebühren.

(3) Die Meldefrist endet drei Wochen vor Lehrgangsbeginn. Können aus Kapazitätsgründen nicht alle Ausbildungsteilnehmer berücksichtigt werden, so ist der Zeitpunkt des Eingangs der Anmeldung maßgeblich. Darauf ist bei der Ausschreibung hinzuweisen.


§ 10 Prüfungsblätter

Die von den Prüfern festgesetzten Einzelnoten sind in die Prüfungsblätter einzutragen und von den Prüfern zu unterzeichnen. Diese Prüfungsblätter sind vom Deutschen Skilehrerverband zu den Prüfungsakten zu nehmen.


§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung

(1) Bei der Bewertung der Prüfungsleistung durch den einzelnen Prüfer werden ausschließlich folgende Noten erteilt:
sehr gut (1) = eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
gut (2) = eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht,
befriedigend (3) = eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht,
ausreichend (4) = eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen entspricht,
mangelhaft (5) = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend (6) = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
Die Bewertung einer Prüfungsleistung mit einer Zwischennote ist nicht zulässig.

(2) Ist eine Note aus mehreren Einzelbewertungen oder aus voneinander abweichenden Bewertungen mehrerer Prüfer zu ermitteln, so ist die Notensumme durch die Zahl der Prüfungsleistungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung zu teilen. Dabei zählt, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes bestimmt ist, jede Note einfach. Die Note wird auf zwei Dezimalstellen berechnet; die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. Es ergibt sich so ein errechneter Zahlenwert; für diesen gilt:
sehr gut: bei einem Notenschnitt von 1,00 bis 1,50 einschließlich,
gut: bei einem Notenschnitt von 1,51 bis 2,50 einschließlich,
befriedigend: bei einem Notenschnitt von 2,51 bis 3,50 einschließlich,
ausreichend: bei einem Notenschnitt von 3,51 bis 4,50 einschließlich,
mangelhaft: bei einem Notenschnitt von 4,51 bis 5,50 einschließlich,
ungenügend: bei einem Notenschnitt über 5,51.


§ 12 Unterschleif und Beeinflussungsversuch

(1) Versuchen die Prüfungssteilnehmer das Ergebnis einer Prüfungsaufgabe durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zum eigenen oder fremden Vorteil zu beeinflussen, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit „ungenügend“ zu bewerten. In schweren Fällen erfolgt der Ausschluss von der Prüfung; die Prüfung ist nicht bestanden. Als Versuch einer Täuschung gilt schon das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben, es sei denn, die Ausbildungsteilnehmer weisen nach, dass der Besitz weder Vorsatz noch auf Fahrlässigkeit beruht.

(2) Wird ein Tatbestand nach Abs. 1 Satz 1 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bzw. der Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang festgestellt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit „ungenügend“ zu bewerten und das Gesamtprüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. In schweren Fällen ist die Gesamtprüfung als nicht bestanden zu erklären. Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls in berichtigter Fassung neu auszustellen.


§ 13 Rücktritt und Abbruch

(1) Im Fall eines Rücktritts von der Teilnahme nach der Zulassung zu einem Lehrgang, aber vor dessen Beginn, gilt die Zulassung als nicht erfolgt. Bei einem Rücktritt nach Lehrgangseröffnung gilt der Lehrgang als nicht erfolgreich absolviert. Sofern für den Rücktritt Gründe maßgebend sind, die der Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertreten hat, kann der bis zum Rücktritt tatsächlich besuchte und abgeschlossene Lehrgangsteil anerkannt werden. Der Prüfungsvorsitzende kann das Nachholen des versäumten Lehrgangsteils zum nächstmöglichen Zeitpunkt in einer geeigneten Lehrgangsmaßnahme genehmigen.

(2) Vom Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertretende Gründe für den Rücktritt sind unaufgefordert in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Eintreten des Rücktrittsgrunds nachzuweisen. Im Fall von Erkrankung oder Verletzung ist der Nachweis durch ärztliches Zeugnis zu erbringen; von diesem Erfordernis kann im Einzelfall nach Entscheidung des Prüfungsvorsitzenden abgewichen werden.

(3) Wird eine Teilprüfung nicht angetreten, so gilt sie als nicht bestanden.

(4) Kann ein Lehrgang oder die Prüfung aus unabwendbaren, insbesondere witterungsbedingten Gründen vom Veranstalter nicht zu Ende geführt werden, so müssen die nicht abgelegten Lehrgangsteile bzw. Prüfungsaufgaben zum nächstmöglichen Termin nachgeholt werden.


§ 14 Wiederholung der Prüfung

(1) Wer die gesamte Prüfung bzw. Prüfungsbereiche nicht bestanden hat, kann diese wiederholen. Die Wiederholung der Prüfungsbereiche motorische Fertigkeiten und methodisch-didaktische Fertigkeiten ist frühestens nach vier Wochen an einem der nächsten Prüfungstermine möglich. Die Wiederholung des Prüfungsbereiches theoretisches Wissen ist an einem der nächsten Prüfungstermine möglich.

(2) Das Verfahren bei einer Wiederholungsprüfung ist dasselbe wie bei der ersten Prüfung. Die Ergebnisse bestandener Prüfungsbereiche werden angerechnet.


§ 15 Anerkennung anderer Befähigungsnachweise

Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) entscheidet über die Anerkennung anderer Befähigungsnachweise

§ 16 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten, Anpassungen

(1) Diese Verordnung tritt am 01.07.2019 in Kraft.

(2) die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Skilehrer Level 1 vom 23.07.2013 tritt am 30.06.2019 außer Kraft.

(3) Folgende Anpassungen wurden beschlossen:
04.06.2019: § 2 (1), § 3 (3), § 4, § 5 (2), § 9 (1), § 15 und Anlage 1

 

Grainau, den 04.06.2019

gez. Wolfgang Pohl                                       gez. Max Holzmann
Präsident                                                        Vorstand/Ausbildung

 

 

 

Anlage 1 zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Skilehrer Nordic Level 1:

1. Ausbildungsinhalte
Die Ausbildung Skilehrer Level 1 umfasst die Bereiche der motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie des theoretischen Wissens. Die Grundlage der Ausbildung ist der offiziell gültige Skilanglauflehrplan des DSLV und die DSLV Schneesport Philosophie. Der Schwerpunkt in der Ausbildung liegt auf der Unterrichtsfähigkeit, dem Lehren in den Lernebenen grün und blau. Gemäß der Lernziele der DSLV Schneesport Philosophie erfolgt die Ausbildung für den Skilehrer Nordic Level 1 in den Bereichen Skating, Nordic Cruisen und Schneeschuhgehen. Dazu gehört in der Methodik das passende Vermitteln, das sichere Organisieren und das richtige Aufgaben stellen. In der Motorik bewältigst du rote Loipen souverän in der Skatingtechnik mit dem dazugehörigen technischen Verständnis.

1.1. Ausbildungsbereich motorische Fertigkeiten
Skating – Grundfunktionen, Aktionen und deren Bewegungsspielräume, Schulung von zwei Lauftechniken, Training des technischen Könnens sowie der möglichen Prüfungsaufgaben;
Nordic Cruisen – Grundfunktionen, Aktionen und deren Bewegungsspielräume. Schulung der Lauftechniken.

1.2. Ausbildungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten

Lehren von motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten mit Schwerpunkt in den Lernebenen grün und blau sowie Unterrichtstraining bezogen auf die Themen der Prüfungslehrproben in den Bereichen Skating und Nordic Cruisen.

1.3. Ausbildungsbereich theoretisches Wissen

Theoretische Grundlagen im Skilanglauf insbesondere mit dem Schwerpunkt Aufgaben (A) – Organisieren (O) – Vermitteln (V), DSLV Laufphilosophie in den Bereichen Skating und Nordic Cruisen, Technik und Bewegungslehre, Unfallkunde/Erste Hilfe/Versorgung/Abtransport von Verletzten sowie Organisation/Sorgfalts-/Aufsichtspflichten/Rechtsfragen, Materialkunde, Berggefahren/Schnee- und Lawinenkunde und Tourismuskunde.

2. Prüfungsinhalte
Die Prüfung Skilehrer Nordic Level 1 umfasst eine Prüfung im Bereich des motorischen und methodisch-didaktischen Könnens sowie der theoretischen Kenntnisse. Die Entscheidung über die Auswahl bei alternativ angegebenen Prüfungsaufgaben sowie die Festlegung von Prüfungsaufgaben trifft der Deutsche Skilehrerverband. Diese Entscheidungen werden den Ausbildungsteilnehmern vor der Abnahme der einzelnen Prüfungsaufgaben bekanntgegeben. Die Prüfung untergliedert sich in folgende Prüfungsbereiche und Prüfungsaufgaben:

2.1. Prüfungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten
Die Lehrprobenprüfung erstreckt sich auf eine Prüfungsdauer von 15 min. oder auf zwei Teil-Lehrproben mit jeweils 7,5 min.

2.2. Prüfungsbereich motorische Fertigkeiten
Skating – zwei Prüfungsaufgaben

2.3.
Prüfungsbereich theoretisches Wissen
Klausur mit 40 Multiple Choice Frage


3. Bewertung

(1) Die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 2.1. (methodisch-didaktische Fertigkeiten) entspricht der Note der Lehrprobe bzw. der Durchschnittsnote der beiden Teil-Lehrproben, die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 2.2. (motorische Fertigkeiten) errechnet sich als Durchschnitt aus den Noten gemäß den beiden Technikaufgaben und die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 2.3. (theoretisches Wissen) errechnet sich aus dem Ergebnis der Klausur (0-1 Fehler = Note 1, 2-3 Fehler = Note 2, 4-5 Fehler = Note 3, 6 Fehler = Note 4, 7-8 Fehler = Note 5, mehr als 9 Fehler = Note 6).

(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsbereiche gemäß den Nummern 2.1. (methodisch-didaktische Fertigkeiten), 2.2. (motorische Fertigkeiten) und 2.3. (theoretisches Wissen) jeweils mindestens mit der Note „ausreichend“ absolviert wurden.

Skripte, Präsentationen und Dokumente (Stand 2018/19)