Lehrgangsplan für Ausbildung Teil 1, 2 und Prüfung

Ausbildungslehrgang 1 (2 Tage): 

Im Ausbildungslehrgang 1 soll der erste Kontakt mit der DSLV Fahrphilosophie hergestellt werden.  Die Entwicklung der motorischen Fertigkeiten steht im Mittelpunkt.  Ziel ist es das individuelle Fahrkönnen unter Anwendung der DSLV Fahrphilosophie zu verbessern. 

In den methodischen Einheiten wird die Lernebene Grün erarbeitet und mit Workshops und Kurzlehrversuchen intensiv trainiert. 

Die Teilnahme am Ausbildungslehrgang ist grundsätzlich freiwillig, sofern der Nachweis eines 50 Std. umfassendes Hilfssnowboardlehrer-Praktikum in einer Profi-Ski- bzw. Snowboardschule, die Mitglied im DSLV ist, gemäß den Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Ausbildung und Prüfung zum Level 1 nachgewiesen wurde. Wer diese Zulassungsvoraussetzung nicht vorweisen kann bzw. das Praktikum nicht in einer Profi-Ski- bzw. Snowboardschule des DSLV absolviert hat, muss an dem Ausbildungslehrgang 1 verpflichtend teilnehmen, um für den anschließenden Ausbildungslehrgang zugelassen zu werden. 

T21-2.1Wiki

 

Ausbildungslehrgang 2 (3 Tage): 

Im Ausbildungslehrgang 2 wird der Schwerpunkt auf die DSLV Unterrichtsphilosophie und Methodik gelegt. Einfaches, nachhaltiges und natürliches Lernen unter Einbeziehen der komplexen Situationen ist das Ziel eines qualifizierten Unterrichts. Deshalb stehen das Strukturieren von Unterricht, die Vorbereitung und Durchführung von Unterricht, Informationen zur Lehrprobe und Lehrprobentaktik auch im Vordergrund. 

Die Motorikeinheiten zielen auf eine optimale Prüfungsvorbereitung ab, dabei werden speziell mögliche Prüfungsaufgaben trainiert. 

T21-2.2Wiki

 

Prüfungslehrgang (1 Tag) 

Die Anforderungen der Prüfung sind den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen eines Snowboardlehrers im Einsteigerunterricht angepasst. Die Prüfung bietet eine lehr- und lernstufengerechte Vorbereitung sowie das Abfordern geeigneter Voraussetzungen zum Unterrichten an einer DSLV Profi-Ski-, bzw. Snowboardschule. Die Qualifikation Snowboardlehrer Level 1 bereitet die Teilnehmer optimal für einen möglichen, weiterführenden Ausbildungsweg vor. 

T21-2.3Wiki

 

Hinweise:

Motorik Prüfung
1 Technikfahrt zur Überprüfung des motorischen Eingangsniveaus gemäß dem Niveauspiegel Snowboard. 

Aufgabe:

Befahre eine anspruchsvolle Piste, zeige dabei zwei unterschiedlichen Spuranlagen durch Variation des Kurvenradius bzw. des Kurvenwinkels (Präzisierung erfolgt vor der Demonstration durch die Prüfer vor Ort). 

Die Vorgabe des Tempos kann mittel oder sportlich kontrolliert sein. Die Fahrt kann außerdem Fahrsinnwechsel enthalten. Die Festlegung der Optionen erfolgt durch die Prüfer vor der Demonstration vor Ort. 


Methodik Prüfung
1 Lehrprobe von 15 Minuten Dauer.  

Die Lehrprobenthemen erschöpfen sich aus den Lernzielen der Lernebenen grün und blau. Jeder Teilnehmer erhält per Los zunächst zwei Themen (je 1 aus LE grün und 1 aus LE blau). Beide Themen sind durch den Teilnehmer vorzubereiten. Welches Thema schlussendlich als Prüfung gehalten wird, entscheidet der Ausbilder vor Ort am Tag der Prüfung. 

T21-2Wiki

Snowboardlehrer Level 1 - Fragen- und Antwortenkatalog

Prüfungsthemen:
1. Methodik/Didaktik (40 Fragen zur Auswahl)
2. Motorik (40 Fragen zur Auswahl)
3. Erste Hilfe (20 Fragen zur Auswahl)
4. Recht und Organisation (20 Fragen zur Auswahl)

40 Multiple Choice Fragen aus dem unten abgebildeten Katalog werden gestellt, bis max. 6 Fehler ist bestanden. Bitte beachte, dass die Reihenfolge der einzelnen Antwortmöglichkeiten in der Theorieklausur vom Fragenkatalog abweichen kann.

X = richtige Antwort                      O  = falsche Antwort

METHODIK/DIDAKTIK (40 Fragen)

1. Was sollte ein Snowboardlehrer vor Beginn seines Anfängerkurses unbedingt tun?
a. sich der Gruppe vorstellen
b. Ausrüstung der Teilnehmer überprüfen
c. äußere Gegebenheiten und Übungsgelände überprüfen

X alle Antworten sind richtig
O nur c ist richtig
O keine Antwort ist richtig

2. Ein Snowboardanfänger hat große Probleme beim Aufstehen aus der Rückenlage (Backside). Welche Tipps kann man ihm geben?
O sich im Liegen mit Schwung in die Bauchlage (Frontside) drehen und von dieser aufstehen
O in steileres Gelände gehen, dort bringt man den Körperschwerpunkt leichter über das Board
X vor dem Aufstehen den Körperschwerpunkt möglichst nahe an das Board bringen und dann über die Nose oder das Tail aufstehen

3. Welche Inhalte gehören nicht zum  Lernziel „Brettgewöhnung“
a. Tragen und Ablegen des Snowboards
b. Rollerfahren
c. Fallen und Aufstehen
d. In der Ebene auf einer Kante balancieren

X a und b gehören nicht in das Lernziel Brettgewöhnung
O b und c gehören nicht in das Lernziel Brettgewöhnung
O alle Inhalte gehören in das Lernziel Brettgewöhnung

4. Sie üben den Komplex „Fallen und Aufstehen“. Welchen Ablauf demonstrieren Sie?
O aus der Fahrt knicken Sie in die Knie und bremsen mit Fäusten und Unterarmen, Board aus dem Schnee heben
X durch Beugen der Beine und des Oberkörpers Schwerpunkt nach unten bringen, Fall möglichst großflächig mit Körper und Unterarmen abfangen, Board aus dem Schnee heben
O im Stand knicken Sie stark in der Hüfte ein und lassen sich nach vorne fallen, den Fall mit den Armen abfangen

5. Worauf sollte man bei Demonstrationen vor der Gruppe immer achten?
X Bewegungen unter realen physikalischen Bedingungen vormachen
O in Zeitlupe demonstrieren, damit der Schüler auch alles sehen kann
O während der Demonstration die Ausführung der Bewegung zusätzlich auch kommentieren

6. Was versteht man unter einer Bewegungserklärung?
X die Beschreibung und Begründung des Verlaufs der Bewegung
O das Nennen der wichtigsten Bewegungselemente
O Hinweise auf funktionelle Besonderheiten der Bewegung

7. Warum ist es sinnvoll, im Unterricht mehrere Techniken zu schulen?
a. Die Technikformen haben unterschiedlichen Gebrauchswert
b. bedingt durch individuelle Motorik und unterschiedliche Bewegungserfahrung der Schüler, sprechen einzelne Technikformen gewisse Schüler mehr an, andere weniger
c. nur ein Lehrer, der viele Technikformen schulen kann, ist ein guter Lehrer und wird von der Gruppe akzeptiert

O c und a ist richti g
X a und b ist richtig
O alle sind richtig

8. Sie wollen einen Umlaufbetrieb in Ihren Unterricht einplanen. Was bedeutet dies für Sie und Ihre Organisationsplanung?
O Sie arbeiten mit Ihrer Gruppe in ständig wechselnden Geländeformen
X Sie bleiben an einem (übersichtlichem) Übungslift
O Sie bilden Kleingruppen und lassen jede Gruppe verschiedene Übungsphasen bewältigen

9. Sie entschließen sich zur Arbeit mit Geländeformen. Worauf achten sie bei der Auswahl der Geländeform?
O sie sollen flach, eben, steil, mittelsteil, sehr steil sein
O sie müssen mindestens einen Knick, Graben, Gegenhang, eine Bobbahn haben
X die gewählte Geländeform soll lernzielorientiert sein und den Schüler nicht überfordern

10. Bei welchen Anzeichen sollten Sie während des Unterrichts eine Pause einlegen?
O wenn sich feine Fehler ergeben
O wenn die Mehrzahl der Schüler mit Rücklage fährt
X wenn die Schüler häufiger stürzen und nichts mehr gelingt

11. Welche Aktion ist beim Aufwärmen sinnvoll?
a. Beweglichkeitsdehnen
b. Anregung des Kreislaufes
c. koordinative Aufgaben und Spiele

O a und c sind richtig
X b und c sind richtig
O a und b sind richtig

12. Welche Regeln sollten vor der ersten Liftfahrt festgelegt werden?
a. der Lehrer liftet zum Schluss
b. bei einem Sturz aus dem Lift warten bis der Lehrer wieder aufhilft
c. der Sammelpunkt oben befindet sich immer Rand, nicht im Ausstieg

X a und c sind richtig
O b und c sind richtig
O a und b sind richtig

13. Welcher Unterschied besteht zwischen einer Kurve zum Berg und dem ersten Kurvenfahren?
O es gibt keinen
O beim ersten Kurvenfahren muss der Schüler nicht Umkanten
X bei der Kurve zum Berg muss der Schüler nicht Umkanten

14. Was verändert sich bei dem Schritt „vom Schrägrutschen zum Schrägfahren“?
X der Aufkantwinkel
O die Fahrtrichtung
O die bewegungsbereite Position

15. Woran zeigt sich die falsche Geländewahl?
a. am Nichtgelingen der geforderten Übungen
b. durch Ängstlichkeit der Schüler
c. durch sehr motivierte Schüler

X a und b sind richtig
O b und c sind richtig
O a und c sind richtig

16. Welches Lernziel gehört nicht in die Lernebene Grün?
O Brettgewöhnung
O Rutschen in alle Richtungen
X Liftfahren

17. Was versteht man unter „freiem Üben“?
O das Üben der Snowboarder außerhalb der Snowboardschule
X das in einem Unterrichtsverlauf eingeplante Üben mit Ortsbestimmung ohne besondere Unterrichtsmaßnahmen des Lehrers
O das freie Fahren im Gelände

18. Was sollte bei dem Lernziel „Ausrüstung kennen lernen“ vermittelt werden?
O Gleichgewichtsübungen mit beiden Füßen in der Bindung
O erste Gleitübungen
X Material erklären

19. Was ist eine Übungsreihe?
X die sinnvoll aufeinander aufbauenden Übungen zum Erreichen eines Lernziels
O die Übungen, die auf jedem Niveau in den Lernprozess eingereiht werden müssen
O die am Hang in einer Reihe stehenden Schüler

20. Was versteht man unter dem „Open Loops“ Prinzip?
O dass jeder Lehrer in der Methodik seiner Kurse völlig frei ist
O dass der Lehrer immer das als nächstes macht was die Schüler möchten
X dass der Lehrer bei unterschiedlichem Lerntempo jederzeit zwischen den Lernebenen wechseln kann

21. Warum sollten beim Unterricht mit Kindern individuelle Bewegungsausführungen weitgehend toleriert werden?
a. weil die Lehrerdemonstrationen von Kindern nicht verstanden werden
b. weil unterschiedliche Lernvoraussetzungen verschiedene Lösungsmöglichkeiten bedingen
c. weil der unterschiedliche Körperbau von Kindern kaum Normierungen zulässt

O a und b sind richtig
X b und c sind richtig
O a und c sind richtig

22. Durch welche Maßnahmen wird ein gutes Gruppenklima geschaffen?
a. durch aufbauende Korrektur
b. durch Berücksichtigung ausreichender Erholungspausen
c. durch Schülermitbestimmung

O a und b sind richtig
O b und c sind richtig
X a und c sind richtig

23. Kinder lernen vor allem durch …
X spielerische Aufgaben, Vormachen – Nachmachen und mit Bewegungsbildern
O Bewegungserklärungen und durch Wettkämpfe
O Bewegungsanalysen und einheitliche Aufgabentypen

24. Warum sollte man beim Demonstrieren gelegentlich auch auf die Schüler zufahren?
O damit man während der Fahrt kommentieren kann
X damit die Schüler den Bewegungsablauf auch von vorne sehen und bestimmte Aspekte besser erkannt werden können
O um den Unterricht aufzulockern

25. Der Lehrer sollte im Stoff fortschreiten …
O erst wenn eine Technik perfekt erlernt ist
O wenn der Schüler die Übung dreimal gefahren ist
X wenn eine Technik etwa in der Grobform beherrscht wird

26. Wo positioniert sich der Lehrer üblicher Weise, wenn eine Übungsfahrt mit Einzelkorrektur durchgeführt werden soll?
O am Beginn der Übungsfahrt
X am Ende der Übungsfahrt
O in der Mitte des Übungsbereichs

27. Welches methodische Hilfsmittel findet vorrangig Anwendung im Kindersnowboardbereich?
O die Bewegungsanweisung
X die Bewegungsaufgabe
O die Bewegungserklärung

28. Welche Bindungseinstellung eignet sich gut im modernen Snowboardunterricht?
X +15°/-15°
O +15°/0°
O +20°/-15°

29. Was ist der Vorteil der beidseitigen Lehrmethodik?
a. der Lehrer hat es leichter bei der Aufgabenwahl
b. die Zeit der Elementarschule verkürzt sich
c. die Schüler machen eine größere Bewegungserfahrung

O a und b sind richtig
O b und c sind richtig
X a und c sind richtig

30. Welche Unterrichtsmaßnahmen fördern Selbständigkeit und Erfahrung bei den Schülern?
a. Hang frei befahren lassen und Selbstbeurteilung einfordern
b. freies Üben einplanen
c. in Kursformation eine Abfahrt durchfahren

X a und b sind richtig
O nur a ist richtig
O nur b ist richtig

31. An welcher Stelle soll ein Snowboardlehrer „liften“, wenn er eine Gruppe führt?
X meist am Ende der Gruppe
O grundsätzlich am Anfang der Gruppe, um seinen Schülern beim Aussteigen zu helfen
O in der Mitte der Gruppe, damit er die Übersicht behält

32. Warum eignen sich gerade Rocker-Snowboards für den Anfängerunterricht?
O weil die Schüler nicht so schnell umfallen
O weil die Boards weniger drehfreudig sind
X weil die Schüler nicht so schnell verkanten

33. Was ist bei der Gruppeneinteilung im Kurs zu beachten?
O das möglichst viele Teilnehmer im Kurs sind, um größeren Spaß zu garantieren
O das eine Gruppengröße von max. 4 Personen nicht überschritten wird
X das die Gruppen möglichst nach Alters- und Könnensstand sortiert sind

34. Was ist beim Materialcheck bei den Schülern zu Beginn des Kurses zu beachten?
a. das alle über geeignete Kleidung, Handschuhe und Schneebrille verfügen
b. das die Bindung in der Größe zu den Schuhen passt
c. das alle die Schuhe richtig geschlossen haben

X alle Antworten sind richtig
O keine Antwort ist richtig
O nur b und c sind richtig

35. Ein Schüler fährt durchgehend mit einem Knieschluss (hinteres Knie zeigt deutlich nach innen). Welche Übung passt, um dies zu korrigieren?
a. Sie binden ihm ein Thera-Band um das vordere Knie welches er mit der Hand zum Kurvenmittelpunkt zieht
b. Sie binden ihm ein Thera-Band um das hintere Knie welches er mit der Hand Richtung Tail zieht
c. Sie binden ihm mit dem Thera-Band die Knie zusammen und er muss es auseinander drücken

O a und c sind richtig
O b und a sind richtig
X b und c sind richtig

36. Kann ich in meinen Anfängerunterricht schon eine Slideplatte einbauen?
O nein
X ja
O nur bei Erwachsenen

37. Die Lernebene blau enthält folgende Lernziele:
a. Rutschen in alle Richtungen
b. Kurvenfahren auf blauer Piste
c. Easy Fun Park – Schanze springen
d. Liftfahren
e. Kurvenfahren mit einfachen Freestyle-Elementen

O a und c sind richtig
O b, c und e sind richtig
X b, d und e sind richtig

38. Beim Erarbeiten für eine Situation sind folgende Punkte zu beachten:
a. variable Aufgabenstellungen
b. anspruchsvolles Gelände
c. moderates Tempo
d. Schüler in Stresssituation bringen

X a und c sind richtig
O b, c und e sind richtig
O b, d und e sind richtig

39. Welche der folgenden Definitionen für den Begriff „Methodik“ ist richtig?
X unter Methodik versteht man die Lehre von den verschiedenen Verfahren, planmäßig ans Ziel zu gelangen
O unter Methodik versteht man ein Verfahren, Lern und Arbeitsziele genau zu beschreiben
O unter Methodik versteht man die Lehre, Erziehungsziele systematisch zusammenzufassen

40. Was versteht man unter dem Begriff der Individualisierung im Snowboardunterricht?
O jeder Schüler darf machen was er will
X Stärken und Schwächen der Einzelnen werden erkannt und mit gezielten Übungen gefördert bzw. beseitigt
O mit dem Gelände, sowie der Schneebeschaffenheit zu variieren

MOTORIK (40 Fragen)

41. In welcher Reihenfolge treten die einzelnen Phasen beim Kurvenfahren auf?
X Steuern – Kurvenwechsel – Steuern
O Umkanten – Kurvenwechsel – Steuern
O Kurvenausfahrt – Kurvenwechsel – Umkanten

42. Sie befahren mit Ihrer Gruppe stark gegliedertes Gelände und wechseln von einem flachen in ein steiles Gelände. Mit welchen mechanischen Wirkungen ist beim Fahren zu rechnen?
O Auftreten von Vorlage
X Auftreten von Rücklage
O Tiefbewegung des Körpers

43. Wodurch kann Seitrutschen ausgelöst werden?
X durch Auflösen oder Verringern der Fersen- bzw. Ballenbelastung wird das Board flach gestellt und rutscht entlang der Falllinie ab
O durch Umkanten und Tiefgehen
O durch Strecken der Beine und Oberkörper talwärts neigen

44. Was wird unter einer Bewegungssteuerung verstanden?
O Anpassen der Bewegung an das Gelände
O Steuern der Bewegung des Brettes durch den Schnee
X Planung und Abstimmung aller notwendigen Körper- Und Teilkörperbewegungen

45. Welches gehört nicht zu den snowboardtechnischen Merkmalen?
X Beinarbeit
O Bewegungsfluss
O Beinaktion

46. Welches Tool ist beim Fortgeschrittenenunterricht mit der Zielsetzung „Carven“ vorrangig zu schulen?
O Rotation
O Vertikalbewegung
X Kantbewegung

47. Welche Fahrtechnik ist in buckligem Gelände funktionell?
O starkes Drücken mit dem hinteren Bein
O explosive Hochbewegung zum Überspringen der Buckel
X Ausgleichstechnik durch aktives Schlucken der Buckel

48. Bei welcher Kombination aus Belastung und Auflagefläche ist der Kantendruck am größten?
X bei großer Belastung und geringer Auflagefläche
O bei geringer Belastung und großer Auflagefläche
O bei großer Belastung und großer Auflagefläche

49. Über welche Sinne können wir das Snowboardfahren erlernen?
a. optischer Sinn, origineller Sinn
b. Sehsinn, Hörsinn, Gleichgewichtssinn, Tastsinn, Bewegungssinn
c. visuell und vestibulär

O nur b ist richtig
X b und c sind richtig
O alle Antworten sind richtig

50. Welche Sinnesorgane sind an der Rückmeldung über eine bestimmte Bewegung beteiligt?
X Auge, Ohr, Tastrezeptoren
O Rotationssinn, Translationssinn
O Gleichgewichtsorgan- Rezeptoren zur Wahrnehmung der Gelenkstellungen

51. Von welcher bestimmten Art der Bewegungsvorstellung spricht man, wenn man ein optisches Bild von einer Bewegung vor sich hat?
O innere Bewegungsvorstellung
X äußere Bewegungsvorstellung
O differenzierte Bewegungsvorstellung

52. Wie kann die Grobform einer Bewegung charakterisiert werden?
X Einzelteile im Ablauf der Bewegungsausführung stimmen grob zusammen, die Phasenstruktur der Bewegung ist richtig ausgeprägt
O Einzelteile im Ablauf der Bewegungsausführung stimmen noch nicht zusammen, die Bewegung zerfällt in Einzelaktionen, die räumlich-zeitliche Gliederung der Bewegung ist noch schlecht ausgebildet
O überflüssige Bewegungen fallen weg, äußere Einflüsse wie Wetter und Sicht werden gemeistert, die Harmonie der Bewegung ist noch sehr grob

53. Durch was werden allgemeine Bewegungsempfindungen erschlossen?
X Körpergefühle
O Verstandesleistungen
X Lauf- und Fahrgefühle

54. Was wird beim Wechsel zwischen Forward- und Switchfahren nicht verändert?
O Fahrtrichtung
X Grundposition
O Tempo

55. Welcher Begriff / Welche Begriffe gehört / gehören nicht zu den TURIs?
a. Tempo
b. Intensität
c. Dauer
d. Umfang
e. Zeitpunkt

X a, c und e gehören nicht dazu
O keiner der Begriffe gehört zu den TURIs
O a, b, e gehören nicht dazu

56. Ein Snowboardschüler im Anfängerbereich schafft es beim Kurvenfahren nicht über die Falllinie zu drehen und stürzt daraufhin nach unkontrollierter Tempozunahme häufig. Nennen sie hierfür mögliche Fehlerquellen!
X Belastungsverteilung beim Kurvenwechsel auf dem hinteren Bein
O Zu starke Rotation von Hüfte und Knie in Kurvenrichtung
O Belastungsverteilung beim Kurvenwechsel auf dem vorderen Bein

57. Welche Beschreibung trifft für das Schrägrutschen zu?
O Rutschen in der Falllinie, Körpergewicht ist mittig verteilt
O Rutschen mit leicht gebeugten Knie, Fersen in den Schnee drücken
X Rutschen mit verstärkter Belastungsverteilung auf einem Bein

58. Ein Snowboardschüler stürzt beim Einfahren in die Kurve nach hinten innen. Welches Verhalten des Schülers könnte hierzu führen?
a. Angst des Schülers
b. zu starkes Aufkanten des Boards
c. deutliche Belastungsverteilung auf dem hinteren Bein nach Beginn der Kurve

O b ist richtig
O c und b sind richtig
X a, b und c sind richtig

59. Wodurch kann beim Fahren das Board entlastet werden?
X Abbremsen einer Hochbewegung
O deutliche Belastungsverteilung auf das vordere Bein zu Beginn der Kurve
O schnelles Hochgehen

60. Zu welchem Zeitpunkt wird das Snowboard bei einem Sprung im Stand verstärkt belastet?
O am Ende der Streckbewegung
X am Anfang der Streckbewegung
O während des Tiefgehens als Auftaktbewegung für den Absprung

61. Was ist das Wichtigste bei einer Demonstration?
O gute Pisten- und Schneeverhältnisse
X deutlich erkennbare Bewegungsausführung
O gleichzeitig mehrere Bewegungsabläufe demonstrieren

62. Bei einem Basic Jump über einen Kicker…
X sollte stets eine kompakte Körperposition in der Flugphase eingenommen werden
O ist es unerlässlich sich immer mit voller Kraft vom Absprung abzudrücken um möglichst hoch raus zu kommen damit man die kompakte Flugphase sehr deutlich demonstrieren kann
O ist es nie sinnvoll von einer der Kanten (FS oder BS) abzuspringen

63. Beim Kurvenfahren mit Beugen der Beine:
O ist der KSP zum Zeitpunkt des Kurvenwechsels am tiefsten
X geht man in der Steuerphase dosiert in die Knie
O ist das Timing so zu legen, dass eine Belastung zum Umkanten erzeugt wird.

64. Wie sieht das Spurbild einer geschnittenen Kurve aus?
O die Linie der Nose und des Tails verlaufen parallel
O der Abstand der Linie von Nose und Tail vergrößern sich
X Nose und Tail folgen der gleichen Linie

65. Welche der folgenden Aktionen ist zur Verstärkung des Kantendrucks sinnvoll?
X Aufrichten des Oberkörpers
O Rotation der Hüfte zum Kurvenmittelpunkt
O Absenken des Körperschwerpunkts zum Kurvenmittelpunkt

66. Je stärker Snowboard tailliert ist, desto…
O länger ist die effektive Kantenlänge.
O größer ist der mögliche Kurvenradius.
X kleiner ist der mögliche Kurvenradius.

67. Kurvenfahren mit optimaler Steuerqualität bedeutet:
X im Kurvenverlauf möglichst geschnittenes Kurvenfahren
O im Kurvenverlauf durchgehend geschnittenes Kurvenfahren
O Driften in die Kurve, schneiden aus der Kurve, gleichmäßiger Druckaufbau

68. Welche der folgenden Aussagen zum Begriff des Kurvenwinkels ist richtig?
O zwischen Kurvenwinkel und Kurvenradius besteht immer ein Zusammenhang
X es kann mit demselben Kurvenradius ein unterschiedlicher Kurvenwinkel gefahren werden
O nahe der Falllinie fahren heißt mit großen Kurvenwinkeln fahren

69. Zum kontrollierten Befahren eines steilen Hanges wähle ich optimaler Weise Kurven mit…
O große Radien und große Kurvenwinkel
O mittlere Radien und kleine Kurvenwinkel
X kleinen Radien und großen Kurvenwinkeln

70. Die Definition für den Kurvenwinkel lautet:
O der Kurvenwinkel ist durch die Fahrtrichtung am Kurvenanfang und die Abweichung von der Falllinie bestimmt
X der Kurvenwinkel ist durch die Fahrtrichtung am Kurvenanfang und durch die Fahrtrichtung am Kurvenende bestimmt
O der Kurvenwinkel ist durch den Radius und die Abweichung von der Falllinie bestimmt

71. Was heißt „eine Kurve aussteuern“ unter Verwendung der Begriffe Kurvenradius und Kurvenwinkel?
O die Kurve mit kleinem Winkel und großem Radius fahren
X die Kurve mit großem Winkel unabhängig vom Radius fahren
O das Abbrechen einer Kurvenfahrt bei zu großem Kurvenradius und Kurvenwinkel

72. Je größer der Kantwinkel und je höher die Geschwindigkeit, desto…
O größer wird der Kurvenradius
X größer werden die Fliehkräfte
O kleiner werden die Fliehkräfte

73. Kurvenfahren mit höchster Steuerqualität bedeutet:
O im Kurvenverlauf möglichst geschnittenes Kurvenfahren
X im Kurvenverlauf geschnittenes Kurvenfahren
O optimale Belastung im Kurvenverlauf

74. Zu welchem Tool gehört die Aktion „Beine beugen“?
X Vertikalbewegung
O Rotation
O Umkanten

75. Bei einem 360° (Sprung mit einer Drehung über 360 Grad) wird über folgende Körperachse gedreht:
X Longitudinalachse
O Transversalachse
O Sagitalachse

76. Wann ist der Kantendruck am größten?
O nach Abschluss der Hochbewegung
O bei großer Belastung und großer Auflagefläche
X bei großer Belastung und geringer Auflagefläche

77. Es gibt eine räumliche und eine funktionelle Unterteilung einer Kurve. Welche der folgenden Aussagen dazu sind korrekt:
a. Kurveneinfahrt / Kurvenwechsel und Kurvenausfahrt / Kurvensteuerung
b. der Kurvenwechsel ist im vergleich zur Kurvensteuerung eine zeitlich kurze Phase im Kurvenverlauf
c. Kurveneinfahrt und Kurvenausfahrt werden vom Scheitelpunkt der Kurve unterteilt
d. in der Kurvenausfahrt sind die Fliehkräfte beim geschnittenen Kurvenfahren am niedrigsten

O alle Antworten sind korrekt
X b und c sind korrekt
O a, c und d sind korrekt

78. Die bewegungsbereite Position…
O ist gekennzeichnet durch relativ gestreckte Gelenkpositionen verteilt über den gesamten Körper
O sollte in jeder Fahrsituation angestrebt werden
X ermöglicht Bewegungen zu jedem Zeitpunkt in alle Richtungen und schließt Endpositionen aus.

79. Der Bewegungsfluss
X ist beschrieben durch fließende, dynamische Bewegungen, die dabei helfen das labile Gleichgewicht beim Snowboarden zu regulieren.
O gehört nicht zu den Grundmerkmalen des Snowboardens
O ist in eine Unterkategorie von TOOLs und TURIs einzuordnen

80. Die Beinaktion
O gehört zwar zu den Grundmerkmalen des Snowboardens (BBB) ist aber für geübtere Fahrer außer Acht zu lassen
X besagt, dass die Bewegungen aus den Beinen initiiert werden sollen. Denn der kürzere Hebel bewirkt eine effektivere Bewegungsausführung.
O ist eins der TOOLs und ist durch die Vertikalbewegung definiert.

ERSTE HILFE (20 Fragen)

81. Wann ist mit erhöhter Gefahr durch UV-Strahlung zu rechnen?
O nach Neuschnee in tiefen Lagen
O nur ab 2.500 m Höhe
X bei Nebel bereits in mittleren Höhenlagen

82. Eine Beschäftigung mit alpinen Gefahren …
a. erübrigt sich, solange man auf Pisten bleibt
b. hat große Bedeutung, weil man durch die Aufstiegshilfen in hochalpines Gelände vorstößt
c. ist für jeden Wintersportler zum Eigenschutz und für Hilfeleistungen von Bedeutung

O a, b und c sind richtig
X b und c sind richtig
O nur a ist richtig

83. Während einer Abfahrt stellen Sie bei einem Ihrer Schüler eine lokale Erfrierung an den Händen fest. Welche Maßnahme würde zu einer weiteren Erfrierung führen?
X Einreiben mit Schnee
O heiße Getränke verabreichen
O aktive Bewegungen (z.B. Kreisbewegung der Arme)

84. Sie erreichen mit Ihrer Gruppe eine Unfallstelle, an der ein Snowboard-/Skifahrer bewusstlos im Schnee liegt. Wie lagern Sie diesen Verletzten?
O auf dem Rücken und Beine hoch lagern
O stabile Seitenlage
X stabile Seitenlage, Beine jedoch hoch lagern, ruhige, windgeschützte Lage

85. In Ihrer Gruppe ereignet sich ein Unfall. Sie haben den Verdacht, dass eine Knöchelverletzung vorliegt. Welche Maßnahmen ergreifen Sie?
O Snowboardschuh entfernen, Fuß durch eine Schneeschiene ruhig stellen, Rettungsdienst benachrichtigen
X Unfallstelle absichern, Snowboard/Ski abschnallen und Verletzten richtig lagern, Rettungsdienst benachrichtigen
O Rettungsdienst benachrichtigen, verletzte Extremitäten möglichst nicht bewegen

86. Sie erreichen eine Unfallstelle, an der sich ein bewusstloser, unterkühlter Verletzter befindet. Was unterlassen Sie auf jeden Fall?
X heiße Getränke verabreichen
O Beatmen bei Aussetzen der Atmung
O Schutz des Verletzten vor fortschreitender Unterkühlung durch Isolationsdecke, Wolldecke etc.

87. Bei welcher Verletzung sollte ein Verunfallter nicht bewegt werden?
X Wirbelsäulenverletzung
O Oberschenkelbruch
O Armbruch

88. Wie sieht die Bestückung einer kleinen, „pistengerechten“ Erste-Hilfe-Tasche aus?
O Fußschiene, elastische Binde, Decke, schmerzlindernde Medikamente
O Dreiecktuch (großes Halstuch), aufblasbare Manschette, elastische Binde
X sterile Kompresse, elastische Binde, Isolationsdecke, Dreiecktuch, Pflaster

89. Wer holt bei einem schweren Unfall, z.B. offener Unterschenkelbruch, in einem Erwachsenenkurs Hilfe?
a. ein Pistenfahrer (nicht Mitglied der Gruppe)
b. zwei gute Schüler
c. der Lehrer

O a, und c sind richtig
O alle drei Antworten sind richtig
X b und c sind richtig

90. Welche Maßnahmen müssen bei einem Unfall auf der Piste zuerst getroffen werden?
X Absicherung der Unfallstelle
O Versorgung des Verletzten
O Benachrichtigung der Bergwacht

91. Erste Hilfe bei Schnittwunden ist …
X sofortiges Anlegen eines keimfreien Wundverbandes
O sofortiges Abbinden oberhalb und unterhalb der Wunde
O Versorgung mit feuchtkalten Umschlägen

92. Die Kursteilnehmer sollten bei einem Unfall …
O weggeschickt werden
O zuschauen
X zu Hilfemaßnahmen veranlasst werden

93. Erste Hilfe bei einem Sonnenstich ist:
O kurze Lagerung im Schatten, äußerlich und innerlich Flüssigkeit zuführen
X einige Zeit im Dunkeln bleiben, Kühlgelees auftragen
O Lagerung mit dem Kopf nach unten

94. Erste Hilfe bei plötzlicher Bewusstlosigkeit …
O Medikamente mit heißem Tee verabreichen
X sofern Atmung und Kreislauf vorhanden, Verunfallten in stabile Seitenlage bringen
O durchblutungsfördernde  Massage anwenden

95. Wo führst du bei einem verletzten Ski-/Snowboardfahrer eine Pulskontrolle durch?
O in der Achsel
X am Hals
O hinter dem Ohr

96. Welches Gelenk ist beim Snowboardanfänger am meisten von Verletzungen betroffen?
O Sprunggelenk
O Schultergelenk
X Handgelenk

97. Als Snowboardlehrer muss ich im Ausland die aktuellen Notrufnummern der Alpenländer kennen. Was muss ich mir merken?
a. Deutschland: 112, Österreich: 140, Schweiz: 1414, Frankreich: 12
b. Deutschland: 0815, Österreich: 123, Schweiz 321, Frankreich: 00
c. die europäische Notfallnummer ist die 112
d. nur die Nummer der Telefonauskunft

O b und c sind richtig
O nur d ist richtig
X a und c sind richtig

98. Alkohol auf der Piste ist eine heikle Sache. Als Schneesportlehrer sollte ich mir folgendes Verhalten angewöhnen:
a. Beim Après-Ski in der Hütte im Skigebiet die Teilnehmer animieren und die ersten Runden Schnaps zum Anheizen selbstverständlich übernehmen
b. Alkohol ist für einen Snowboardlehrer über den Tag tabu
c. In der Gruppe als Vorbild auftreten und übermäßigen Alkoholgenuss der Teilnehmer unterbinden, solange sie das Wintersportgerät noch benutzen müssen

X b und c sind richtig
O a ist richtig
O alle drei Antworten sind richtig

99. Beim Snowboarden verbraucht man ca. 300 kcal pro Stunde. Beim Anfängerunterricht durch die unkoordinierten Bewegungsabläufe und das viele Aufstehen sicher auch mehr. Die Rückschlüsse für den Snowboardlehrer aus dieser Information:
a. das ist nicht viel. Eine kurze Pause und dann weiter
b. den Teilnehmern genügend Pausenzeit zur Verfügung stellen und auch bestimmt für deren Einhaltung sorgen
c. mit 1.5 Litern Wasser ist dieser Kalorienbedarf leicht auszugleichen
d. darauf achten, dass die Teilnehmer genug Essen. Als Anhaltspunkt: eine mittlere Portion Spaghetti Bolo von 250g hat ca. 350 kcal
e. auf genug Flüssigkeitszufuhr wegen der Höhe achten

O a und c sind richtig
O c und e sind richtig
X b, d und e sind richtig

100. In den App-Stores der großen IT-Dienstleister finden sich kostenlose Erste-Hilfe-Apps.
a. mit dieser Software hat man immer eine Gedächtnisstütze für lebensrettende Erste Hilfe in der Tasche
b. jederzeit abrufbar und unabhängig vom Netzempfang
c. eine Gute Sache. Den Erste Hilfe Kurs oder dessen Auffrischung spare ich mir
d. diese Apps vereinfachen das richtige Absetzen eines Notrufes

O alle Antworten sind richtig
O b und c sind richtig
X a, b und d sind richtig

RECHT UND ORGANISATION (20 Fragen)

101. Wie wird das alpine Notsignal gesendet?
O mit akustischen Zeichen: 3x kurz, 3x lang, 3x kurz usw.
X mit 6 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.
O mit 3 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.

102. Wie ist das Antwortzeichen auf alpine Notsignale?
O einen Arm nach oben, einen Arm nach unten strecken
X 3 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.
O 6 Zeichen in der Minute, eine Minute Pause usw.

103. Wie verhalte ich mich bei plötzlichem Nebeleinfall auf der Piste?
X von Pistenmarkierung zu Pistenmarkierung fahren oder gehen
O Abwarten bis die Sicht besser wird
O hinter anderen Skiläufern herfahren

104. Gletscher-Snowboardfahren auf Pisten erfreut sich im Rahmen des Breitensports wachsender Beliebtheit. In der Ausrüstung darf auf keinen Fall fehlen:
O Seil für Spaltenbergung
O Karten des Skigebiets
X Sonnenschutz jeglicher Art

105. Sie sind als Snowboardlehrer mit Ihrer Gruppe auf markierten Pisten unterwegs. Welche Markierungen sind besonders zu beachten?
a. Hinweistafeln für „blaue“ und „rote“ Pisten
b. Markierungen zur Pistenbegrenzung
c. Sperrschilder an Pistenabzweigungen

O a, b und c sind richtig
O nur Antwort c ist richtig
X b und c sind richtig

106. Der Deutsche Skilehrerverband ist …
a. ein eigenständiger Interessenverband
b. Mitglied im Internationalen Skiverband (FIS)
c. Mitglied im Internationalen Skilehrerverband (ISIA)

O b und c sind richtig
O nur c ist richtig
X a und c sind richtig

107. Die FIS-Pistenregeln geben Empfehlungen für …
X das Verhalten der Schneesportler auf geöffneten Pisten
O den anfängergerechten Pistenausbau eines Wintersportgebietes
O die Pistenwahl durch den Schneesportler

108. Welchen Rechtscharakter haben die FIS-Verhaltensregeln?
O sie haben Gesetzeskraft
X sie sind durch jahrzehntelange Bewährung zu Gewohnheitsrecht erstarkt und haben in der Rechtsanwendung denselben Stellenwert wie etwa die Straßenverkehrsordnung
O sie sind eine unverbindliche Empfehlung und haben keinerlei Rechtswirkung

109. Du fährst als einziger qualifizierter Schneesportlehrer mit Freunden in den Winterurlaub. Alle Hänge und Abfahrten abseits der Piste werden gemeinsam ausgewählt. Im Falle eines Lawinenunglücks…
O trifft dich nur eine Teilschuld, da sich alle immer gemeinsam entschlossen haben.
X trifft dich die Hauptschuld, da du in Schnee- und Lawinenkunde nachweislich am besten Bescheid wusstest.
O trifft dich keine Schuld, weil keine offizielle Funktion besteht.

110. Wie heißt der aktuelle DSLV Lehrplan?
O «Snowboarden fürs Volk»
X «Snowboarden einfach»
O «Snowboarden in der Praxis»

111. Die erfolgreich abgelegte Prüfung Snowboard Level 1…
a. ist der Einstieg in das Level-System des DSLV
b. berechtigt zum professionellen Unterrichten in einer Ski- bzw. Snowboardschule
c. ist ein hübsches Zertifikat, dass die heimische Zimmerwand schmücken darf

O a und c sind richtig
O nur b ist richtig
X a und b sind richtig

112. Die Qualifikation «Snowboard Level 1» …
a. verpflichtet zur Sorgfalt gegenüber den Schülern in gleicher Weise, wie dies bei einem Staatl. gepr. Snowboardlehrer der Fall ist
b. hat in Bezug auf Haftungsfragen bei Vorfällen während eines Kurses keinerlei Auswirkung und entbindet von allen Regressansprüchen
c. berechtigt zur Führung von Hochtouren über Gletschergebiete

X nur a ist richtig
O b und c sind richtig,
O a , b und c sind richtig

113. Mit welcher Ausbildungsstufe kann eine Profi-Schule im Deutschen Skilehrerverband angemeldet werden?
O als diplomierter Sportlehrer
X Staatlich geprüfter Schneesportlehrer
O Snowboardlehrer Level 3

114. An welcher Stelle soll ein Snowboardlehrer „liften“, wenn er eine Gruppe führt?
X als letzter der Gruppe zu liften, ist meist die beste Wahl
O grundsätzlich am Anfang der Gruppe, um seinen Schülern beim Aussteigen zu helfen
O grundsätzlich in der Mitte der Gruppe, damit er die Übersicht behält

115. Bei Durchführung des Unterrichts in Orten, die nicht zum eigenen Schulbereich gehören, ist es üblich…
O sich auf dem Gemeindeamt zu melden
O im Fremdenverkehrsbüro vorzusprechen
X in der ansässigen Wintersportschule vorzusprechen

116. Ein notwendiger Aufstieg sollte auf einer offiziell geöffneten Piste
O jeweils mitten in der Piste erfolgen, damit nach beiden Seiten Platz zum Ausweichen bleibt
O mit angeschnallten Wintersportgerät unter Leitung eines Schneesportlehrer an beliebig erfolgen
X nur am Pistenrand vollzogen werden

117. Welche Umweltempfehlungen für Schneesporttreibende sind zutreffend?
a. fahre durch Jungwaldbestand und erfreue dich an verschneiten Bäumen und Stauden
b. fahre nicht über schneefreie Hangstellen und schone die Vegetationsdecke
c. verzichte auf Zweige als Markierungshilfe

O alle drei sind richtig
O nur a ist richtig
X b und c sind richtig

118. Welche Umweltprobleme können durch den alpinen Schneesport entstehen?
a. Verkehrsbelastungen
b. Schädigung der Fauna und Flora
c. Beschädigung der PKW durch den Gerätetransport

O nur c ist richtig
X a und b sind richtig
O a und c sind richtig

119. Müssen Schneesportler einen Sicherheitshelm tragen?
a. ja. Sie müssen eine komplette Ausrüstung bestehend aus Helm, Rückenprotektor und Crashpants sogar beim Après-Ski vorhalten.
b. in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg besteht eine Helmpflicht für Schneesportler unter 15 Jahren
c. in Italien müssen Schneesportler unter 14 Jahren einen Helm tragen
d. die Entwicklung geht dahin, das der verantwortungsbewusste Schneesportler einen Helm trägt

O nur a ist richtig
X c und d sind richtig
O b, c und d sind richtig

120. Vier Regeln für mehr Natur:
a. Wildruhezonen und Wildschutzgebiete beachten
b. Im Wald auf den markierten Routen und Wegen bleiben
c. Waldränder und schneefreie Flächen meiden
d. Hunde an der Leine führen. Insbesondere im Wald

Welche Regeln machen Sinn?
O nur Regel c macht Sinn
X alle vier Regeln machen Sinn und sind zu beachten
O Regel a und d machen Sinn. Tiere sind wichtig

 

T21-3Wiki

Ausbildungs- und Prüfungsordnung

§ 1 Art und Zweck der Prüfung, Berechtigung

(1) Die Prüfungen zum „Snowboardlehrer Level 1“ werden vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV) angeboten und durchgeführt.

(2) Der Snowboardlehrer Level 1 darf durch einen Staatlich geprüften Schneesportlehrer zur eigenständigen Erteilung von Snowboardunterricht eingesetzt werden. Über die bestandene Prüfung wird den Ausbildungsteilnehmern ein Zeugnis ausgestellt.

(3) Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Qualifikation „Snowboardlehrer Level 1“ verliehen. Mit der Aufnahme als Mitglied im DSLV erhält der Absolvent einen entsprechenden Ausweis.

§ 2 Organisation der Ausbildungsrichtungen

(1) Die Ausbildung und Prüfung zum Snowboardlehrer Level 1 ist wie folgt gegliedert:

  • Ausbildung (§ 5);
  • Prüfung (§ 7);

Die Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge erstrecken sich über 4 Tage, wobei ein Tag mindestens 8 Unterrichtsstunden à 45 Minuten umfasst.

(2) Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) ist mit der Ausbildung und der Prüfung betraut. Er kann die Durchführung der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge jeweils einem seiner Bezirke, gegebenenfalls auch in Kooperation mit weiteren Ausbildungsträgern, übertragen, die Gewähr für eine gleichbleibend hohe inhaltliche Qualität der Lehrgangsangebote bieten. Der DSLV hat in diesem Fall durch regelmäßige Kontrollen die Qualität des Lehrgangsangebots sicherzustellen.

(3) Ausbilder und Prüfer im Rahmen der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge bzw. Betreuer im Rahmen des Praktikums kann nur sein, wer die staatliche Prüfung in der jeweiligen Ausbildungsrichtung erfolgreich abgelegt hat. Der DSLV kann den Einsatz eines Ausbilders im Hinblick auf Aufsicht und Verantwortung mit Auflagen verbinden. Insbesondere kann die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen sowie eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis nach Ablegung der staatlichen Prüfung in der betreffenden Ausbildungsrichtung zur Auflage gemacht werden.

§ 3 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung

(1) Für die Zulassung zur Ausbildung ist allgemein erforderlich:

  1. Vollendung des 16. Lebensjahres;
  2. Nachweis einer Erste Hilfe Ausbildung über mindestens 9 UE (Unterrichtseinheiten), nicht älter als zwei Jahre zu Ausbildungsbeginn Level 1
  3. Nachweis von 50 Std. Praktikum in einer Profi-Ski-/Snowboardschule, die dem DSLV angeschlossen ist oder alternativ die verpflichtende Teilnahme an einem Trainingslehrgang Snowboardlehrer Level 1 (§ 6). Eine bereits zu Ausbildungsbeginn bestehende DSLV Qualifikation in einer anderen Schneesportdisziplin (Ski Alpin, Nordic, Telemark) ersetzt den Nachweis des Praktikums;
  4. ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

(2) Zur Ausbildung kann nicht zugelassen werden, wer

  1. nicht im Besitz der Fähigkeit ist, öffentliche Ämter zu bekleiden oder Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen (§ 45 Strafgesetzbuch);
  2. auf Grund einer rechtskräftigen Verurteilung wegen eines Verbrechens oder Vergehens für die Ausübung eines Lehrberufs ungeeignet erscheint;

(3) Als Einstiegsniveau der Teilnehmer wird das souveräne Befahren von schwarzen Pisten mit geführter Kurvensteuerung, sportlich kontrolliertem Tempo und variabler Spuranlage (mit Sicherheitsreserven) vorausgesetzt.

§ 4 Praktikum

(1) Zeitpunkt, Inhalte und Umfang des Praktikums werden in der Anlage 1 geregelt.  Weiterbildungsveranstaltungen durch die Profi-Ski/Snowboardschule können höchstens mit bis zu 10 Std. auf die Dauer des Praktikums angerechnet werden. Über das Praktikum ist ein Nachweis mit Angaben zum Zeitraum und Lehrinhalt sowie der Unterschrift des Ski/Snowboardschulleiters der jeweiligen Profi-Ski/Snowboardschule im DSLV vorzulegen. Der Nachweis des Praktikums ist eine Zulassungsvoraussetzung zur Teilnahme an der Ausbildung (§3).

§ 5 Ausbildung

(1) Inhalte, Verfahren und Ausbildungsmodalitäten der Ausbildung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.

(2) Ausbildungsgrundlage ist der DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“

§ 6 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

(1) Für die Zulassung zur Prüfung ist allgemein erforderlich:

  1. Nachweis der vollumfänglichen Teilnahme an der Ausbildung.

§ 7 Prüfung

(1) Inhalte, Verfahren und Prüfungsmodalitäten der Prüfung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.

(2) Die Prüfung Snowboardlehrer Level 1 besteht aus Prüfungen der motorischen Fertigkeiten, der methodisch-didaktischen Fertigkeiten und des theoretischen Wissens.

(3) Die Prüfungsaufgaben in der Motorik werden grundsätzlich von zwei Prüfern bewertet. Die Zahl der Prüfer kann erhöht werden, wenn dies nach den besonderen Umständen zur besseren Beobachtung einzelner Teile der Prüfungsaufgabe zweckmäßig ist. Innerhalb einer Prüfungsaufgabe können Teilaufgaben auch nur von einem Prüfer bewertet werden. In diesem Fall ist die Note aus mindestens zwei von zwei verschiedenen Prüfern bewerteten Teilprüfungsaufgaben als Durchschnittsnote zu bilden.

(4) Die Prüfungsaufgabe in der Methodik besteht, soweit die Anlage 1 nichts anderes bestimmt, aus einer Lehrprobe. Die Prüfungsaufgabe in der Methodik wird grundsätzlich von einem Prüfer bewertet.

(5) Prüfungsvorsitzender und Prüfer werden jeweils vom Deutschen Skilehrerverband eingesetzt. Der Prüfungsvorsitzende …

  1. überwacht den Ablauf der Prüfung im Ganzen;
  2. entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und den Ausschluss von der Prüfung;
  3. stellt das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung fest und unterzeichnet die Prüfungszeugnisse.

(6) Als Prüfer können ausschließlich Mitglieder im Ausbilderteam des Deutschen Skilehrerverbandes eingesetzt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können als Zweitprüfer entweder auf die Vorsitzenden der jeweiligen Bezirke im DSLV oder auf ein vom Prüfungsvorsitzenden nominierten Staatlich geprüften Snowboardlehrer mit aktueller Fortbildung zurückgegriffen werden.

§ 8 Ordnungsmaßnahmen, Ausschluss von Ausbildung und Prüfung

(1) Die Ausbildungs- und Prüfungsteilnehmer sind verpflichtet, den der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit dienenden Anweisungen der Person, die den Lehrgang leitet (Lehrgangsleiter) nachzukommen.

(2) Ausbildungsteilnehmer, die ihren Verpflichtungen trotz Ermahnung nicht nachkommen, können mit folgenden Ordnungsmaßnahmen belegt werden:

  1. Verwarnung durch den Lehrgangsleiter oder den Ausbilder;
  2. Ausschluss von dem betreffenden Lehrgang durch den Lehrgangsleiter;
  3. Ausschluss von der gesamten Ausbildung oder Prüfung durch den Prüfungsvorsitzenden.

(3) Vor der Verhängung einer Ordnungsmaßnahme ist dem Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Ordnungsmaßnahmen sind schriftlich zu vollziehen und aktenkundig zu machen.

(4) Die Regelung des Abs. 2 findet entsprechend Anwendung in Fällen, in denen ein Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer

  1. den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung stört oder zu stören versucht;
  2. durch sein Verhalten eine Gefahr für sich oder andere darstellt;
  3. an einer Krankheit leidet, die die Gesundheit anderer ernstlich gefährden oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung beeinträchtigen würde.

§ 9 Bekanntmachung der Lehrgänge, Versagung der Zulassung zu einem Lehrgang

(1) Der Deutsche Skilehrerverband macht Lehrgänge, die von ihm durchgeführt werden, im Magazin SnowSport und unter www.skilehrerverband.de bekannt.

(2) In der Bekanntmachung bzw. Ausschreibung sind festzulegen: Anmeldefrist, -anschrift, -unterlagen sowie die Ausbildungs- und Prüfungsgebühren.

(3) Die Meldefrist endet drei Wochen vor Lehrgangsbeginn. Können aus Kapazitätsgründen nicht alle Ausbildungsteilnehmer berücksichtigt werden, so ist der Zeitpunkt des Eingangs der Anmeldung maßgeblich. Darauf ist bei der Ausschreibung hinzuweisen.

§ 10 Prüfungsblätter

(1) Die von den Prüfern festgesetzten Einzelnoten sind in die Prüfungsblätter einzutragen und von den Prüfern zu unterzeichnen. Diese Prüfungsblätter sind vom Deutschen Skilehrerverband zu den Prüfungsakten zu nehmen.

§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung

(1) Bei der Bewertung der Prüfungsleistung durch den einzelnen Prüfer werden ausschließlich folgende Noten erteilt:
sehr gut (1) = eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
gut (2) = eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht,
befriedigend (3) = eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht,
ausreichend (4) = eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen entspricht,
mangelhaft (5) = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend (6) = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
Die Bewertung einer Prüfungsleistung mit einer Zwischennote ist nicht zulässig.

(2) Ist eine Note aus mehreren Einzelbewertungen oder aus voneinander abweichenden Bewertungen mehrerer Prüfer zu ermitteln, so ist die Notensumme durch die Zahl der Prüfungsleistungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung zu teilen. Dabei zählt, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes bestimmt ist, jede Note einfach. Die Note wird auf zwei Dezimalstellen berechnet; die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. Es ergibt sich so ein errechneter Zahlenwert; für diesen gilt:
sehr gut: bei einem Notenschnitt von 1,00 bis 1,50 einschließlich,
gut: bei einem Notenschnitt von 1,51 bis 2,50 einschließlich,
befriedigend: bei einem Notenschnitt von 2,51 bis 3,50 einschließlich,
ausreichend: bei einem Notenschnitt von 3,51 bis 4,50 einschließlich,
mangelhaft: bei einem Notenschnitt von 4,51 bis 5,50 einschließlich,
ungenügend: bei einem Notenschnitt über 5,51.

§ 12 Unterschleif und Beeinflussungsversuch

(1) Versuchen die Prüfungsteilnehmer das Ergebnis einer Prüfungsaufgabe durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu eigenem oder fremden Vorteil zu beeinflussen, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit „ungenügend“ zu bewerten. In schweren Fällen erfolgt der Ausschluss von der Prüfung; die Prüfung ist nicht bestanden. Als Versuch einer Täuschung gilt schon das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben, es sei denn, die Ausbildungsteilnehmer weisen nach, dass der Besitz weder Vorsatz noch auf Fahrlässigkeit beruht.

(2) Wird ein Tatbestand nach Abs. 1 Satz 1 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bzw. der Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang festgestellt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit „ungenügend“ zu bewerten und das Gesamtprüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. In schweren Fällen ist die Gesamtprüfung als nicht bestanden zu erklären. Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls in berichtigter Fassung neu auszustellen.

§ 13 Rücktritt und Abbruch

(1) Im Fall eines Rücktritts von der Teilnahme nach der Zulassung zu einem Lehrgang, aber vor dessen Beginn, gilt die Zulassung als nicht erfolgt. Bei einem Rücktritt nach Lehrgangseröffnung gilt der Lehrgang als nicht erfolgreich absolviert. Sofern für den Rücktritt Gründe maßgebend sind, die der Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertreten hat, kann der bis zum Rücktritt tatsächlich besuchte und abgeschlossene Lehrgangsteil anerkannt werden. Der Prüfungsvorsitzende kann das Nachholen des versäumten Lehrgangsteils zum nächstmöglichen Zeitpunkt in einer geeigneten Lehrgangsmaßnahme genehmigen.

(2) Vom Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertretende Gründe für den Rücktritt sind unaufgefordert in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Eintreten des Rücktrittsgrunds nachzuweisen. Im Fall von Erkrankung oder Verletzung ist der Nachweis durch ärztliches Zeugnis zu erbringen; von diesem Erfordernis kann im Einzelfall nach Entscheidung des Prüfungsvorsitzenden abgewichen werden.

(3) Wird eine Teilprüfung nicht angetreten, so gilt sie als nicht bestanden.

(4) Kann ein Lehrgang oder die Prüfung aus unabwendbaren, insbesondere witterungsbedingten Gründen vom Veranstalter nicht zu Ende geführt werden, so müssen die nicht abgelegten Lehrgangsteile bzw. Prüfungsaufgaben zum nächstmöglichen Termin nachgeholt werden.

§ 14 Wiederholung der Prüfung

(1) Wer die gesamte Prüfung bzw. Prüfungsbereiche nicht bestanden hat, kann diese wiederholen. Die Wiederholung der Prüfungsbereiche motorische Fertigkeiten und methodisch-didaktische Fertigkeiten ist frühestens nach vier Wochen an einem der nächsten Prüfungstermine möglich. Die Wiederholung des Prüfungsbereiches theoretisches Wissen ist an einem der nächsten Prüfungstermine möglich.

(2) Das Verfahren bei einer Wiederholungsprüfung ist dasselbe wie bei der ersten Prüfung. Die Ergebnisse bestandener Prüfungsbereiche werden angerechnet.

§ 15 Anerkennung anderer Befähigungsnachweise

(1) Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) entscheidet über die Anerkennung anderer Befähigungsnachweise.

§ 16 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten, Anpassungen

(1) Diese Verordnung tritt am 01.08.2013 in Kraft.

(2) Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung Snowboardlehrer Grundstufe tritt am 31.07.2013 außer Kraft.

(3) Folgende Anpassungen wurden beschlossen:
22.06.2015: § 1 (2), § 3 (1) 2., § 3 (3) und Anlage 1 Ziff. 2, 3 und 4

Wolfratshausen, den 23.07.2013

gez. Wolfgang Pohl                                       gez. Max Holzmann
Präsident                                                       Vorstand/Ausbildung

Anlage 1 zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Snowboardlehrer Level 1:

1. Praktikum
Der Umfang des Praktikums beträgt 50 Stunden und muss vor der Ausbildung in einer Profi-Ski/Snowboardschule, die im DSLV gemeldet ist, absolviert und mit einer schriftlichen Bestätigung, vom jeweiligen Schulleiter unterschrieben, nachgewiesen werden. Der Leiter verpflichtet sich, den Auszubildenden auf seinem Weg zum Snowboardlehrer Level 1 zu begleiten und auf die Prüfung vorzubereiten. Zudem unterweist er ihn in den Tätigkeitsfeldern des Snowboardunterrichts, beaufsichtigt das Praktikum und bestätigt es mit seiner Unterschrift auf der Praktikumsbestätigung.

2. Ausbildung
Die Ausbildung zum Snowboardlehrer Level 1 umfasst die Bereiche der motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie des theoretischen Wissens. Die Grundlage der Ausbildung bildet der DSLV-Lehrplan „Snowboarden einfach“ und die DSLV Schneesport Philosophie. Der Schwerpunkt liegt auf dem Lehren in den Lernebenen grün und blau.
2.1 Ausbildungsbereich motorische Fertigkeiten

Merkmale des optimalen Kurvenfahrens und deren Bewegungsspielräume. Training des  snowboardtechnischen Könnens sowie der möglichen Prüfungsaufgaben. Schulung der Merkmale für das optimale Kurvenfahren.
2.2 Ausbildungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten

Lehren von motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten mit Schwerpunkt in den Lernebenen grün und blau und Unterrichtstraining bezogen auf die Themen der Prüfungslehrproben.
2.3 Ausbildungsbereich theoretisches Wissen

Theoretische Grundlagen des Snowboardens insbesondere mit den Schwerpunkten Aufgaben (A) – Organisieren (O) – Vermitteln (V) im Bereich Unterricht mit Kindern, Technik und Bewegungslehre, Unfallkunde/Erste Hilfe/Versorgung/Abtransport von Verletzten sowie Organisation/Sorgfalts-/Aufsichtspflichten/Rechtsfragen, Materialkunde.

3. Prüfung
Die Prüfung Snowboardlehrer Level 1 umfasst Prüfungen im Bereich der motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie im theoretischen Wissen. Die Entscheidung über die Auswahl  der Prüfungsaufgaben trifft der Deutsche Skilehrerverband. Diese Entscheidungen werden den Ausbildungsteilnehmern vor der Abnahme der einzelnen Prüfungsaufgaben bekanntgegeben. Die Prüfung untergliedert sich in folgende Prüfungsteile, Prüfungsbereiche und Prüfungsaufgaben:
3.1 Prüfungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten

Die Lehrprobenprüfung erstreckt sich auf eine Prüfungsdauer von 15 min.
3.2 Prüfungsbereich motorische Fertigkeiten

Zwei Technikaufgaben aus einem bestehenden Prüfungspool
3.3 Prüfungsbereich theoretisches Wissen

Klausur mit 40 Multiple Choice Fragen

4.  Bewertung
(1) Die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 3.1 (methodisch-didaktische Fertigkeiten)  entspricht der Note der Lehrprobe, die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 3.2 (motorische Fertigkeiten) errechnet sich als Durchschnitt aus den Noten gemäß den beiden  Technikaufgaben und die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 3.3 (theoretisches Wissen) errechnet sich aus dem Ergebnis der Klausur (0-1 Fehler = Note 1, 2-3 Fehler = Note 2, 4-5 Fehler = Note 3, 6 Fehler = Note 4, 7-8 Fehler = Note 5, mehr als 9 Fehler = Note 6).

(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsbereiche gemäß den Nummern 3.1 (methodisch-didaktische Fertigkeiten), 3.2 (motorische Fertigkeiten) und 3.3 (theoretisches Wissen)  jeweils mindestens mit der Note „ausreichend“ absolviert wurden.

 

T21-4Wiki

DSLV QUICKCHECK (Wissenstest)